Kräuter im Winter

Fit durch den Winter: Kräuter

Kurze, trübe Tage, Nässe, Kälte und trockene Heizungsluft machen selbst Winterfans zu schaffen. Dagegen hilft eine vitaminreiche Ernährung.
Am meisten faszinieren uns jetzt wohl die Kräuter im Winter, die wir auch gut in der Wohnung halten können.

Kräuter im Winter

Kräuter sind randvoll mit Vitaminen, Vitalstoffen und ätherischen Ölen, eine Wohltat für Körper und Seele. Sie machen viele Speisen bekömmlicher und helfen, Salz zu sparen. Viele Kräuter im Garten sterben allerdings zum Winter hin ab oder ziehen sich in ihren Wurzelstock zurück. Nur wenige mehrjährige sind einigermaßen frosthart.

Dazu gehören das Barbarakraut, die Petersilie, Salbei, Thymian, Wilde Rauke, Pimpinelle, Winterportulak, Wintersteckzwiebeln, Löffelkraut und Ysop. Mit Reisig vor Wind und Wetter geschützt, verbringen sie die kalte Jahreszeit im Garten. Selbst in Töpfen können sie dick eingepackt an einem geschützten Platz im Freien überwintern. Zum Würzen bleibt dann allerdings nur wenig Grün an den Pflanzen. Wie Sie Kräuter im Garten überwintern, lesen Sie hier.

Es ist schön, wenn Sie jetzt auf die im Sommer eingefrorenen, getrockneten oder in Essig und Öl eingelegten Kräuter zurückgreifen können. Wenn Sie aber auch im Winter reichlich aromatische Blättchen von Petersilie, Lavendel, Thymian, Estragon, Minze, Schnittlauch, Liebstöckel und Salbei genießen wollen, sollten Sie einige Pflanzen in Töpfen in der Wohnung halten. In spezielle Kräutererde eingetopft, wachsen die Pflanzen an einem hellen Fensterplatz zwar etwas langsam, aber stetig weiter.

Nasskaltes Wetter draußen und trockene Heizungsluft sind eine echte Herausforderung für unser Immunsystem. Schniefen, Husten, Heiserkeit – die Erkältungswelle rollt. Nur eine kleine Schwäche und die Erkältungserreger haben leichtes Spiel. Gut, wenn man weiß, welche Aufgüsse jetzt helfen können.

Kräuter im Winter

Tees aus Hagebuttenschalen oder Johannisbeerblättern, Saft aus Sanddornfrüchten stärken die Abwehrkräfte. Beim ersten Kratzen im Hals kann man eine Erkältung oft noch ‚wegbaden‘. Idealer Badezusatz sind Heublumen. Kommt der Schnupfen, hilft Dampfinhalieren mit Kamille. Dazu eine Handvoll Blüten in eine große Schüssel geben, mit kochendem Wasser überbrühen, zehn Minuten ziehen lassen. Die Dämpfe unter einem Handtuch einatmen.

Gegen Husten sind gleich mehrere Kräuter gewachsen. Gegen den quälenden Reizhusten zu Beginn der Erkältung helfen Lindenblüten. Thymian- oder Huflattichtee mit etwas Honig lösen später den quälenden Schleim. Mädesüß–Tee hat sich als Fieber senkendes Mittel bei Kopf- und Gliederschmerzen bewährt. Er ist allerdings für Kinder und Schwangere nicht geeignet.

Pfefferminz und Salbei sind Allround–Pflanzen zur Behandlung der Erkrankungen der oberen Atemwege. Und wenn das Wetter gar zu grauslich ist, hilft Johanniskraut-Tee gegen schlechte Winterlaune. Johanniskraut-Öl ist ein herrlich wärmendes Massageöl. So lässt sich der Winter aushalten!

Kräuter im Winter

Kräuter im Winter zum Kochen

Im Winter macht Kochen mit Kräutern doppelt Spaß. Verlockend duftet das frische Grün von der Fensterbank und verführt zum Ausprobieren neuer Küchenkreationen. Am besten schmecken die Kräuter frisch gezupft. Einige Arten wie Schnittlauch, Kresse, Basilikum oder Kerbel verlieren beim Erhitzen viel von ihrem Aroma, andere wie Majoran und Petersilie fügt man gegen Ende der Kochzeit zu. Alle Kräuter haben ihre Lieblingsspeisen, mit denen sie perfekt harmonieren. Wenn Sie sich bei der Vielfalt nicht ganz im klaren sind, schauen Sie hier!

So verwenden Sie Kräuter:


Basilikum. Die hocharomatischen Blätter mit leicht pfeffrig – süßer Note passen zu vielen mediterranen Gerichten mit Tomate, Zucchini, Aubergine und Paprika, Grundzutat für Pesto.

Bohnenkraut wird zum Würzen von Bohnengerichten und deftigen Speisen verwendet, unterstützt die Verdauung.

Borretsch fein geschnitten, gibt Salaten, Quarkspeisen und Desserts letzten Pfiff, die Blüten sind essbare Deko.

Currykraut gibt man kurz vor dem Ende der Kochzeit zu Fisch, Grillfleisch und Reis, wichtig in der asiatischen und indischen Küche.

Dill. Er schmeckt würzig – frisch und harmoniert bestens mit Gurken und hellem Fleisch von Kalb, Geflügel und Fisch. Dill verfeinert Quarkspeisen und Soßen.

Estragon. Das süß- aromatische Laub würzt Salate, helle Soßen, Fleisch und Fisch, ist Teil der berühmten Sauce Béarnaise.

Kerbel. Frische Kerbelblätter verfeinern Soßen, Lamm und Fisch. Kerbel wirkt blutreinigend und harntreibend.

Knoblauch würzt Fleisch, Gemüse, Suppen, Soßen und Kräuterbutter. Wichtig in der asiatischen und mediterranen Küche. Knoblauch wirkt gegen Bluthochdruck und Arterienverkalkung.

Koriander. Der Geschmack der Blätter erinnert an Curry, Muskat und Ingwer. Sie verfeinern Salate, Gemüse, Fisch- und Geflügelgerichte, sowie Chutneys und Relishes.

Kresse gibt Salaten und Suppen feine Würze, eignet sich als Brotbelag und zum Garnieren. Hoher Vitamin- und Mineralstoffgehalt.

Lavendel. Mitgekochte Blättchen geben Eintopf-, Fisch- und Lammgerichten ein delikates Aroma. Die Blüten verfeinern Süßspeisen, aus trockenen Blättchen lässt sich ein beruhigender Tee aufgießen.

Liebstöckel. Frische Blätter zu Salaten, mitgekocht würzen sie Fleischgerichte, Eintöpfe und Hülsenfrüchte, regen die Verdauung an.Liebstöckel enthält viele Mineralstoffe.

Lorbeer. Frische oder getrocknete Blätter verfeinern Marinaden, Soßen, Suppen, Braten, Kohl – oder Gemüsegerichte. Lorbeer regt Appetit und Verdauung an.

Majoran gibt deftigen Fleischspeisen wie Hackfleisch, Gulasch, Gans oder Lamm, Kartoffelgerichten, Eintöpfen und Suppen eine delikates Aroma. Majorantee lindert Erkältungen, Kopfschmerz und Magenkrämpfe.

Minze. Frisch geschnittene Blätter verfeinern Süßspeisen, Getränke, Soßen, Quarkspeisen, in England auch Lammbraten. Minztee hilft bei Magen-Darmproblemen.

Oregano ist das unverzichtbare Pizzagewürz. Er schmeckt gut in Nudel – und Gemüsegerichten, in vielen Eintöpfen, zu Fleisch und Hülsenfrüchten. Oreganotee ist schleimlösend und desinfizierend.

Petersilie wird frisch verwandt, in Salate, Soßen, Gemüse, auf Kartoffeln gestreut. Sehr vitaminreich, regt den Stoffwechsel an.

Pipinelle mit dem nussigen, an Gurken erinnernden Geschmack gibt frisch verwandt Salaten, Soßen, Suppen, Eierspeisen den letzten Pfiff. Gehört unbedingt in die ‚Grüne Soße‘, enthält viel Vitamin C.

Portulak. Das saftige, leicht salzig schmeckende Grün ergibt leckere Salate, kann auch als Gemüse gekocht werden, enthält viele Vitamine und Mineralien.

Kräuter im Winter
Kräuter im Winter

Rosmarin – Zerriebene Blätter und Triebe passen gut zu Grillgerichten, Lamm und Gemüse.Star der mediterranen Küche. Auch als erfrischender Badezusatz oder getrocknet in Duftsäckchen zur Insektenabwehr.

Rucola gibt roh Blattsalaten Pepp, passt auch zu Tomaten und Mozzarella. Leicht gedünstet zu Nudelsoßen verwenden oder mit Spinat servieren; enthält viel Vitamin C, ist blutreinigend und verdauungsfördernd.

Salbei. Seine aromatischen Blätter werden in Fleisch- und Fischgerichten mitgekocht. Salbei-Tee hilft wunderbar gegen Halsschmerzen.

Sauerampfer. Blätter schmecken roh zu Salaten, Soßen, Quark, kurz gegart als Gemüse mit Spinat oder Mangold. Bekannt ist die Sauerampfersuppe, reich an Vitamin C, wassertreibend, blutreinigend.

Schnittlauch – Je nach Sorte mal mehr oder weniger scharf, würzt Suppen, Saucen, Quark – und Eierspeisen, Salate und Nudeln, enthält viel Vitamin C.

Süßkraut. Der Exot aus Südamerika macht eine steile Karriere. Ein einzelnes Blatt süßt eine große Tasse Tee oder andere Getränke ohne sie im Geschmack zu verfremden und ohne Kalorien zuzuführen, enthält Vitamine und Mineralstoffe, hilft gegen Zahnfleischbluten, Karies und Parodontose.

Thymian. Die intensiv herb-würzigen Blätter geben Geflügel, Wild, Suppen, Pizza und Pilzen eine würzige Note. Thymian-Tee bekämpft wirkungsvoll Husten.

Zimmer – Knoblauch. Seine klein geschnittenen Blätter werden wie Knoblauch zum Würzen von Gemüse, Fleisch- und Fischgerichten verwendet.

Zitronen- Melisse. Das zitronig-frische Aroma macht sich gut zu Obst- und anderen Salaten, Süßspeisen, Gemüsegerichten, Soßen, Marinaden und Dipps. Ergibt einen fruchtigen, beruhigenden und Schlaf fördernden Tee.

Zitronen- Thymian. Frisch oder getrocknet würzt er Salate, Fisch und mediterrane Gerichte.

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