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Hortensien-Arten: Ungewöhnliche und eindrucksvolle Sorten

Weit verbreitet ist die Bauern-Hortensie, aber die große Familie der Hortensien hat noch viel mehr zu bieten: Tellerhortensien, Schneeballhortensien, Samthortensien, Rispenhortensien, Eichenblatt-Hortensien und Kletter-Hortensien – um nur einige der wichtigsten Hortensien-Arten zu nennen.

Hortensien gehören zu den beliebtesten Sträuchern in unseren Gärten. Weit verbreitet ist die Bauern-Hortensie, aber die große Familie der Hortensien hat noch viel mehr zu bieten: Tellerhortensien, Schneeballhortensien, Samthortensien, Rispenhortensien, Eichenblatt-Hortensien und Kletter-Hortensien – um nur einige der wichtigsten Hortensien-Arten zu nennen.

Heute werden immer neue Sorten gezüchtet. Öfterblühende Sorten blühen dann ganzen Sommer über. Viele neue Sorten zeichnen sich durch gute Frosthärte aus und begeistern mit eindrucksvollen Blütenfarben oder interessanten zweifarbigen Blüten. Hortensien faszinieren uns mit ihren wunderschönen Blütenständen. Sie sind nicht zuletzt so beliebt, weil sie zwischen Mitte Juni und Anfang Oktober blühen, also zu einer Zeit, wenn die Blütenpracht der meisten anderen Sträucher schon vorbei ist. Sehr interessante Hortensien Sorten finden Sie hier

Auch die Vielseitigkeit der Hortensien-Arten beeindruckt: Sie bereichern halbschattige, sogar schattige Gartenplätze, wo sonst wenig Farbe anzutreffen ist. Hortensien blühen lange und ergeben wunderschöne Sträuße. Alles enorme Pluspunkte. Dagegen fällt der enorme Wasserbedarf und die Empfindlichkeit mancher Hortensien-Arten und Sorten gegenüber Spätfrösten kaum ins Gewicht.

Hortensien – so unkompliziert sie einerseits sind – haben andererseits besonders hohe Ansprüche an die Erde, in der sie stehen. Hortensien-Arten benötigen einen lehmig-humosen Boden, der gut Feuchtigkeit hält aber nicht zur Vernässung neigt. Besonders in den wichtigsten Wachstumsmonaten Mai und Juni müssen Hortensien ausreichend mit Nährstoffen versorgt sein. Es empfiehlt sich, speziellen Hortensien-Dünger zu verwenden.

Die Bauernhortensie mit ihren großen Blüten zählt zu den beliebtesten Gartensträuchern. Daneben gibt es eine große Vielfalt weiterer attraktiver Hortensien-Arten und Sorten.

Bauernhortensie  (Hydrangea macrophylla)

Sie ist die Königin der Hortensien-Arten. Das liegt nicht zuletzt an den unzähligen Variationen auffallender Blüten, die sie in Kugel- oder Teller-Form präsentiert. Es gibt zahlreiche Sorten mit den verschiedensten Blütenfarben. Die Blüten erscheinen von Juni bis September. Die Bauernhortensie wird 1 bis 3 Meter hoch und wächst dichtbuschig. Sie ist absolut winterhart, braucht eine windgeschützte Lage und einen nahrhaften, frischen, humosen Boden. Schneiden sollte man sie nur bei Bedarf  (Oktober bis Februar), da sie am mehrjährigen Holz blüht. Die Bauernhortensie kann einzeln oder in Gruppen gepflanzt werden, sie macht sich auch in Kübeln gut.

Bauernhortensien trumpfen mit phantastischen Blütenbällen auf. Genau genommen mogeln sie dabei gewaltig. Ihre eigentlichen fertilen Blüten sind klein und unscheinbar. Außen herum sehen wir große, auffällige, aber sterile Scheinblüten, hervorgegangen aus der Vergrößerung der Kelchblätter. Sie sind der Schauapparat zum Anlocken der Insekten.

Schneeballhortensie


Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens)

Wem die Gartenhortensien vielleicht zu bunt sind, der möge sich die Schneeballhortensie (oder Strauchhortensie) anschauen. Mit ihren großen weiß-grünen Blütenbällen wirkt sie sehr elegant. Die kugeligen Doldenrispen erscheinen in großer Zahl und können einen Durchmesser von 15-25 cm erreichen. Zwischen Juni und September blüht die Schneeballhortensie immer wieder. Sie wächst als dichtbuschiger Strauch und wird 100 bis 150 cm hoch und breit.
Die Schneeballhortensie muss nicht geschnitten werden. Sollte sie zu groß werden, kann man sie im Frühjahr schneiden. Das beeinträchtigt ihre Blütenpracht nicht, denn sie blüht am einjährigen Holz. Sie braucht eine sonnigen bis halbschattigen Standort in windgeschützter Lage. Der Boden sollte gleichbleibend gut feucht und sauer bis neutral sein.

Rispenhortensie

Rispen-Hortensie (Hydrangea paniculata )

Die Rispenhortensie  blüht  im Spätsommer, meist August, wenn die meisten anderen Blütensträucher  schon verblüht sind. Ihre Blüten schließen sich zusammen zu 30 cm langen Blütenrispen mit kegelartiger Form. Die wohlriechenden Blüten sind frischgrün bis cremeweiß, im Verblühen verfärben sie sich rosa. Sie eignen sich auch für Gestecke als Trockenblumen.

Die Rispenhortensie muss im Frühjahr  richtig beschnitten werden.  Um einen buschigen Wuchs zu erzielen, werden die Triebe nach den letzten starken Frösten bis auf etwa 50 cm eingekürzt. Dadurch werden weniger, aber kräftigere Triebe gebildet. Der ideale Standort ist halbschattig und etwas windgeschützt. Bei zu viel Schatten werden nur wenige Blüten gebildet, volle Sonne wird nur bei feuchtem Boden vertragen.

Eichenblatt-Hortensie

Eichenblatt-Hortensie (Hydrangea quercifolia)

Diese ungewöhnliche Hortensie gefällt nicht nur durch ihre Blüte, sondern auch durch ihre einzigartige Blattform. Das an Eichenblätter erinnernde Laub verfärbt sich im Herbst  orangerot bis dunkelrot und haftet sehr lang im Winter. Die Blüten erscheinen von Juli bis August. Sie ähneln denen der Rispenhortensien  mit weißen, lockeren Rispen, die sich im Verblühen leicht rosé färben.

Die Eichenblatt-Hortensie wird etwa 2 Meter hoch und breit. Der  Standort sollte sonnig bis halbschattig und geschützt sein auf humosem, frischen, sauer bis neutralen Boden. Als junge Pflanze benötigt die Eichenblatt-Hortensie etwas Winterschutz.

Tellerhortensie


Tellerhortensie (Hydrangea serrata)

Die Tellerhortensie ist ein herrlicher Blütenstrauch, der sich sehr schön in Kübeln macht, aber auch gut im Garten gedeiht. Sie hat flache, tellerförmige Köpfe mit schönen Blüten von Juni bis September.  Die Tellerhortensie braucht einen sonnigen bis halbschattigen Platz und gut durchlässigen, humusreichen Boden, der nicht zu kalkhaltig sein sollte. Sie wird etwa 1-2 Meter hoch. Um ihre Blütenpracht zu erhalten, sollten im Frühjahr die vertrockneten Blütendolden des letzten Jahres abgeschnitten werden. Aber Vorsicht: nicht zu viel schneiden, denn die Hortensie blüht am alten Holz. Aus ihren getrockneten Blütendolden lassen sich schöne Arrangements machen.

Fellhortensie

Fellhortensie (Hydrangea aspera)

Eine Aufsehen erregende Hortensie an halbschattigen Standorten. Die Fellhortensie  trägt von Juli bis August schöne fruchtbare zartlila Blüten, die von hellen, sterilen Randblüten umgeben werden. Gegen Ende der Blütezeit werden die Schirmrispen immer blauer. Die auffallend großen, dunkelgrünen Blätter  sind rau behaart.
Diese Hortensie wächst locker,  breit und erreicht eine Höhe von 2 bis 3 m. Sie ist ein wunderschöner Zierstrauch, der  in Kombination mit Rhododendren sehr gut zur Geltung kommt. 
Der Standort der Fellhortensie sollte halbschattig und etwas geschützt sein. Auf frischem, humosen Boden mit saurem bis neutralem pH-Wert fühlt sie sich wohl. 

Kletterhortensie. Hortensien sind sehr durstig. Gut, das der Wasserhahn direkt daneben ist

Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris)

Die Kletterhortensie ist eine pflegeleichte Kletterpflanze. Ihre großen, weißen Blüten (Durchmesser 25 cm) von Juni bis August sind eine Pracht. Bemerkenswert ist auch, dass die Kletterhortensie sowohl in voller Sonne als auch im Schatten gedeiht. Sie ist gut geeignet, die Nordseiten von Gebäuden zu begrünen oder an den Stämmen größerer Bäume zu wachsen. 
Die Kletterhortensie braucht hohe Luftfeuchtigkeit und einen sauren, humosen Boden. Sie wird bis 7 Meter hoch und ist winterhart. Bedarfsschnitt ist von Februar bis März möglich.

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