Wie Sie Ihren Garten bienenfreundlich gestalten

Bienen gehören zu den ältesten und wichtigsten Nutztieren der Menschheit. Sie haben eine lebenswichtige Funktion für die Landwirtschaft: Der größte Teil der Erträge im Pflanzenanbau und in der Obstwirtschaft hängt von der Bestäubung durch Bienen ab. Nun sind die Bienen bedroht. Sie finden immer weniger Nahrung, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln macht ihnen zu schaffen…

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Wer oder was für das Bienensterben verantwortlich ist, darüber streiten die Fachleute. Unstrittig ist, dass etwas für den Schutz der Bienen und auch anderer bedrohter Arten getan werden muss.

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Den Garten bienenfreundlich gestalten

Bessere Lebensbedingungen für Bienen & Co. zu schaffen ist nicht allein Aufgabe der Landwirtschaft. Jeder, der einen Garten oder Balkon hat, kann aktiv mit zum Erhalt der Bienen beitragen. Insbesondere dadurch, dass er bienenfreundliche Pflanzen wählt. Man muss auch keinen großen Garten besitzen, um Bienen und Co. zu helfen. Schon ein bienenfreundlich bepflanzter Balkon oder eine Terrasse voller Bienenweiden unterstützt die wichtigen Tiere bei ihrer Nahrungssuche.

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Heutzutage bieten Städte oft bessere Bedingungen für Bienen als der ländliche Raum. Daher ist Imkern in der Stadt zu einem großen Trend geworden. Immer mehr Bienenstöcke werden auf Dächern und Balkonen der Großstädte gehalten. Auch in Privatgärten finden immer mehr Bienen ein Zuhause.

Bienenhaus
Werbung – Ein schönes Insektenhaus

Die Haltung von Honigbienen ist allerdings sehr zeitintensiv und man braucht dazu viele Fachkenntnisse. Das Halten von Wildbienen in sogenannten Bienenhotels ist dagegen viel weniger aufwendig. Natürlich nutzen auch andere Insekten, beispielsweise Grabwespen, diese „Hotels“, um ihren Nachwuchs aufzuziehen.

Bienenfreundlich

Neuerdings gibt es auch „Bienensteine“: Das sind Lehmsteine, in die kleine röhrenförmigen Gänge eingearbeitet sind. Dort können die Insekten ihre Eier ablegen. Diese Bienensteine lassen sich beim Bau von Häusern oder Gartenmauern wie normale Ziegelsteine verwenden. So entstehen langlebige Unterkünfte für Bienen und andere Insekten.

„Wilde“ und vielfältige Gärten sind ideal für Bienen

Wer einen Garten besitzt, kann mit einer abwechslungsreichen Bepflanzung zum Schutz vieler Tierarten beitragen.
Man kann seinen Garten so gestalten, dass Bienen und andere Insekten Lebensraum und Nahrung finden. Optimale Bedingungen bieten naturnah angelegte und gepflegte Gärten. Der Garten darf nicht zu aufgeräumt sein.

Wildblumenwiese
Wildblumenwiese

Eine Wildblumenwiese bietet bessere Bedingungen als ein kurz gemähter Rasen. Farbenfrohe Wiesen kann man einfach anlegen mit Wildblumenmischungen. Die einzelne Arten haben unterschiedliche Farben und Blütezeiten und sind so den ganzen Sommer hindurch attraktiv für Menschen und Insekten.

Falls Sie Pflanzenschutzmittel einsetzen, achten Sie darauf, dass diese für Bienen nicht schädlich sind.

Wichtig ist, dass möglichst das ganze Jahr über Blumen oder Sträucher blühen. Früh im Jahr bieten Zwiebelblumen wie Schneeglöckchen und Krokusse schon wichtige Nahrung. Im Frühsommer sind es blühende Apfel-, Birnen- und Kirschbäume sowie Beerensträucher, die mit ihrem Nektar locken.

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Im Sommer sind viele Sommerblumen und Stauden gute Bienenweiden. Insekten schätzen besonders Kräuter wie Lavendel, Thymian, Rosmarin und Salbei. Im Spätsommer sind Dahlien, Astern, Fette Henne, Herbstanemonen und Besenheiden die geeigneten Nahrungspflanzen für Bienen.

Achten Sie bei der Auswahl der Pflanzen darauf, dass die Blüten nicht gefüllt sind. Bei gefüllten Blüten wachsen die Blütenblätter zu dicht, und so bleibt den Bienen der Zugang zum Nektar im Innern verwehrt.

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