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Sichtschutz mit Durchblick

Menschen sind von Natur aus neugierig. Diese Eigenschaft kann man sich bei der Gartengestaltung zunutze machen. Ein Sichtschutz mit Durchblick wie Gucklöchern in Mauern, Fenstern in Zäunen oder Durchgänge weckt die Neugier. So lässt sich selbst ein kleiner Garten spannend gestalten.

Gartenzäune, Hecken und Mauern müssen Multitalente sein. Sie frieden das Grundstück ein, schützen uns und schirmen uns ab. Zugleich sollen sie auch repräsentieren und schmücken – also einen guten Eindruck machen. Und sie sollen nicht zu dicht sein und uns einengen.

Ein Sichtschutz mit Durchblick macht einen Garten nicht nur spannender und gibt überraschende Einblicke, er eröffnet auch aufregende Ausblicke. Aussparungen in Hecken oder Mauern ermöglichen den Blick in die Nachbarschaft oder vielleicht sogar die Aussicht auf schöne Landschaft.

Man achtet stets darauf, dass Mauern und Hecken nie zu massiv werden. Sie sperren sonst nicht nur fremde Blicke aus, sondern hindern uns selbst daran, nach draußen zu schauen. Wenn irgend möglich bezieht man die Umgebung optisch mit in den Garten ein. Das gelingt durch größere oder kleinere Sichtachsen auf schöne Blickpunkte in der Nachbarschaft.

Sichtschutz mit Durchblick: Fenster in Mauern und Hecken

Auch niedrige Mauerkronen und Fenster in Mauern und Hecken machen die Umgebung zu einem Teil des Gartens, erlauben überraschende Blicke nach draußen. Gehölze ragen herein, der Blick vermag ins Weite zu schweifen. Nicht nur die Größe, auch die Form der Öffnung bestimmt die Wirkung.

Beliebt als Sichtschutz mit Durchblick sind Elemente mit laser-geschnittenen Mustern oder Bildern. Ob aus Corten-Stahl im Rost-Look oder farbig lackiert – solche Elemente sind stets attraktive Höhepunkte im Garten. Auf Wunsch lassen sich Muster oder Bilder ganz individuell gestalten.

Reizvolle Perspektiven schaffen Sie mit runden ‚Bullaugen‘, die dem Garten gleichzeitig etwas Verspieltes geben. Unregelmäßige Fenster in Mauerstücken wirken avantgardistisch. Sie können auch bunt verglast sein.

Bei unseren heutigen Gärten, oft dicht bedrängt von der Nachbarbebauung, wird die Möglichkeit der visuellen Einbeziehung einer schönen Umgebung allerdings immer seltener. Oft gilt es sogar eine unerfreuliche Nachbarschaft auszublenden. Auch hier schaffen Sichtschutzelemente, Mauern und Hecken Abhilfe. Sie strukturieren Gärten gewissermaßen im Inneren.

Die moderne Gartenarchitektur hat dazu klassische Stilelemente in ihren unterschiedlichen Richtungen übernommen und zeitgemäß weiterentwickelt. Schon immer waren in englischen Gärten Hecken und Mauern mit Durchgängen und Durchblicken wirkungsvolle Raumteiler. Sie bildeten neue Gartenräume, die eine große Vielfalt ermöglichen und den Menschen Abwechslung und damit gewissermaßen Weite vermitteln.

Gartenräume schaffen

Pfiffige Gärtner arbeiten hier mit einem Trick: Sie schaffen Durchblicke, die auf dahinter liegenden Gartenbereiche neugierig machen. Wie ein Fenster rahmt der Durchgang einen kleinen Ausschnitt des nächsten Gartenraums ein. Man blickt etwa auf ein markantes Wasserspiel oder eine besondere Pflanze. Gehölze mit üppiger Blüte, attraktivem Laub und Herbstfärbung sind wertvolle Solisten.

Materialien, die sonst anderweitig Verwendung finden, werden jetzt auch in solch außergewöhnliche Trennwände umgewandelt. So wird aufgestapeltes Holz zur Sommerzeit zum temporären Paravent. Sonnensegel, große Kübelpflanzen kommen hinzu und bringen Spannung und Abwechslung in den Garten.

Sichtschutz mit Durchblick: Die Pergola

Pergolen, die Wege überranken, schaffen beeindruckende Perspektiven. In großen Gärten wird die Tiefe des Raums durch eine Bank, einen Pavillon oder eine Steinskulptur betont und begrenzt. Die Einzelheiten erschließen sich dann erst beim Spaziergang durch den neuen Gartenteil. Solche Durchblicke und Durchgänge vermitteln immer Großzügigkeit. Kleine Gärten wirken geschickt unterteilt größer, da die Grenzen des Grundstücks nicht auf Anhieb auszumachen sind.

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