Gartenteich

Moderne Gartenteiche

Naturnahe Teiche

Mit wahrer Besessenheit soll der französische Maler Claude Monet seine Bilder von Teichen gemalt haben. Seine traumhaften Seerosengemälde, seine japanische Brücke sind weltberühmt, gehören zu den eindrucksvollsten Kunstwerken unserer Zeit. Die Farben der Wasserpflanzen, das Spiel des Lichts mit den Reflexen auf der Wasseroberfläche inspirierten Monet. Naturnahe Teichanlagen waren ideal für seine Kunst, den Impressionismus. Als dieser durch den Realismus abgelöst wurde und die architektonische Gartengestaltung dominierte, gerieten die naturnahen Teiche ins Abseits. Zu Unrecht.

Doch unsere Sehnsucht nach Wasser im Garten und die damit verbundene Nähe zur Natur blieb ungebrochen. Selbstverständlich geht es auch heute bei der Anlage eines Gewässers im Garten um seine Lage, Größe und Form, vor allem aber um die Wünsche seines Besitzers. Viele Menschen möchten im Einklang mit der Natur leben, sie im eigenen Garten mit allen Sinnen erfahren.

Naturteich

Im Rahmen der modernen Naturgärten erlebt der naturnahe Teich mit seiner üppigen und abwechslungsreichen Vegetation eine ungeahnte Renaissance. Naturteiche mit ihren Wasser-, Sumpf- und Uferzonen entwickeln sich über Jahre weiter, vermitteln faszinierende Einblicke in das Naturgeschehen. Größere Teiche in parkähnlichen Grundstücken beeindrucken mit blühenden Schwimmpflanzen wie Seerosen, Laichkraut und Froschbiss, dazu mit einer breiten, oft flachen Uferzone. Sie imponieren vor allem durch ihre weite Wasserfläche.

Wer weniger Platz hat und trotzdem das Naturerlebnis sucht, wählt eine kleinere Wasserfläche und eine üppige Randbepflanzung. Eine Senke an der tiefsten Stelle des Geländes bietet sich dafür an, möglichst ein wenig abseits vom geselligen Geschehen. Günstig sind fünf Stunden Sonnenlicht am Tag und ein leichter Schatten zur Mittagszeit, der durch ein hohes Gehölz oder ein Gebäude geschaffen wird.

Dort finden bald die schönsten Tiere und Pflanzen ihre Heimat. Blutweiderich und Iris blühen. Sanft wiegt sich das Schilf im Wind. Libellen suchen im Teich nach Beute, mancher Lurch, manche Kröte taucht auf, von deren Existenz man keine Ahnung hatte. Wasserläufer huschen mit ihren langen Beinen über die Wasseroberfläche. Vögel nutzen die flache Uferzone für ein Bad oder als Trinkquelle.

Fische im Naturteich

Sie müssen hier nur von vornherein entscheiden, ob Sie ein Wasserbecken für Fische oder einen Teich für Pflanzen und Amphibien haben wollen. Beides miteinander zu kombinieren, geht zumindest bei kleinen Teichen oft schief. Viele Fische gründeln, trüben damit das Wasser und fressen die Pflanzen an. Sie brauchen auch einen größeren Freiraum, einen Teich von mindestens 10 qm, um nach dem harten Gesetz des Wassers – fressen oder gefressen werden – überleben zu können.

In einem belebten, etwas größeren Teich sind Mücken kein Problem. Auch Frösche melden sich nur selten zu Wort. Die Lebensgemeinschaft hält selbst Ordnung, wenn alles im Einklang steht. Eine anfängliche Wassertrübung ist normal. Bei richtiger Bauweise und fachkundiger Auswahl der Pflanzen passend zum Nährstoffgehalt, zur Wasserhärte und -bewegung stellt sich bald das biologische Gleichgewicht ein. Das Wasser wird klar. Die biologische Balance bei Teichen erst einmal herzustellen, ist allerdings eine Wissenschaft für sich, die Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordert.

Schwimmteiche und Pools

Wenn Sie nicht nur die Natur beobachten wollen, sondern auch Körperertüchtigung und Sportbegeisterung bei Ihnen im Vordergrund stehen, dann entscheiden Sie sich für einen naturnahen Bade – und Schwimmteiche oder für einen Bio- Pool. Die vermitteln den Eindruck, als ob wir ständig in Urlaub wären.

Schwimmteich

Auf kunstvolle Weise verbinden Schwimmteiche Badevergnügen und Naturerfahrung. Sie sind eine Kombination eines üppig grünenden und blühenden Feuchtbiotops und eines Pools. Schwimmen im kristallklaren Wasser und sich gleichzeitig an der Schönheit der vielfältigen Pflanzenwelt erfreuen – dieser Traum wird für Natur- und Fitnessliebhaber im eigenen Schwimmteich wahr.

Das Schwierigste bei diesen Anlagen ist die Reinhaltung des Wassers, die durch verrottende Pflanzen, Algenwachstum… immer wieder gefährdet wird. Vielfältige technische Fortschritte, ein enormer Wissenszuwachs im Bereich der Prozesssteuerung in künstlichen Gewässern und die Nutzung der Kräfte der Natur erleichtern jedoch die Unterhaltung der Anlagen.

Beim Schwimmteich entziehen die Pflanzen in dem abgegrenzten Sumpfgebiet, das als Regenerationszone dient, dem Wasser Sink – und Schwebeteilchen und reichern es mit Sauerstoff an. Durch die Selbstreinigungskräfte der Natur kann man hier auf den Einsatz von chemischen Hilfsmitteln verzichten. Wenn der Schwimmteich ganz ohne technische Hilfsmittel funktionieren soll, braucht er rund 120 Quadratmeter Platz. Je mehr Technik eingesetzt wird, desto kleiner kann die Reinigungszone ausfallen. Man kann Schwimmteiche dann sogar auf 40 Quadratmetern verwirklichen.

Die formalen Bio-Pools kommen ganz ohne Regenerationszonen aus. Hier klären nicht Pflanzen sondern Filter das Wasser. Sie entziehen dem Wasser vor allem Phosphat, die Lebensgrundlage aller Algen.

Formale Becken

Ein Naturteich mit seinen breiten dekorativen Ufern, ein Schwimmteich mit der Regenerationfläche brauchen einigen Platz im Garten. Je weniger Raum Ihnen zur Verfügung steht, desto formaler sollten die Teiche sein, oft mit herrlichen Einfassungen aus Stein oder Metall, mit einer Fontäne oder einem Wasserspeier. So sind auch viele Gartenteiche, die direkt an der Terrasse liegen, formal gestaltet. Man möchte das ganze Jahr über mit dem Blick aufs Wasser wohnen, fast wie auf einer Insel.

Formaler Teich

Die Terrasse ragt dann in den Teich hinein. Hölzerne Brücken und Sonnendecks führen in den Garten, verlocken zum Träumen und Faulenzen. Die Wasserfläche darf nur von wenigen Pflanzen unterbrochen werden, eventuell können farbige Fische – etwa Goldfische oder Kois – die Fläche beleben. Wichtig nur, dass die Wasseroberfläche frei bleibt, die Sonnenstrahlen auf dem Wasser glitzern und der Himmel sich spiegelt. Abends wird mit Unterwasserscheinwerfern und schwimmenden Lampen ein feenhaftes Bild inszeniert.

Pool

Begehrt sind auch flache Teiche mit freier Oberfläche. Sie potenzieren durch Reflexionen die Lichtmenge, schaffen ein Gefühl von Helligkeit und Weite, eine neue Dimension in der Wahrnehmung: Wie in einem Spiegel verliert sich der Blick im unendlichen Blau des Himmels. Die Gedanken beginnen zu schweifen, der Alltag fällt von uns ab. An heißen Sommertagen, wenn die Luft über den flachen Pools zu flirren beginnt, fühlt man sich wie im sonnigen Süden.

Sitzplätze direkt am Wasser sind daher ein Muss.Die erfrischende Nähe des Wassers wollen wir hautnah spüren. Wir erleben sie auch ganz bewusst, wenn wir auf großen Trittsteinen, Stegen oder niedrigen Brücken Teiche und Bäche überqueren. Aus Sicherheitsgründen sollte man allerdings auch an eine Beleuchtung des Ufers denken, damit nachts niemand ein unfreiwilliges Bad im Gartenteich nimmt. Sind Kinder im Haus, muss man unbedingt ein Sicherheitsnetz über der Wasserfläche anbringen.

Auch der Standort, den Sie für die Wasserfläche bieten können, entscheidet über deren Gestaltungsweise. Schwimmteiche und und formale Teiche sollten grundsätzlich in einer offenen, zumindest zum Teil in der Sonne liegenden Fläche liegen. Baumkronen direkt über dem Gewässer sind nachteilig, da sie zu viel Schatten spenden und das herabfallende Laub die Wasserqualität beeinträchtigt.

 

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