Vögel füttern aber richtig

Vögel füttern aber richtig

Vögel im Garten oder auf dem Balkon füttern ist ein wunderbares Naturerlebnis – besonders für Kinder. Auch für Erwachsene ist es schön, das lebendige Treiben bei der Vögelfütterung zu beobachten. Damit das Vögel füttern ein voller Erfolg wird, reicht es aber nicht aus, einfach ein bisschen Vogelfutter oder einen Meisenknödel in den Baum zu hängen. Hier 6 Tipps, wie Sie Vögel füttern aber richtig.

Meise

Vogelhäuschen oder Futterspender?

Die klassischen Vogelhäuschen erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Häuschen gibt es in vielen Designs, sie sind ein hübscher Blickfang im herbstlichen und winterlichen Garten oder auf dem Balkon. Aber sie haben einen großen Nachteil: Hierin laufen die Vögel im Futter herum, ihr Kot kann ins Futter gelangen und so können sich Krankheiten schnell ausbreiten. Wer trotzdem so ein Vogelhäuschen benutzen will, muss es regelmäßig gründlich reinigen.

Vogelhäuschen

Viel hygienischer sind Futterspender (Futtersilos). Sie reduzieren die Gefahr der Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern. Wenn die Futterspender so verarbeitet sind, dass das Futter auch bei Regen und Schnee nicht nass wird, verdirbt es darin auch nicht.

Diese Futterspender sehen allerdings nicht so nett aus wie die traditionellen Vogelhäuschen. Inzwischen gibt es allerdings moderne Vogelhäuschen, die Vorteile von Futterspendern und klassischen Vogelhäuschen kombinieren. Sie sehen hübsch aus und sind so konstruiert, dass die Vögel ihr Futter nicht verschmutzen können.

 

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Der richtige Ort

Ein Platz weit weg vom Haus ist gut, so haben die Vögel immer ihre Ruhe beim Fressen. Dann braucht man allerdings ein Fernglas um sie zu beobachten. Die Stelle sollte übersichtlich sein, so dass sich keine Katzen anschleichen können. Büsche oder Bäume in der Nähe sind aber auch ganz nützlich, damit sich die kleinen Vögel schnell vor Raubvögeln verstecken können.

Ganz nah am Fenster ist auch ein guter Platz für eine Futterstelle. So kann man die Tiere ganz aus der Nähe betrachten. Das hat noch einen weiteren Vorteil: Ein großes Risiko für die Vögel ist gegen Fensterscheiben zu fliegen. Dabei sterben viele Tiere. Ist die Futterstelle direkt am Fenster, sind die Vögel beim Anflug schon so langsam, dass nicht mehr viel passieren kann.

Das richtige Futter

Der NABU rät zu hochwertigem Vogelfutter. Billiges Vogelfutter enthält meist viele Weizenkörner, die die Vögel nur fressen, wenn es gar nichts anderes mehr gibt. Die Weizenkörner bleiben ungenutzt an der Futterstelle und machen jede Menge Dreck.

Sonnenblumenkerne fressen fast alle heimischen Vogelarten. Futtermischungen enthalten darüber hinaus andere Samen, die von unterschiedlichen Arten verspeist werden. Körner fressen z.B. Meisen, Finken und Sperlinge. Weichfutter wird von Rotkehlchen, Heckenbraunellen, Amseln, Wacholderdrosseln oder Zaunkönigen genommen.

Meisen lieben ihre Knödel. Aber Vorsicht bei Meisenknödeln in Plastiknetzen. Nicht nur wegen des Plastikmülls – kleine Vögel können sich in den Netzen verheddern und sterben.

Regelmäßig füttern


Wer viel Leben an seiner Futterstelle haben möchte, sollte regelmäßig füttern, damit sich die Tiere merken, wo es Futter gibt. Nur einmal füttern bringt gar nichts. Auch bei unregelmäßiger Fütterung suchen sich die Piepmätze jemanden, der sie besser versorgt.

 

 

Wann füttern?

Im tiefsten Winter bei Schnee und Eis ist die Vögelfütterung besonders hilfreich. Der NABU hält eine Fütterung zwischen November und Februar für sinnvoll. Ob man im Sommer Vögel füttern sollte, wird kontrovers diskutiert. Inzwischen sprechen sich auch immer mehr Experten dafür aus, Vögel das ganz Jahr über zu füttern. Viele nützliche Tipps zum Vögel füttern finden Sie in dem tollen Buch „Vögel füttern – aber richtig“ von Peter Berthold und Gabriele Mohr.

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