Lavendel pflanzen

Lavendel pflanzen – Tipps und Ideen

Lavendel pflanzen lohnt sich: der mediterrane Halbstrauch gehört zu den Pflanzen, die vom Klimawandel profitieren. Er ist mit den in vielen Regionen trockenen Sommern der letzten Jahre prima zurecht gekommen. Lavendel versprüht den Charme des sonnigen Südens. Er blüht traumhaft, duftet unwiderstehlich und zieht Bienen und Schmetterlinge magisch an.

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Lavendel ist sehr vielseitig verwendbar. Er passt in Rosengärten, Bauerngärten, Duftgärten, Steingärten… Für mediterrane Gärten ist Lavendel unverzichtbar. Lavendel pflanzen kann man einzeln, toll wirkt er auch in großen Gruppen. Auch in Pflanzkübeln oder Balkonkästen ist der kleine Halbstrauch gut aufgehoben und gibt Terrassen oder großen Balkonen eine unwiderstehlich, südliche Ausstrahlung. Es gibt Lavendel in zahlreichen Sorten, sehr interessante Sorten finden Sie hier

modernes Lavendebeet mit Zierlauch


In modernen, design-orientierten Gärten pflanzt man gern Lavendel. Hier schätzt man die Ruhe, die diese Pflanze ausstrahlt. In einem Garten mit zurückhaltender Farbgebung findet das Auge Ruhe und Entspannung. Lavendel passt hervorragend zu den Materialien moderner Gärten: zu den Natursteinen in verschiedenen Grautönen, zu Kies, zu Metall. Gerade für Kiesgärten ist Lavendel ideal. In modernen Gärten setzt man Lavendel gern in großen Mengen. Ganze Beete aus Lavendel sind sehr beeindruckend.

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Lavendel und Rosen

Oft setzt man Lavendel als Begleitpflanze für Rosen, um sie vor Blattläusen zu schützen. Dabei ist diese Kombination gar nicht so ideal: Rosen und Lavendel lieben zwar beide die Sonne, stellen aber vollkommen unterschiedliche Ansprüche an den Boden. Während der Lavendel nährstoffarme, trockene und kalkhaltige Substrate bevorzugt, benötigen Rosen das genaue Gegenteil. Rosen müssen häufig gedüngt werden, Lavendel darf nicht gedüngt werden. Will man beide zusammensetzen, muss man beim Düngen der Rosen aufpassen, dass der Lavendel keinen Dünger abbekommt. Hier erfahren , welche Begleitpflanzen zu Lavendel passen.

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Lavendel als Beeteinfassung

Lavendelpflanzen sind eine dekorative Beeteinfassung und machen sich ebenfalls gut als Bodendecker. Die Pflanzen vertreiben mit ihrem Duft tatsächlich Schädlinge wie Ameisen, Blattläuse oder Flöhe. Mit intensiv duftenden Lavendelpflanzen kann man auch die Nachbarpflanzen vor den unangenehmen Tieren schützen. Beetumrandungen aus Lavendel sind ein wirksames Mittel, um Schädlinge natürlich zu bekämpfen.

Lavendel pflanzen und pflegen

Lavendel braucht einen vollsonnigen Standort. Wichtig ist, dass die Erde nährstoffarm und sehr gut durchlässig ist. Bei der Pflanzung empfiehlt es sich, Sand oder Kalksteinsplitt in den Boden einzuarbeiten.
Die Pflege ist einfach. Lavendel sollte nicht gedüngt werden und nur bei anhaltender Trockenheit gewässert werden. Wichtig ist nur der regelmäßige Schnitt, damit die Pflanzen nicht vergreisen. Im Frühling – wenn kein Frost mehr droht – sollten alle jungen Triebe bis auf das alte Holz zurückgeschnitten werden. Nach der Blüte werden die jungen Triebe abermals gekürzt. Man darf aber nicht ins alte Holz schneiden, da sonst die Pflanze an dieser Stelle nicht wieder austreibt.
Der letzte Lavendel Rückschnitt vor dem Winter sollte spätestens Anfang August erfolgen, damit die Pflanzen vor dem Winter noch ausreifen kann.

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Lavendel überwintern

Die Sorten des Echten Lavendels (Lavandula angustifolia) können meist problemlos im Beet überwintern. Lediglich bei starkem Frost sollten sie abgedeckt werden. Besonders winterharte Sorten sind z.B. ´Hidcote Blue´ oder ´Hidcote Pink´. Empfindliche Sorten wie Schopflavendel und Speiklavendel pflanzt man besser in Kübel und überwintert sie in Wintergarten oder im Keller. Gießen Sie im Winter nur mäßig und achten Sie darauf, dass sich keine Staunässe bildet.

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Lavendel pflanzen: Duft- und Heilpflanze

Der Duft von Lavendel ist nicht nur für Menschen betörend, auch Bienen, Schmetterlinge und Hummeln fühlen sich magisch angezogen. Das Aroma, das sowohl Blätter als auch Blüten verströmen, ist unvergleichlich. Es ändert sich mit dem Wetter und mit der Temperatur. Am stärksten ist es in voller Sonne.

Lavendel ist eine altbekannte Heilpflanze. Schon die Römer gewannen daraus duftende Bade-Essenzen. Der Name dieser Pflanze leitet sich daher vom lateinischen Wort lavare = waschen ab.
Die ätherischen Öle der Pflanze wirken beruhigend. Außerdem werden die Öle als Duftstoffe zur Parfumherstellung eingesetzt. Getrocknete Blüten werden für Riechkissen und Dufttöpfe verwendet und im Wäscheschrank schützten sie vor Motten und anderem Ungeziefer. In der Küche werden Lavendel-Blüten gern zum Verfeinern von Süßspeisen und Soßen verwendet.

Lavendel sollte man stets am frühen Morgen ernten. Dann ist der Duftstoffgehalt am höchsten.

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