Nistkasten

Brutzeit der heimischen Vögel – gerade jetzt brauchen sie Unterstützung

Im Frühling ist die Brutzeit der heimischen Vögel. Für viele Vogeleltern eine stressige und anstrengende Zeit. Menschliche Eltern können das vielleicht manchmal nachvollziehen. Manche Vogeleltern, wie Blaumeisen, müssen ihre Jungen tagsüber alle 5 bis 10 Minuten füttern. Aber wir können die Vögel in dieser Zeit gut unterstützen.

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Die Brutzeit der heimischen Vögel:

Brutzeit Amsel: Februar/März bis Juli
Brutzeit Bachstelze: April bis Juni/Juli
Brutzeit Blaumeise: April bis Juni
Brutzeit Buchfink: März bis Juni
Brutzeit Haussperling: März bis August
Brutzeit Kleiber: April bis Mai/Juni
Brutzeit Kohlmeise: März/April bis Juli
Brutzeit Rotkehlchen: April bis Juli
Brutzeit Tannenmeise: April – Juni
Brutzeit Buntspecht: April bis Juni
Brutzeit Zaunkönig: April bis Juli

Wie oft brüten Vögel im Jahr?

In manchen Jahren brüten die Vögel auch mehrmals. Beim Rotkehlchen z.B. beginnt oft das Weibchen eine zweite  Brutzeit, während das Männchen noch den Rotkehlchen-Nachwuchs der ersten  Brutzeit  versorgt.

Da Vögel gern in Hecken brüten, dürfen in dieser Zeit keine Hecken und Bäume geschnitten werden. Damit die Tiere während der Brutzeit nicht gestört werden, dürfen nur Formschnitte vorgenommen werden oder Bäume, die abzubrechen drohen, geschnitten oder gefällt werden.

Manche Vögel haben ungewöhnliche Ideen, wo sie ihre Nester bauen wollen: z.B. auf dem Vordach über dem Hauseingang oder in einer Nische am Balkon. Wenn Ihnen diese Brutplätze nicht gefallen, bieten Sie den Tieren Alternativen an, am besten in Form von Nistkästen. Der Nistkasten ist die perfekte Nisthilfe für heimische Vögel.

Wie füttern Vögel ihre Jungen?


Die Küken der Gartenvögel werden von ihren Eltern meist mit Insekten gefüttert. Wer möchte, dass Vögel in seinem Garten brüten, muss dafür sorgen, dass genügend Insekten im Garten zu finden sind. Insekten-freundliche Pflanzen sind wichtig. Totholz- und Laubhaufen, unordentliche Ecken im Garten sind tolle Plätze, wo die Vögel Regenwürmer und andere Delikatessen finden.

Wichtig ist während der Brutzeit der heimischen Vögel, das auch die Elternvögel genug zu fressen bekommen, damit mit ihre Körpertemperatur konstant bleibt und damit auch die Eier gleichmäßig warm bleiben. Wenn die Küken geschlüpft, gilt es die Eltern besonders zu unterstützen: Fettfutter und/ oder Sämereien für die Eltern und Insekten, die sie an ihre Jungen verfüttern können. Genauso wenig darf eine Wasserstelle im Garten fehlen.

Brutzeit der heimischen Vögel
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Schutz der Vögel

Für Vögel und viele andere Tiere sind Wildsträucher wichtige Lebensräume. Im schützenden Dickicht von Sträuchern wie Holunder, Weißdorn oder Pfaffenhütchen nisten gerne viele Vögel wie Heckenbraunelle und Nachtigall. Wildsträucher ernähren Insekten in allen Entwicklungsstadien, die dann den Vögeln Nahrung bieten. Auch Rosen mit ihren Dornen bieten idealen Schutz für Vögel vor Fressfeinden.In Mauern, die mit Efeu begrünt sind, nisten gern Amseln.

Jede Störung am Nest oder in der Nähe der Jungtiere stresst die Vögel. Halten Sie daher von den Brutplätzen fern warten bis die Kleinen das Nest verlassen haben! Beobachten aus Distanz, eventuell mit einem Fernglas, ist aber sehr spannend sein. Nistkästen kann man prima mit WLAN Überwachungskameras beobachten und sich die Bilder auf dem Handy anschauen.

Wenn Sie Vögeln in Ihren Garten rund ums Jahr einen Lebensraum bieten wollen, empfiehlt sich die Ganzjahresfütterung. Und während der Brutzeit sollten die Futterstellen mit speziellem energiereichem Futter gefüllt sein. Mehr Informationen dazu finden Sie beim NABU.

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