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Kübelpflanzen – der Charme des Südens

Kübelpflanzen gab es schon in der Antike. Sie wurden in großen Holzkästen oder Tongefäßen gehalten und weit und breit bewundert. Seit langem sind sie auch für uns Nordeuropäer der Inbegriff vom schönen Süden. Heute ist bei uns die Kunst hochaktuell, Blumen, Sträucher, Exoten in Töpfen zu kultivieren.

Kübelpflanzen

Als Pflanzgefäße verwenden wir Holzkübel, Steintröge, Terrakotta Töpfe oder Metall- oder Kunststoffkübel.

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Bald fanden wir heraus, dass Kübelpflanzen unseren Garten sehr flexibel machen, ihm immer wieder ein neues, auch sehr persönliches Gesicht verleihen. Das ist Gartengestaltung auf die individuelle und mobile Art.

Zu den klassischen Rollen der Kübelpflanze zählt die des Solitärs, des Blickfangs also, der für sich steht und allein aus sich heraus eine Aufsehen erregende Wirkung entfaltet. Wie einen Statue, ein Brunnen oder eine Sonnenuhr erhält ein aufwändig bepflanzter Topf einen besonderen Platz, zum Beispiel am Ende eines Weges oder an der Ecke einer Terrasse. Hier fesselt er den Blick des Betrachters und schafft neue Perspektiven.

Wer keinen Garten hat, für den ist der Topf ohnehin die einzige Möglichkeit, Balkon und Dachterrasse mit lebendigem Grün zu schmücken. Im Schatten von Oleander, Hibiskus und Palmen breitet sich auch hier Urlaubsstimmung aus.

Hortensie im Kübel
Hortensie im Kübel

Es sind aber nicht nur die exotischen Kübelpflanzen, die bezaubern. Auch Formgehölze aus Buchsbaum, Liguster, Leyland Zypressen, ebenso Bambus, Hortensien und Rosen sind heute im Kübel weit verbreitet. Diese Topfpflanzen haben den Vorteil, dass sie ganzjährig draußen stehen können, während die Exoten erst im Mai ihre Winterquartiere verlassen und Ende Oktober wieder beziehen müssen.

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Und trotzdem, die brillanten Farben der exotischen oder mediterranen Blüten, ihre außergewöhnlichen, bisweilen skurrilen Formen sind unvergleichlich. Wenn sich Oleander und Solanum unter der Last ihrer Blüten geradezu biegen, die Schmucklilie (Agapanthus) übersät ist von blauen Sterndolden oder die Bougainvillea zur üppigen Blütenkaskade wird, dann kann man schon voll ins Schwärmen geraten.

Eigenwillig und von besonderer Faszination sind die jetzt so beliebten exotischen Früchte: der Granatapfel, die Banane, Orangen- Zitronenstämmchen und die Mano di Buddha. Duftpflanzen wie die Orangenblume, die Klebsame, Jasmin und Sternjasmin verwöhnen uns mit ihrem sommerlichen Parfum. Am Abend schlägt die Stunde der berauschenden Düfte von Engelstrompeten und Nachtjasmin.

Kübelpflanzen

Die Farbenfreude, enorme Wachs- und Blühkraft der Kübelpflanzen hat natürlich ihren Preis. So attraktiv sie sind, so anspruchsvoll sind die Gewächse auch. In ihren engen Töpfen sind die Kübelpflanzen ganz auf unsere aufmerksame Versorgung angewiesen. Die meisten von ihnen sind Sonnenanbeter und haben einen hohen Wasserverbrauch. An heißen Tagen muss mehrmals gegossen werden.

Dabei gilt: Pflanzen mit großen Blättern wie Engelstrompeten oder Zierbananen brauchen sehr viel Wasser. Harte, ledrige und graue Blätter haben einen natürlichen Verdunstungsschutz und weisen auf trockenheitsverträgliche Pflanzen hin. Dazu gehören Zitrus, Lorbeer, Olive, Agave, Lavendel, Lotus und Rosmarin.

Die Hochleistungsblüher sollten auch stets mit ausreichend Dünger versorgt werden. Man kann im Frühjahr Langzeitdünger geben, der viele Wochen vorhält. Ende August sollten Sie bei allen Pflanzen, die Sie überwintern wollen, mit dem Düngen aufhören. Die Triebe der Pflanzen müssen ausgereift sein, ehe sie je nach Wetterlage im Oktober, spätestens Anfang November ins Winterquartier umziehen.

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