Rotkehlchen Mythologie

Das Rotkehlchen – der Glückbringer

Das Rotkehlchen – der Glückbringer 1

Rotkehlchen faszinieren nicht nur Vogelfreunde. Um die Tiere mit der markanten orange-roten Brust ranken sich auch zahlreiche Sagen und Legenden. Rotkehlchen in der Mythologie findet man schon seit Jahrtausenden.

Rotkehlchen in der Mythologie

Das Rotkehlchen in der Mythologie hat schon eine lange Tradition, bereits bei den Naturvölkern galt das Tier als Symbol für die Sonne. In vielen Sagen galt es als Zeichen für Reinheit und das Gute. In alten germanischen und keltischen Legenden galt das Rotkehlchen als Überbringer der Sonne. Wo so ein Vogel nistete, glaubten die Menschen besonders vor Feuer und Zerstörung geschützt zu sein. Daher war es verwerflich, das Nest eines Rotkehlchens zu zerstören.

Bei Kelten und Germanen galt das Rotkehlchen als heiliger Glücksbringer. Bei den alten Germanen wird das Rotkehlchen mit dem Gott Thor, dem germanischen Wettergott, in Verbindung gebracht, weil es die rote Farbe des Blitzes hat. Wo es nistete, glaubte man, das der Gott Thor das Haus hüte. Ein Rotkehlchen-Nest in der Nähe des Hauses sollte Frieden bringen und die Paare darin würden in Glück und Eintracht leben.

In der Schweiz glaubt man daher, dass das Rotkehlchen Blitze und Feuer anziehen. Im deutschen Volksglauben soll das Rotkehlchen den Toten die letzte Ehre erweisen, indem es schöne Blüten und Blätter sammelt und entweder auf das Gesicht des Toten oder auf das Grab legt.

Auch in Christuslegenden spielt das Rotkehlchen eine Rolle. Der Legende nach sang das Rotkehlchen dem gekreuzigten Jesus Trostlieder, um sein Leiden zu mildern. Als sich ein Dorn aus Jesus Krone löste, färbten die spritzenden Blutstropfen die Brust des Vogels rot.

Rotkehlchen – der Weihnachtsvogel


In Großbritannien sind Rotkehlchen ungemein beliebt, sie gelten sogar als der inoffizielle britische Nationalvogel und sie werden stets mit Weihnachten in Verbindung gebracht. Dies geht auf die schottische Volkssage „Robin Redbreast’s Christmas Song” und auf die Erzählung „The Marriage of Robin Redbreast and the Wren” von Robert Burns zurück.

Rotkehlchen in der Mythologie


Im viktorianischen England trugen die Postboten rote Uniform-Jacken. Das brachte ihnen der Spitznamen „Robins“ (Rotkehlchen) ein. Da die Menschen immer sehnlichst auf ihre Weihnachtspost warteten, wurde das Rotkehlchen zum Symbol für die Feiertage.

Auf vielen englischen Weihnachtspostkarten und Tischdekorationen sind Rotkehlchen abgebildet, auch bei uns ist das Motiv inzwischen öfter zu finden. So findet man es etwa auf Briefmarken der Schweizer Post, als Baumschmuck oder auf Servietten.

Ein schöne Auswahl an Red Robin Weihnachtskarten finden sich auf diesem Pinboard

Das Rotkehlchen in der Weihnachtsgeschichte

Als das Jesuskind in Bethlehem ist Stall geboren wurde, war auch ein kleiner Vogel dabei. Der Vogel war da noch kein Rotkehlchen. Im Stall von Bethlehem war es bitterkalt, deshalb sollte immer ein Feuer brennen. Als Maria, Josef und die Hirten abends müde wurden und einschliefen, wurde das Feuer immer schwächer. Plötzlich begann das Jesuskind in der Krippe zu zittern.

Rotkehlchen in der Mythologie

Der kleine Vogel erkannte die Gefahr und versuchte die Menschen zu wecken, aber ohne Erfolg. Das Tier war zu leise. Dann nahm der Vogel seinen ganzen Mut zusammen und flog zu dem Feuer und fächelte mit seinen Flügeln der Glut Luft zu. Dadurch flammte das Feuer wieder auf und entwickelte mehr Wärme. Das Jesuskind war gerettet, aber der Vogel hat sich bei dieser Aktion die Brust und das halbe Gesicht verbrannt.

Seit dieser Zeit haben alle Rotkehlchen einen roten Fleck von der Brust bis zum Gesicht zur Erinnerung, dass sie einst dem Jesuskind das Leben gerettet haben.

Auch bei uns ist das Rotkehlchen ein gern gesehener Gast im Garten, nicht zuletzt weil sie so zutraulich sind. Zudem können sie sehr schön singen, weshalb sie früher oft als Ziervögel gehalten, wurden – als preiswertere Alternative zur Nachtigall. 

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