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Gartenarbeit im Herbst: Was Sie jetzt für die Tierwelt tun können

Gerade der Herbst ist eine wichtige Zeit, wo wir mit unseren Gartenarbeiten die heimische Tierwelt unterstützen können. Für Nahrung sorgen allein reicht nicht, wir müssen auch Möglichkeiten für Unterschlupf für Tiere im Garten bieten.

Gerade der Herbst ist eine wichtige Zeit, wo wir mit unseren Gartenarbeiten die heimische Tierwelt unterstützen können. Für Nahrung sorgen allein reicht nicht, wir müssen auch Möglichkeiten für Unterschlupf für Tiere im Garten bieten.

2021 war ein schweres Jahr für einige Tierarten. Beispielsweise die Bienen haben sehr gelitten. Erst der nasskalte Frühling, wo sie nicht genug Nahrung sammeln konnten. Dann der verregnete Sommer, wo sie auch kaum ausschwärmen konnten. Bei Regen können Bienen nicht fliegen, schließlich wiegt ein Regentropfen fast halb soviel wie eine Biene.

Auch viele Vögel haben darunter gelitten, dass zu wenig Insekten unterwegs waren. Besonders die Vogelarten, die ihre Jungen mit Insekten füttern, wie Meisen und die meisten Finken, hat das sehr getroffen.

Meisen leiden sehr, wenn es zuwenig Insekten gibt

Was Sie im Herbst für Tiere im Garten tun können: Nicht zu viel aufräumen!

Haben Sie Mut für ein bisschen Unordnung und lassen Sie in einer Gartenecke einen Laub- und Reisighaufen für Igel, Ohrwurm, Spitzmaus und Marienkäfer liegen. Das viele Herbstlaub ist für manche Gärtnerinnen und Gärtner ein Alptraum. Für Igel, Insekten und andere Tiere sind Laubhaufen wunderbare Orte, um den Winter zu verbringen. Laub isoliert und bietet daher einen gemütlichen Unterschlupf für Tiere im Garten . Zudem finden Igel unter den Blättern auch alles, was ihr Herz – und vor allem ihr Magen – begehrt: Käfer, Würmer, Schnecken.

Schneiden Sie jetzt nicht alle verblühten Stauden zurück. Die Samenstände etwa von Purpursonnenhut, Fetthenne sind auch im Winter attraktiv. Zudem werden zum Beispiel Astern durch den frühen Rückschnitt empfindlicher gegen Frost. Auch vielen Insekten tun Sie einen Gefallen, wenn Sie mit dem Schnitt bis zum nächsten Frühjahr warten, denn die nutzen die hohlen Stängel als Winterquartier.

Viele Vögel bleiben auch im Winter hier. Doch in der kalten Jahreszeit finden sie nur wenig Nahrung. Deshalb freuen sich Vögel im Winter über die Samen von Sonnenblume, Wilder Karde und anderer Pflanzen. Wer in seinen Garten Tiere locken und beobachten möchte, sollte beerentragende Sträucher wie Schlehe, Holunder, Weißdorn und Hundsrose pflanzen, die ihre Früchte oft bis tief in den Winter hinein behalten,. Solche Sträucher sind für viele Tiere eine wichtige Nahrungsquelle.

Hecke mit heimischen Sträuchern als Unterschlupf für Tiere im Garten

Hecken als Unterschlupf für Tiere im Garten


In Hecken mit Wildsträuchern finden Vögel, kleine Säugetiere und zahlreiche nützliche Insekten Unterschlupf und Nistplätze. Im Herbst sorgen die bunten Beeren der heimischen Sträucher für einen reich gedeckten Tisch für Vögel, auch viele Säugetiere bedienen sich gern an den leckeren Früchten. Auf keinen Fall dürfen die Sträucher im Herbst zurückgeschnitten werden. Besitzer von Obstbäumen tun gut daran, einige Früchte am Baum hängen zu lassen. Im Laufe des Winters freuen sich unsere Gartenvögel über diese Leckerbissen.

Eine Totholzhecke bauen ist ganz einfach

Totholzhecken anlegen

Im Herbst fällt immer viele Schnittgut an. Das muss man nicht entsorgen, das kann man auch sinnvoll für eine Totholzhecke verwenden. Eine Totholzhecke, auch Benjeshecke genannt, bietet vielen Tieren einen idealen Lebensraum. So eine Hecke ist leicht zu bauen. Man rammt einige Pflöcke in den Boden und schichtet dazwischen ein Menge Astschnitt locker auf. In dem Geäst fühlen sich Vögel und Kleinsäuger wohl und finden reichlich Nahrung. Nach unten kommen die größeren Äste, damit Igel genügend Platz finden.

Unterschlupf für Tiere im Garten anbieten


Wenn die Nächte kalt und das Nahrungsangebot knapp werden, begeben sich viele Insekten, Amphibien, Igel und andere Kleinsäuger auf die Suche nach einem Unterschlupf zur Überwinterung. Ein naturnaher Garten mit abwechslungsreicher Bepflanzung bietet vielfältig Unterschlupf für Tiere im Garten.


Wildbienen und andere Insekten finden in einem Garten mit vielen Naturelementen wie Hecken, Wiesen und Steinmauern wunderbare Winterquartiere im Garten. Lassen Sie verblühte Stauden stehen und Äste liegen. Wildbienen verbringen den Winter meist in Baumhöhlen, altem Gehölz oder hohlen Stängeln verschiedener Pflanzen und bauen dort die Brutzellen für die Eiablage. Marienkäfer überwintern in Hohlräumen wie Mauerritzen oder Dachsparren. Auch Laubhaufen dienen als Unterschlupf für Tiere im Garten. Mit einem Insektenhotel können Sie Wildbienen, aber auch anderen Nützlingen wie Florfliegen und Ohrwürmern ein Quartier für den Winter bieten.

Wie überwintern Schmetterlinge?


Schmetterlinge haben im Winter ganz verschiedene Methoden, um den Winter zu überleben… Manche wie der Distelfalter machen sich auf den Weg Richtung Süden, andere überwintern als Ei oder Larve und andere als erwachsene Schmetterling.


Das Pfauenauge, das als erwachsener Schmetterling überwintert, braucht ein warmes Plätzchen wie einen Reisig- oder Laubhaufen, aber auch Gartenhäuschen werden gerne als Rückzugsort gewählt. Hier sollten Sie ein Fenster einen Spalt weit offen lassen. Der Zitronenfalter braucht dagegen keine besondere Hilfe – durch seinen natürlichen Frostschutz übersteht der zierliche Schmetterling sogar Temperaturen von bis zu -20 °C.


Ein Haufen aus Laub, Reisig und Holz ist für viele Tierarten ein ideales Unterschlupf für Tiere im Garten. Besonders Igel nutzen gern solche Laubhaufen für ihren Winterschlaf. Bei der Gartenarbeit im Herbst sollten Sie unbedingt auf bereits bestehende Igel-Unterschlupfe achten und diese nicht zerstören oder umsetzen. Neben diesen natürlichen Unterschlupfmöglichkeiten können Sie auch ein Igel-Häuschen aufstellen.

Steinhaufen als Unterschlupf für Tiere im Garten

Trockenmauern und Steinhaufen sind das ganze Jahr über ein angenehmer Lebensraum für viele Insekten und Amphibien. Zwischen den Steinen finden nützliche Insekten wie Wildbienen Unterschlupf, auch Zaun-Eidechsen, kleine Vögel oder Kröten suchen Schutz in den Mauernischen.

Selbst in den Städten werden immer häufiger Fledermäuse gesehen. Sie leben auf Dachböden, in hohlen Bäumen oder Holzstapel mit kleinen Spalten und Nischen. Im Garten kann man sie mit einem speziellen Fledermauskasten unterstützen. Auch für Vögel ist es hilfreich, die Nistkästen bereits im Herbst aufzuhängen. Dann können die Tiere ihn schon als Überwinterungsquartier nutzen. Nicht nur Vögel verbringen den Winter gern in Nistkästen, auch Eichhörnchen, Fledermäuse, Haselmäuse und Insekten fühlen sich darin wohl.

 

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