Staudenbeete

Gestalten mit Stauden

Stauden können Ihren Garten jahrelang verzaubern, ohne viel Arbeit zu machen. Sie werden mit den Jahren sogar üppiger und schöner, vorausgesetzt die Pflanzen fühlen sich an ihrem Standort wohl. Die Palette der Stauden ist sehr groß: sie blühen zu allen Jahreszeiten, können flächendeckende Polster bilden oder als hohe Prachtstauden, auch als Schnittblumen gefallen. Einige zieren schon während des Wachstums durch ihr Laub, durch die sich bildenden Blütenstände. Andere betören mit Düften und Farben. Ganz leicht finden Sie die richtige Zusammenstellung für Ihr Staudenbeet bei den schönen Kollektionen von Baldur-Garten.

Staudenbeet
Pflegeleichte Bodendecker

Stauden sind krautige, langlebige Gewächse, deren Triebe im Winter zurückfrieren. Sie haben fleischige Wurzelstöcke, aus denen sie in jedem Frühjahr neu treiben. In der Natur kommen sie an verschiedenen Standorten vor, zum Beispiel auf dunklen, feuchten Waldstücken, an halbschattigen Gehölzrändern, auf trockenen, sonnigen Steppen oder Geröll und am Teichrand.

Bevor Sie also ein Staudenbeet anlegen, sollten Sie herausfinden, was Sie den Pflanzen zu bieten haben: viel Schatten und feuchte Erde oder volle Sonne mit sandigem, nährstoffarmen, trockenen Boden, benachbarte Gehölze mit starken Wurzeln…?

Stauden

Sie müssen sich auch intensiv mit den Ansprüchen der Stauden an Boden, Licht und Wasser vertraut machen. Trockenheitsverträgliche Sonnenkinder und durstige Schattenbewohner können nicht auf dem selben Beet existieren. Außerdem lohnt es sich vorher herauszufinden, wann die verblühten Stauden sich zurückbilden, welche besonders früh einziehen und dann möglicherweise häßliche Lücken hinterlassen.

Ungekrönte Könige in der Gestaltung mit Stauden sind die englischen Gartendesigner. Das englische Rabattengesetz schreibt vor, dass Staudenbeete – egal wie lang sie sind – mindestens zwei Meter tief sein müssen. Nur dann ist Platz genug, um die Stauden in Höhenabstufungen zu pflanzen. Gerade diese Höhenstaffelungen sind es, die den englischen Beeten ihr fantastisches Aussehen geben.

Stauden

Natürlich kommen die höchsten Blumen nach hinten, also Eisenhut, Silberkerze, Federmohn, Ligularia, Lupine und hohe Gräser. Die halbhohen Stauden für die Mitte sind Schleierkraut, Bergaster, Astilben, Gartenchrysanthemen, Phlox, Mädchenauge, Tränendes Herz u.a. Wichtig für die niedrigen Stauden an der Vorderfront: ihre Blätter müssen bis zum Boden reichen, damit sie möglichst die Stiele abdecken. Besonders geeignet sind alle Polsterstauden, auch Alchemilla, Storchschnabel- Sorten, Ziest und Santolina.

Leichte Wellenbewegung, mal etwas höhere, mal etwas niedrigere Bereiche, bringen Schwung ins Staudenbeet. Die Stauden sehen am besten in Gruppen aus. Verblüht bei einer länglich gepflanzten Gruppe eine Reihe, wird die Lücke von den vorderen oder hinteren Nachbarn geschlossen. Vor Stauden, von denen man weiß, daß sie sich recht unansehnlich zurückbilden -wie dem Tränenden Herz- werden von vornherein später blühende Pflanzen gesetzt, die sie dann verdecken.

Die Staudengruppen sollten sich auch in den Beeten wiederholen, das schafft ein harmonisches Bild. Wie groß eine Gruppe sein soll, hängt von der Pflanzenhöhe ab. Bei den großen Prachtstauden wie Rittersporn reichen drei bis vier Stauden pro Gruppe. Je kleiner die Pflanzen sind, desto mehr bilden eine Gruppe. Bei Bodendeckern können es durchaus zwanzig Pflanzen sein.

Achten Sie auch darauf, dass es vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst immer irgendwo auf Ihrem Beet blüht. Schließlich ist auch der schöne Rahmen, der Hintergrund wichtig. Die beste Fernwirkung entfalten Stauden vor Bäumen, Sträuchern, Hecken und Mauern.

Um den Stauden ihr zukünftiges Beet zu bereiten, wird der Boden mindestens spatentief gelockert. Alle etwaigen Unkräuter, besonders die Wurzelunkräuter wie Giersch müssen sorgfältig entfernt werden. Unkraut behindert die Entwicklung der Staudenpflanzung und läßt sich später nur schlecht beseitigen.

Stauden

Wenn das Beet in der prallen Sonne liegt, der Boden sandig, nährstoffarm ist und eventuell noch etwas Bauschutt enthält, sind die Stauden der Steppe am rechten Platz: Hornkraut, Königskerze, Lichtnelke, Bartiris, Perlkörbchen, Schafgarbe, Zierdost… erweisen sich als wahre Hungerkünstler. Ein wenig Kompost und organischen Dünger als Starthilfe, gelegentlich bei großer Trockenheit etwas Wasser, mehr brauchen diese Pflanzen nicht.

Ebenso bescheiden sind die Steingartenstauden. In ihrer ursprünglichen Heimat, alpinen Gebirgsgegenden werden sie nicht von der Natur verwöhnt. Im Steingartenbeet, in Trockenmauern bilden Blaukissen, Adonisröschen, Steinkraut, Teppichphlox vor allem im Frühling prachtvolle Polster. Sie zwängen ihre Wurzeln in die schmalsten Ritzen und überdauern auch Trockenheit.

Den Übergang zwischen den Gehölzen und dem angrenzenden Rasen verwandeln die Stauden für den Gehölzrand in einen farbenreichen Blütensaum. Königsfarn, Funkien, Waldmeister, Geranium ‚Spessart‘, Gemswurz , Alchemilla, Primeln… wachsen in einem feuchten, humosen Boden und sind gut an die wechselhaften Verhältnisse am Gehölzrand angepasst.

So wandern die Steinsame (Lithospermum purpureo-caeruleum) und verschiedene Storchschnabelarten mit ihren Ausläufern dem Licht zu, wenn der Schatten der wachsenden Gehölze größer wird. Diese Pflanzen können auch den Wurzeldruck der benachbarten Gehölze aushalten, an dem empfindliche Stauden wie Pfingstrosen stets zugrunde gehen.

Wenn der Garten älter wird, wachsen die Schattenbereiche unter Bäumen und Sträuchern. Das sind die Plätze für die Waldstauden, die es gewohnt sind, mit wenig Licht zu leben. Buschwindröschen, Eisenhut, Elfenblume, Farne, Funkien, Immergrün, Salomonsiegel, Schaumblüte, Waldgeißbart, Waldglockenblumen… lieben einen humosen Boden und hohe Luftfeuchtigkeit. Um Nährstoffe und Wasser konkurrieren sie stets mit den Büschen und Bäumen. Sie sind daher für Extragaben an Wasser, Kompost und organischem Dünger dankbar.

Anders als die zuvor genannten Pflanzen haben die großblütigen, farbintensiven Prachtstauden einige Pflege nötig. Feinstrahlastern, Gartenchrysanthemen, Lupinen, Indianernessel, Pfingstrosen, Rittersporn, Sonnenauge, Sonnenhut, Phlox, Taglilien, Türkischer Mohn usw. können sich nicht ohne Hilfe im dichten Nebeneinander der Pflanzengemeinschaft behaupten und müssen als Individuen gehegt und gehätschelt werden.

Prachtstauden

Die Prachtstauden bevorzugen einen Platz möglichst in voller Sonne, einen offenen, unkrautfreien Boden, der regelmäßig gedüngt wird. Sie sollten nicht zu eng stehen. Verblühte Blüten müssen entfernt werden.

Sehen die Staudenrabatten nach englischer Art schon an sich schon prachtvoll aus, so haben die Gärtner von der grünen Insel noch eine Steigerung entwickelt: die sogenannten „mixed borders“. Das sind Rabatten mit Stauden, Zwiebel- und Knollengewächsen, Sommerblumen, Rosen, Gräsern und Sträuchern. Sie werden so kombiniert, dass ihre Farben und Formen perfekt zusammenpassen.

Mixed-border

Die Kunst besteht darin, ganzjährig interessante Strukturen oder traumhafte Farben zu zeigen, die Übergänge ohne Lücke fließend zu gestalten und die Farben harmonisch
aufeinander abzustimmen. Für einen „mixed border“ benötigen Sie einen genauen Plan, der Farben, Blühzeiten und Höhen der Pflanzen enthält. Beste Zeit, ein solches Beet anzulegen, ist der Herbst, da Sie dann auch die Blumenzwiebeln setzen können.

 

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