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Gemüse selber anbauen – ganz einfach

Jeder, der selbst gezogenes Gemüse schon einmal gegessen hat, weiß: Es schmeckt viel besser als alles aus dem Supermarkt. Gemüse selber anbauen macht viel Spaß und ist gar nicht so schwer. Es ist ein tolles Gefühl, die Pflanzen wachsen zu sehen und zu ernten. Die Düfte und Farben beruhigen und inspirieren zugleich Geist und Seele.

Jeder, der selbst gezogenes Gemüse schon einmal gegessen hat, weiß: Es schmeckt viel besser als alles aus dem Supermarkt. Gemüse selber anbauen macht viel Spaß und ist gar nicht so schwer. Es ist ein tolles Gefühl, die Pflanzen wachsen zu sehen und zu ernten. Die Düfte und Farben beruhigen und inspirieren zugleich Geist und Seele.

Gemüse selber zu ziehen gibt einem das beruhigende Gefühl, sich gesund, vitaminreich und schadstoffarm zu ernähren und von der Aussaat bis zur Ernte alles in der Hand zu haben. Allerdings gehört Gemüse zu den Pflanzen, die viel Pflege benötigen, um gute Erträge zu erzielen. Man braucht auch keinen großen Gemüsegarten, ein kleines Beet reicht und selbst auf dem Balkon kann man Gemüse in Kästen und Kübeln ziehen.

Ideal bei kleinen Flächen sind die sehr beliebten Hochbeete. Wären sie nicht schon Jahrhunderte alt, man müsste sie neu erfinden. Ihr Geheimnis: im Inneren zuunterst geschredderte Äste, darüber organischer Abfall, Laub und Kompost in verschiedenen Reifegraden. Das bringt schnelles Wachstum und frühe Ernten, weil die Erde fruchtbar ist und sich wunderbar erwärmt. Gearbeitet wird ganz bequem in knapp 1 Meter Höhe. Das schont den Rücken, ist ideal auch für Senioren und Behinderte.

Gemüse anbauen ist gar nicht so kompliziert. Für Anfänger eignen sich z.B. Bohnen, Salate, Erbsen, Kohlrabi, Mangold, Radieschen, Spinat und Zwiebeln. Gemüse wie Tomaten, Gurken, Kürbisse und Zucchini sind sehr ertragreich, aber nicht so pflegeleicht.

Obst und Gemüse sind anspruchsvoll und brauchen 1-a Lagen, d.h. volle Sonne und guten Boden. Wer ernten will, kann die Gourmet-Gewächse nicht in einer abgelegenen Ecke unterbringen, sondern sollte ihnen die besten Plätze spendieren. Gemüse braucht einen vollsonnigen Platz. Ein Standort im Halbschatten geht, solange die Fläche mindestens vier bis fünf Stunden volle Sonne abbekommt.

Ökologische Überlegungen sind für viele wichtig, etwa die ausgeklügelten Anbaupläne in Mischkultur. Dabei sollen nebeneinander wachsende Gemüsesorten nicht um Nährstoffe konkurrieren und sich im günstigsten Fall auch Krankheiten und Schädlinge vom Hals halten. So dürfen Erbsen nicht unmittelbar neben Bohnen, Salat nicht zusammen mit Petersilie ausgesät werden. Auch Tomaten und Kartoffeln vertragen sich nicht. Anderseits fördern z.B. Sellerie und Porree und Bohnen, oder Bohnenkraut und Rettich sich gegenseitig.

Bei geschickter Anbauplanung sind jährlich bis zu drei Ernten auf dem selben Beet möglich. Schnell wachsende Vorkulturen wie Spinat, Radieschen und Kohlrabi sind bereits geerntet, wenn ab Mitte Mai die Kulturen gepflanzt werden, die die Beete am längsten belegen: Kohl, Gurken, Zucchini und Tomaten. Als Nachkultur können dann wieder Feldsalat, Winterrettich, Radieschen und Spinat gesät werden.

Wichtig ist auch die Fruchtfolge: Auf keinen Fall sollte man auf einem Beet zweimal hinter einander die gleiche Hauptkultur sondern möglichst eine breite Pflanzenvielfalt anbauen, die das Ökosystem im Gleichgewicht hält. Der Boden wird immer wieder mit Gründünger aufgefrischt. Eins ist klar: der Griff zur Giftspritze bleibt tabu. Statt dessen soll die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten gestärkt werden.

Eine Gemüsebeet ist auch ein toller Ort zum Experimentieren und Probieren. Hier kann man neue Pflanzen aus fernen Ländern ausprobieren oder alte Pflanzen und Sorten wieder entdecken. Tolle Gemüse-Jungpflanzen finden Sie hier.

Heute hat man oft nicht den Platz und auch nicht die Zeit, um neben dem Ziergarten einen großen Küchengarten anzulegen. Daher werden Nutzgarten und Ziergarten kombiniert. Vorbilder sind die klassischen Bauerngärten und die englischen Cottage-Gärten. Schon in den klassischen Bauerngärten fanden sich neben den Gemüsebeeten auch Blumenrabatten. Dekorative Blickfänge waren Gartenlauben, Brunnen und Sitzplätze. In den englischen Cottage-Gärten wurden Gemüse, Kräuter und Blumen bunt gemischt.

In modernen Genussgärten sind gemischt bepflanzte und farblich harmonierende Rabatten gefragt. Verschiedene Gemüsesorten und Kräuter werden durcheinander gepflanzt und mit Blumen kombiniert. Diese Mischung sieht nicht nur attraktiv aus, sie hat auch den Vorteil, dass sich Schädlinge und Krankheiten nicht so leicht verbreiten können.

Gemüsepflanzen wie Rotkohl, roter Grün- und Blumenkohl, goldgelbe Zucchini und Tomaten, roter und gelber Mangold, Zwiebeln, Artischocken und Feuerbohnen können sehr dekorative Elemente im Blumenbeet sein. Wem die klassischen Gemüsepflanzen vielleicht zu langweilig sind: Es gibt aber auch bunte Sorten, die dem Beet mehr Pfiff verleihen: z.B. rotlaubige oder gesprenkelte Pflücksalate, lila Grünkohl, gelbe, orange oder schwarze Cocktailtomaten, lila-weiß gestreifte Auberghinen. Pflanzen wie Körneramaranth, Quinoa und Kichererbsen, die bei der veganen Ernährung beliebt sind, machen sich auch sehr dekorativ im Gemüsebeet.

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