Ruine im Garten

Romantisch: Ruinen im Garten

Ruinen im Garten finden wieder viele Liebhaber. Die fantasievollen Bauwerke sind mehr als nur dekorative Blickfänge, sie bringen Atmosphäre in den Garten und können ihn zu einem magischen Ort machen. Ob die Reste eines griechischen Tempels, einer mittelalterliche Burg, eines mediterranen Schloss… – die fantastischen Bauwerke versetzen uns in eine andere Welt, eine Welt aus Mythen und Märchen.

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Ruinen im Garten waren bereits in der Renaissance als Muschelgrotten sehr beliebt und gehörten vor allem im 18. und 19. Jahrhundert in englisch inspirierten Landschaftsparks zum festen Repertoire. Ruinen besitzen auch heute noch den Hauch von Mystik, sind dem Traum von Schwerelosigkeit verbunden und dennoch in düsteren Traditionen verwurzelt, eine Mischung aus Licht und Schatten, Alt und Neu, Vergangenheit und Zukunft.

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In der englischen Gartenkunst finden sich seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert nachgebaute Ruinen in Parkanlagen, Schlossgärten und Landschaftsgärten. Die sogenannten „follies“ (wörtlich „Narretei“) wurden gebaut als Hommage an Ideale und Orte, die zu dieser Zeit exotisch waren. So entstanden Gebäude im Stil von römischen Tempeln, japanischen Pagoden oder sogar von farbenfrohen türkischen Pavillons.

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Auf dem Kontinent findet man solche „follies“ etwa im Wörlitzer Gartenreich (Sachsen-Anhalt), als Moschee im Schwetzinger Schlossgarten (Baden-Württemberg) und als Weiler der Königin im Schlosspark von Versailles. Bekannte Gartenruinen sind z.B. das Schloss auf der Pfaueninsel in Potsdam, die Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel und die römische Ruine im Schlosspark Schönbrunn in Wien.

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Garten-Ruinen heute

Unfertige Mauern, kleine Ruinen sind ein fester Bestandteil romantischer Gärten. Der von ihnen ausgehende Hauch von Vergänglichkeit ergibt ein ästhetisches Vergnügen und zugleich ein Gefühl für die Vergänglichkeit allen Seins. Die treibende Kraft der Romantik ist seit jeher eine ins Unendliche gerichtete Sehnsucht nach Heilung der Welt, nach der Zusammenführung von Gegensätzen zu einem harmonischen Ganzen.

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Die Gartenruinen waren stets eindrucksvolle Blickfänge, hatten aber keinen besonderen Zweck. In modernen Gärten ist meist nicht genug Platz, um Bauwerke zu errichten, die keinerlei Funktion erfüllen. Die Ruinen im Garten können jedoch auch sinnvolle genutzt werden: als Geräteschuppen, Versteck für Mülltonnen, Hühnerstall… Gerne werden Ruinen als Sichtschutz errichtet. Am Sitzplatz halten sie Wind und neugierige Blicke ab.

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Wer seinen Sitzplatz auch abends nutzen möchte, weiß so eine Steinmauer zu schätzen. Die Mauer hat tagsüber die Wärme der Sonne gespeichert und gibt sie abends wieder ab.
Auch viele Pflanzen schätzen einen solchen geschützten Platz. Sehr romantisch ist es, wenn sich Polsterstauden in den Fugen ausbreiten können oder Kletterrosen, Wilder Wein oder Efeu die Mauern bewachsen.

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Ruinen im Garten: Eine nachhaltige Garten-Idee

Ruinen im Garten sind eine nachhaltige Idee, hier können sehr schön gebrauchte Baumaterialien verwendet werden. Sie können auch anziehend für viele Tiere sein. Wenn sie genügend Lücken und Spalten bieten, können sie genau wie Steinhaufen oder Trockenmauern Insekten einen Lebensraum geben. Vögel finden hier Nistplätze, in größeren Hohlräumen finden sich Erdkröten und Eidechsen ein. 

moderne Ruinenmauer

Eine Ruine im Garten lässt sich in vielen verschiedenen Stilen errichten: griechischer Tempel, verfallene Kapelle, mittelalterliche Burg, mediterraner Palazzo… Oft stehen ferne Länder oder längst vergangene Epochen Pate stehen für die faszinierenden Bauwerke. Aber auch im modernen „Industrial Style“ lassen sich Ruinen-Mauern errichten.

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