Schmetterlingsgarten

Schmetterlinge – so geben Sie ihnen einen Lebensraum im Garten

Sommer, Sonne, farbenfrohe Schmetterlinge tanzen von Blüte zu Blüte – leider ist dieses Bild oft nur noch ein Traum. Das Vergnügen, eines dieser wunderschönen Tiere zu sehen, wird immer seltener. Zwei Drittel der einheimischen Schmetterlingsarten sind bedroht. Auch im unseren Gärten finden die Falter oft keinen Lebensraum mehr.

Gärten nur mit englischem Rasen und einer Thuja-Hecke – darauf fliegt kein Schmetterling. Blühende Staudenrabatten, ein duftendes Kräuterbeet, eine Hecke mit Wildsträuchern, eine Wildblumenwiese – das sind attraktive Lebensräume für Insekten. Trockensteinmauern bieten ideale Bedingungen für die Falter. Schmetterlinge brauchen die richtigen Futterpflanzen, Unterschlupf bei schlechtem Wetter, Überwinterungsplätze, Orte, an denen sie ihre Eier ablegen und sich verpuppen können.

Trockensteinmauer

Ein Schmetterlingsgarten ist ein natürlicher und vielfältiger Garten, denn die verschiedenen Lebensstadien eines Schmetterlings sind oft auf unterschiedliche Pflanzen und Standorte angewiesen. Pflanzen Sie so, dass vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst immer etwas blüht, damit die Schmetterlinge jederzeit ausreichend mit Nektar versorgt sind. Wichtig ist auch der Verzicht auf synthetische Schädlingsbekämpfungsmittel!

Heimische Wildblumen wie Kartäusernelke, Taubenskabiose und Wilder Majoran locken mit ihren Farben und Düften Schmetterlinge an. Aber auch einige exotische Pflanzen wie der Sommerflieder erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Faltern. Wichtig ist nur, dass die Blüten nicht gefüllt sind, damit die Insekten leichten Zugang zum Nektar haben.

Schmetterlinge - so geben Sie ihnen einen Lebensraum im Garten 1

Schmetterlinge auf dem Balkon


Ein Balkon ist zwar kein dauerhafter Lebensraum, aber ein wichtiger Rastplatz für vorbeifliegende Falter. Hier fliegen sie auf alles, was duftet. Für Geranien und andere Exoten, die wenig Nektar bieten, können sich Schmetterlinge nicht begeistern. Blühende Küchenkräuter hingegen sind eine wunderbare Nahrungsquelle.

 

Mehr um Wildtiere im Garten zu unterstützen, finden Sie hier

Denken Sie auch an die Raupen

Erwachsene Schmetterlinge lieben wir. Im Entwicklungsstadium der Raupe erregen sie eher unseren Unmut. Doch ohne Raupen gibt es keine Schmetterlinge. So müssen wir auch ihnen einen Lebensraum geben. Raupen leben gern auf heimischen Bäumen wir Kreuzdorn, Schlehe oder Weißdorn und ernähren sich von den Blättern heimischer Pflanzen.

Raupe

„Unordentliche“ Gärten sind ideal für Raupen. Lassen Sie einzelne Bereiche im Garten verwildern. Auf Brennnesseln, Disteln und anderen „Unkräutern“ fühlen sich die Raupen wohl. Lassen Sie Reisighaufen liegen. Hier können die Puppen überwintern. Schneiden Sie im Herbst nicht die Samen- und Fruchtstände von Stauden und Einjährigen ab. Dort können Schmetterlingsgehege den Winter überdauern.

Pflanzen für Schmetterlinge und ihre Raupen

Schöne Pflanzen für einen Schmetterlingsgarten finden Sie hier

Schmetterlingsstrauch


Sträucher


Bartblume (Caryopteris)
Sommerflieder (Buddleja)
Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)
Sal-Weide (Salix caprea)

Schmetterlingsgarten

Stauden und Kräuter


Blaukissen (Aubrietia)
Fetthenne (Sedum telephium)
Herbstaster (Aster novae-angliae)
Judastaler (Lunaria)
verschiedene Disteln
Phlox
Prachtscharte (Liatris)
Steinkraut (Alyssum)
Blut-Weiderich (Lythrum salicaria)
Gewöhnlicher Dost (Origanum vulgare)
Gewöhnlicher Wasserdost (Eupatorium cannabinum )
Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum)
Kriechender Günsel (Ajuga reptans)
Wiesen-Flockenblume (Centaurea)
Lavendel (Lavandula)
Thymian (Thymus)

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