lavendel

Garten-Design mit Lavendel

Früher war Lavendel oft nur eine Pflanze von vielen im Kräuterbeet oder er galt als Begleitpflanze für Rosen, um sie vor Blattläusen zu schützen. Heute ist Lavendel eine der beliebtesten Gartenpflanzen weltweit und oft ein wichtiges Element der Gartengestaltung. Mit seinem unwiderstehlichen Duft, den tollen Blüten und dem zierenden, silbrigen Laub ist er sowohl für uns Menschen als auch für Bienen und andere Insekten ausgesprochen anziehend.

Lavendel

Jeder kennt die Bilder der unendlichen Lavendelfelder der Provence. Für mediterrane Gärten ist Lavendel unverzichtbar. Kaum eine andere Pflanze vermittelt so sehr das Flair des Südens. Auch in Pflanzkübeln oder –kästen ist der kleine Halbstrauch gut aufgehoben und gibt Terrassen oder großen Balkonen eine unwiderstehlich, südliche Ausstrahlung.

Lavendel

In modernen, design-orientierten Gärten schätzt man die Ruhe, die diese Pflanze ausstrahlt. Wenn wir im Alltag ständig von einer bunten Bilderflut überschwemmt werden, findet das Auge in einem Garten mit zurückhaltender Farbgebung Ruhe und Entspannung.

Lavendel passt hervorragend zu den Materialien moderner Gärten: zu den Natursteinen in verschiedenen Grautönen, zu Kies, zu Metall. Gerade für Kiesgärten ist Lavendel eine ideale Pflanze. In modernen Gärten pflanzt man Lavendel gern in großen Mengen. Ganze Beete nur aus Lavendel sind sehr beeindruckend.

Lavendel+Rosen


Lavendel und Rosen

Lavendel gilt häufig als Begleitpflanze für Rosen. Dabei ist diese Kombination gar nicht so ideal: Rosen und Lavendel lieben zwar beide die Sonne, stellen aber vollkommen unterschiedliche Ansprüche an den Boden. Während der Lavendel nährstoffarme, trockene und kalkhaltige Substrate bevorzugt, benötigen Rosen das genaue Gegenteil. Rosen müssen häufig gedüngt werden, Lavendel verträgt keine Düngergaben. Will man beide zusammensetzen, muss man beim Düngen der Rosen aufpassen, dass der Lavendel keinen Dünger abbekommt.

Lavendel-und-Rosen

Duft

Nicht nur die Optik, auch der Duft macht den besonderen Reiz dieser Pflanze aus. Das Lavendelaroma, das sowohl Blätter als auch Blüten verströmen, ist unvergleichlich. Es ändert sich mit dem Wetter und mit der Temperatur. Am stärksten ist es in voller Sonne. Auch Insekten fühlen sich von diesem Duft magisch angezogen.

Lavendel muss nicht immer blau sein


Lavendel gibt es in verschiedenen Arten und Sorten mit unterschiedlichen Blütenfarben. Winterhart sind folgende:

Echter Lavendel (Lavendula angustifolia) – Es gibt ihn in verschiedenen Sorten in Blau- und Violetttönen, in Rosa und in Weiß.

Speicklavendel (Lavendula latifolia) gibt es in verschiedenen Sorten in Graublau und Violett. Die kultivierte Form des Speiklavendels erfreut sich recht großer Verbreitung. Er braucht sehr viel Sonne. In Mittel- und Nordeuropa gedeiht er weniger gut.

Provence Lavendel, Lavandin (Lavendula intermedia) gibt es in Blau, Violett und in Weiß. Der Wohlfühllavendel mit dem tollem Duft. Diese Art wird zumeist für den gewerbsmäßigen Lavendelanbau eingesetzt.

Schopflavendel
Schopflavendel

Der Schopflavendel begeistert durch seine ungewöhnliche Blütenform. Allerdings ist er nicht winterhart. Ihn pflanzt man am besten in Kübel und überwintert ihn drinnen.

Pflanzen und Pflegen

Das Wichtigste ist die Wahl des richtigen Standorts. In freier Wildbahn wächst Lavendel besonders auf steinigen Böden in voller Sonne. Auch im Garten braucht er einen Boden, der nährstoffarm, gut durchlässig und kalkhaltig ist. Bei der Pflanzung empfiehlt es sich, Sand oder Kalksteinsplitt in den Boden einzuarbeiten.

Lavendel ist sehr pflegeleicht. Er sollte nicht gedüngt werden und nur bei anhaltender Trockenheit gewässert werden. Wichtig ist nur der regelmäßige Schnitt, damit die Pflanzen nicht vergreisen. Im Frühling – wenn kein Frost mehr droht – sollten alle jungen Triebe bis auf das alte Holz zurückgeschnitten werden. Nach der Blüte werden die jungen Triebe abermals gekürzt. Man darf aber nicht ins alte Holz schneiden, da sonst die Pflanze an dieser Stelle nicht wieder austreibt.

Lavendel

Lavendel überwintern


Winterharte Sorten wie Lavandula angustifolia können ohne Probleme im Garten bleiben. Lediglich bei starkem Frost sollten sie abgedeckt werden. Frostempfindliche Sorten wie Schopflavendel pflanzt man besser in Kübel und überwintert sie in Wintergarten oder im Keller.

Lavendel

Lavendel: Duft- und Heilpflanze


Schon die Römer benutzten Lavendel, um daraus duftende Bade-Essenzen zu gewinnen. Der Name dieser Pflanze leitet sich dementsprechend vom lateinischen Wort lavare = waschen ab.
Lavendel ist von altersher als wichtige Heilpflanze bekannt. Die ätherischen Öle des Lavendels wirken beruhigend und harmonisierend. In der Küche werden Lavendelblüten gern zum Verfeinern von Süßspeisen und Soßen verwendet. Außerdem werden die Öle als Duftstoffe zur Parfumherstellung eingesetzt. Getrocknete Blüten werden für Riechkissen und Dufttöpfe verwendet und im Wäscheschrank schützten sie vor Motten und anderem Ungeziefer.

Wenn Sie selber ernten und trocknen wollen, denken Sie daran: Lavendel sollte man immer am frühen Morgen ernten. Dann ist der Duftstoffgehalt am höchsten.

 

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