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Romantischer Garten – märchenhaft schön

Ein romantischer Garten – man kommt hinein und ist verzaubert von diesem Paradies aus Blüten und Grün mit all den zarten Farben, den lauschigen Ecken und verborgenen Sitzplätzen.

Kennen Sie das? Ein romantischer Garten – man kommt hinein und ist verzaubert von diesem Paradies aus Blüten und Grün mit all den zarten Farben, den lauschigen Ecken und verborgenen Sitzplätzen. Das ist das Urbild eines Gartens schlechthin. Er berührt uns zutiefst in unserer modernen unsicheren Welt mit all ihrem Stress, ihrer globalen Unsicherheit, ihrer von Technik bestimmten Unnatürlichkeit.

Und dann die Frage: Was kann ich tun, damit so ein romantisches Flair auch in meinem Garten entsteht? Wie kann ich einen verwunschenen Garten anlegen? Sind es die Pflanzen, die Farben, die Gestaltung der Beete? Was macht eigentlich das Romantische aus? Dabei müssen wir uns klar werden: ein romantischer Garten ist immer eine ganz andere Welt. Begriffe wie Arkadien, Eden oder Paradies beschreiben die Idylle, in der der Mensch von allen Sorgen befreit sein Leben genießen kann.

Die kulturelle Epoche der Romantik Ende des 18./ Anfang des 19. Jahrhunderts bedeutete für die Menschen eine Flucht aus einer immer stärker industrialisierten Maschinenwelt in eine Phantasiewelt voller Sehnsucht, Gefühl und Harmonie. Romantik ist aber auch seit langer Zeit der Kampf großer Geister gegen die Spaltung der Welt in die der Vernunft, Ordnung und Wissenschaft und in die Welt des Gefühls, des Wunderbaren, des Individuums und der Freiheit.

Treibende Kraft bleibt eine ins Unendliche gerichtete Sehnsucht nach Heilung der Welt, nach der Zusammenführung von Gegensätzen zu einem harmonischen Ganzen.
Symbolische Orte für diese Sehnsucht sind nebelverhangene Waldtäler, mittelalterliche Kloster-Ruinen, alte Mythen und Märchen. Zentrales Symbol ist die Blaue Blume, die wie kein anderes Motiv die romantische Suche nach innerer Einheit, Heilung und Unendlichkeit verkörpert.

Romantischer Garten – Ideen und Gestaltung

Ein romantischer Garten ist ein idyllischer Ort, der die Hektik des Alltags außen vor lässt. Sie stecken immer voller Geheimnisse. Nach geraden Linien und klaren Formen der Moderne wird man hier vergebens suchen. Nichts ist auf den ersten Blick überschaubar, es gibt weder schnurgerade Wege noch abgezirkelte Beete oder scharfe Konturen. Den Mittelpunkt bildet meist ein wunderschöner Pavillon oder auch eine Laube, die mit duftenden Blumenranken in Pastellfarben umgeben ist.

Statt Sachlichkeit und Übersichtlichkeit regieren immer wieder neue Ein- und Ausblicke, verschlungenes Geäst, grün bewachsene Mauervorsprünge und Sitzplätze, die man erst suchen muss. Alles ist auf Zartheit, Leichtigkeit, Verspieltheit und Entdeckerfreude ausgelegt. Geschwungene Wege aus Natur- oder alten Klinkersteinen verschwinden hinter Büschen und hohen Stauden und scheinen ins Unendliche zu führen.

Ein romantischer Garten wird bestimmt durch das Gefühl für das Geheimnisvolle. Die Gärten werden durch Hecken und Mauern in kleine intime Bereiche unterteilt, die durch Torbögen und Durchblicke miteinander verbunden sind. Auch ein Teich sollte nicht fehlen, in dem sich die Sonne spiegelt. Im Dunklen von einer weich zeichnenden Lichtquelle angestrahlt, verbreitet er eine fast mystische Atmosphäre.

Dekorationen im romantischen Garten

Ruinen und Grotten mit Säulen und Wasserspeiern, verspielte Statuen, Tierfiguren, Vasen, Urnen, Sonnenuhren sind der Genius der jeweiligen Plätze. Sie besitzen auch heute noch einen Hauch von Mystik: hoch hinauf strebend, dem Licht entgegen, bereit zur Entfaltung, den Traum von Schwerelosigkeit träumend – und dennoch in der düsteren Tradition verwurzelt, eine Mischung aus Licht und Schatten, Alt und Neu, Vergangenheit und Zukunft. Bei ihrem Anblick erfasst uns ein erhabener Schauer über die Vergänglichkeit alles Seins.

Die zierlichen Statuen locken uns weiter, neue Räume zu erkunden. Sie stehen an gestalterischen Höhepunkten des Gartens, etwa am Ende eines Laubenganges, aber auch wie zufällig neben einer Bank. Auch der Duft von Nachtviolen, Veilchen, Lilien oder Levkojen, das Plätschern eines verborgenen Brunnens, eines kleinen Wasserfalls verzaubern das grüne Refugium in eine Oase aus Tausend und einer Nacht. Der romantische Garten wird zum Erlebnis für alle Sinne.

Romantische Farben

Farben sind im romantischen Garten ein wichtiges Gestaltungselement. Sie sind niemals grell und laut, vielmehr vermitteln zarte Pastelltöne und ein tiefes Blau Ruhe und Harmonie. Hortensien in strahlendem Weiß, traumhaften Rosa, Violett und Blau betören mit ihrem Charme. Glyzinen, weiße und violett blaue Glockenblumen, leuchtend dunkelblauer Rittersporn, Salbei, Fingerhut, Leinkraut, Hornveilchen , Männertreu und duftender Lavendel gehören hierher. Natürlich beschränkt sich die Farbgebung nicht nur auf das Reich der Pflanzen. Die Farben der Gartenmöbel, Pflanzbehälter, Rankspaliere, des Gartenzauns unterstützen ebenso die Stimmung des Gartens.

Auch die Blütenformen prägen das romantische Bild. Die Blüten der Glockenblumen, Akeleien, die Blütenbälle der Pfingstrosen und Hortensien schaffen ein nostalgisches Flair. Veilchen, Vergissmeinnicht und jede Menge Blumen mit verspielten Formen dürfen hier auf gar keinen Fall fehlen. Die Pflanzen sollten immer dicht und in größeren Gruppen zusammenstehen, damit der Eindruck eines überbordenden Beetes mit verschwenderischer Fülle entsteht.

Romantischer Rosengarten

Die Herrscherin in diesen Gärten ist die Rose. Sowohl die Historischen und Englischen Rosen mit ihren gefüllten ‚altmodischen‘ Blütenformen, ihrem oft intensiven Duft und ihren ungewöhnlichen gedeckten Farbtönen als auch die Kletter-, Strauch – und stark wüchsigen Rankrosen sind hier zu Hause. Die Climberrosen, die eigentlichen Kletterrosen und auch viele andere Kletterpflanzen wie Clematis, Efeu, Wilder Wein oder Glyzine erobern Hauswände, Laubengänge, Sichtschutzwände und Pergolen. Sie umkleiden die strengen Wände.

Eine Bank in einer verschwiegenen Schattenecke, umgeben von Farnen nahe an einem sprudelnden Brunnen lädt an heißen Sommertagen zum Träumen ein. Im Pavillon treffen wir uns zum geselligen Gespräch mit Freunden. In der Rosenlaube mit dem betörenden Duft der Rosen und Kräuter ringsum kann man die Gedanken schweifen lassen.

Ein kleiner Hauch von Nachlässigkeit unterstreicht das Bild: Lassen Sie zum Beispiel herabgefallene Rosenblätter auf den Weg liegen und gestatten Sie Polsterpflanzen wie der Römischen Kamille oder dem Polsterthymian sich auch zwischen den Pflastersteinen auszubreiten.

Damit sich Ihr Wunsch nach mehr Romantik erfüllt, muss der Garten nicht auf einmal völlig umgestaltet werden. Auch mit kleineren Veränderungen kommt man dem Ziel schon näher. Der romantische Garten ist immer ein bisschen unfertig, immer im Aufbruch zu neuen Ufern. Er muss Freiraum geben, wird auch selbst immer wieder umgestaltet und ergänzt. Es gehört schon ein ‚grüner Daumen‘ dazu, die feinen Farb- und Formnuancen wirkungsvoll zu gestalten. Notfalls kann man fachkundige Hilfe zu Rate ziehen.

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