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Wo überall Vögel ihre Nester bauen

In der Natur nisten Vögel meist auf Bäumen, in Höhlen oder am Boden. Aber in der Stadt sind solche Möglichkeiten knapp, da stellt sich die Frage: Wo bauen Vögel ihre Nester in Siedlungen?

Vogelnest im Briefkasten
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In der Natur nisten Vögel meist auf Bäumen, in Höhlen oder am Boden. Aber in der Stadt sind solche Möglichkeiten knapp, da stellt sich die Frage: Wo bauen Vögel ihre Nester in Siedlungen? Hier müssen sich die Tiere schon was einfallen lassen, um einen guten Nistplatz zu finden. Und manche Vögel sind sehr kreativ bei der Wahl ihre Nistplatzes.

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Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie und wo Vögel Nester bauen. Jede Vogelart hat ihre eigenen Ansprüche an den Nestbau und wählt unterschiedliche Standorte und Baumaterialien, um ihre Eier und Jungvögel zu schützen.

Wo bauen Vögel ihre Nester, das hängt von der Vogelart ab. Es gibt 3 Nist-Typen von Vögeln: Höhlenbrüter, Freibrüter und Bodenbrüter.

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Diese Amsel hat ihr Nest direkt an einer lauten Straße mit belebten Gehweg gebaut. Das ging nicht gut, schon nach wenigen Tagen hat sie ihr Nest aufgegeben.

Höhlenbrüter: Wo bauen diese Vögel ihre Nester?

Höhlenbrüter bauen ihre Nester normalerweise in natürlichen oder künstlichen Höhlen. Natürliche Höhlen können zum Beispiel in Bäumen, Felsspalten, Uferböschungen oder verlassenen Kaninchenbauten gefunden werden. Künstliche Höhlen werden manchmal von Menschen geschaffen, wie Nistkästen oder spezielle Brutröhren.
Höhlenbrüter sind Vogelarten, die sich aufgrund ihrer Nestplatzansprüche und Brutverhalten auf den Bau ihrer Nester in Höhlen spezialisiert haben. Durch den Bau ihrer Nester in Höhlen können sie ihre Eier und Jungvögel vor Raubtieren und Witterungseinflüssen schützen. Bekannte Höhlenbrüter in Deutschland sind zum Beispiel Spechte, Schleiereulen, Mauersegler und verschiedene Meisenarten.

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Der Nestbau der Freibrüter


Freibrüter bauen ihre Nester normalerweise an freiliegenden Stellen, wie zum Beispiel auf dem Boden, in Büschen oder Bäumen. Anders als Höhlenbrüter benötigen Freibrüter keinen geschützten Raum und bevorzugen daher offene Bereiche für ihre Nestkonstruktionen.

Die genauen Nistplätze und Baumaterialien können je nach Vogelart variieren. Einige Vogelarten wie beispielsweise Lachmöwen oder Flussregenpfeifer bauen ihre Nester auf sandigen Flächen oder Kiesbänken, während andere Arten wie zum Beispiel Amseln oder Stare ihre Nester in dichten Büschen oder Bäumen errichten.

Freibrüter sind Vogelarten, die ihre Nester im Freien bauen, um ihre Eier und Jungvögel vor Räubern und Witterungseinflüssen zu schützen. In Deutschland gibt es viele verschiedene Arten von Freibrütern, darunter Amseln, Rotkehlchen, Buchfinken und viele andere.

 

Wo bauen Bodenbrüter ihre Nester?

Bodenbrüter sind eine faszinierende Gruppe von Vögeln, die ihre Nester direkt auf dem Boden errichten. Dabei verwenden sie oft nur wenige Baumaterialien, um ihre Eier und Jungvögel vor Räubern und Witterungseinflüssen zu schützen.
Die genauen Standorte und Materialien, die Bodenbrüter für ihre Nester verwenden, können je nach Vogelart variieren. Einige Bodenbrüter, wie zum Beispiel Kiebitze oder Uferschnepfen, bauen ihre Nester auf offenen Flächen in feuchten Gebieten, wie zum Beispiel Wiesen oder Sumpfgebieten. Andere Arten, wie zum Beispiel Feldlerchen oder Wachteln, bevorzugen trockenere Standorte, wie zum Beispiel Felder oder Brachland.
Die Materialien, die Bodenbrüter für den Nestbau verwenden, sind oft wenige wie Zweige, Gräser, Laub oder Moos. Einige Arten, wie zum Beispiel Kiebitze oder Uferschnepfen, verwenden sogar Steine oder Kies, um ihre Nester zu polstern und zu stabilisieren.


Der Nestbau ist ein wichtiger Aspekt im Leben von Bodenbrütern, da sie aufgrund ihrer offenen Nistplätze oft einem erhöhten Risiko durch Raubtiere oder menschliche Störungen ausgesetzt sind. Um ihre Nester zu schützen, haben viele Bodenbrüter Strategien entwickelt, wie zum Beispiel Täuschungsmanöver oder aggressive Verhaltensweisen gegenüber potenziellen Räubern.

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Ein Blässhuhn nistet im Ammersee, nur wenige Meter von einer lebhaften Uferpromenade entfernt.

Ungewöhnliche Plätze von Vogelnestern

Das Nest eines Vogels ist normalerweise ein vertrautes Bild in unseren Gärten, Parks und Wäldern. Doch besonders in den Städten entscheiden sich Vögel schon mal für ungewöhnliche Orte, um ihr Zuhause zu bauen. In diesem Artikel werde ich einige der ungewöhnlichsten Orte vorstellen, an denen Vogelnester gefunden wurden.

So nisteten schon mal Zaunkönige im Garten in einer Blumenampel.

Im Schließfach eines Schwimmbades hat man schon mal ein Rotkehlchen-Nest gefunden.

Ein Spatzen-Paar hat sich schon mal an einer der lautesten Straßenecken Berlins in einer Ampel eingenistet

In Köln ist auch schon mal eine Meisen in eine Ampel am Autobahn-Zubringer gezogen. Leise war das dort bestimmt nicht, aber gut geschützt vor vielen Feinden.

Vogelnest im Briefkasten

Auch Briefkästen und Zeitungsröhren sind beliebte Nistplätze. Wenn man „Vogelnest im Briefkasten“ googelt, findet man jede Menge Geschichten.

Diese Liste ist nur ein kleiner Einblick in die ungewöhnlichen Orte, an denen Vögel ihre Nester bauen. Es zeigt, wie anpassungsfähig Vögel sind und wie sie manchmal unerwartete Orte als Zuhause wählen. Wir sollten uns bemühen, ihre Brutstätten zu schützen und zu respektieren, egal wo sie sich befinden.

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Mit Nistkästen Vögel unterstützen

Vögel sind nicht nur wunderschöne Geschöpfe, sondern auch unverzichtbar für unser Ökosystem. Sie helfen bei der Bestäubung von Pflanzen und regulieren die Schädlingspopulationen. Doch leider gilt bei ihnen genau wie bei uns Menschen: Besonders in den großen Städten herrscht Wohnungknappheit. Der Lebensraum der Vögel wird immer mehr eingeschränkt und es wird für sie immer schwieriger, geeignete Nistplätze zu finden. Hier kommen Nistkästen ins Spiel: Wir sollten den gefiederten Freunden helfen, indem wir ihnen künstliche Nistmöglichkeiten anbieten.


Nistkästen gibt es in vielen verschiedenen Größen und Formen. Sie können aus Holz, Stein, Ton oder anderen Materialien hergestellt werden. Wichtig ist, dass der Nistkasten sicher und stabil befestigt ist und dass er groß genug ist, damit die Vögel genügend Platz zum Brüten haben. Es gibt spezielle Nistkästen für verschiedene Vogelarten, die sich in Größe, Form und Einflugloch unterscheiden.


Doch warum sollten wir überhaupt Nistkästen aufstellen? Zum einen schaffen wir dadurch neue Nistmöglichkeiten für Vögel, die aufgrund von Lebensraumverlust und Umweltverschmutzung immer weniger natürliche Brutplätze finden. Zum anderen schützen wir dadurch auch die Vögel vor Feinden wie Katzen und Mardern, die ihre Eier und Jungvögel fressen könnten.

Nistkästen können auch eine großartige Möglichkeit sein, um Vögel aus nächster Nähe zu beobachten. Wenn Sie einen Nistkasten in Ihrem Garten aufstellen, können Sie das Brüten und Aufziehen von Jungen hautnah miterleben. Dies kann nicht nur eine erstaunliche Erfahrung sein, sondern auch dazu beitragen, das Bewusstsein für den Schutz von Vögeln zu erhöhen.
Natürlich gibt es auch einige Dinge zu beachten, wenn man Nistkästen aufstellt. Die Kästen sollten sauber gehalten werden und regelmäßig überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie sicher und intakt sind. Es ist auch wichtig, den Nistkasten an einem geeigneten Ort aufzustellen, fern von stark frequentierten Bereichen, um den Vögeln genügend Ruhe und Sicherheit zu bieten.

Insgesamt sind Nistkästen eine wunderbare Möglichkeit, um Vögel zu unterstützen und ihnen zu helfen, in einer zunehmend vom Menschen veränderten Umgebung zu überleben. Durch die Schaffung von Nistplätzen in unseren Gärten und Parks können wir einen kleinen Beitrag zum Schutz dieser faszinierenden Tiere leisten.

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Bauen alle Vögel Nester?

Die meisten Vögel bauen Nester. Es gibt jedoch einige Vogelarten, die keine bauen. Einige dieser Arten legen ihre Eier direkt auf den Boden oder in Felsspalten, ohne jegliche Struktur zu bauen.
Es gibt auch Vogelarten, die ihre Nester von anderen Tieren übernehmen, anstatt sie selbst zu bauen. Einige Arten von Kuckucken zum Beispiel legen ihre Eier in die Nester anderer Vögel und lassen auch ihre Jungen von anderen Vögeln aufziehen.

 

Wann beginnen die meisten Vögel mit dem Nestbau?

In der Regel beginnen viele Vogelarten jedoch mit dem Nestbau im Frühling, wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen.
In gemäßigten Klimazonen beginnen viele Vögel ab Ende März oder Anfang April mit dem Nestbau. Zum Beispiel beginnen Meisen in Mitteleuropa oft Ende März bis Anfang April mit dem Nestbau. Zugvögel, die im Frühjahr aus ihren Winterquartieren zurückkehren, beginnen oft sofort mit dem Nestbau, um ihre Brutzeit zu maximieren.
Es gibt jedoch auch Ausnahmen, einige Vogelarten wie Eulen bauen ihre Nester oft schon im Winter und halten sich dann dort auf, bis sie im Frühjahr ihre Eier legen. Andere Arten wie beispielsweise Schwalben können auch schon im späten Winter oder im frühen Frühling mit dem Nestbau beginnen.

Anja Wehle

Dipl.-Kff. - Journalistin und Bloggerin. Ich liebe alles, was wächst, grünt oder blüht. Noch mehr faszinieren mich die Tiere im Garten. In meinen mehr als zwei Jahrzehnten als Gartenjournalistin durfte ich die erstaunlichsten Gärten besuchen und Menschen treffen, die mit Hingabe und Kreativität wahre grüne Kunstwerke geschaffen haben. Meine Kamera ist stets an meiner Seite, um die Schönheit der Gärten und ihrer tierischen Bewohner einzufangen.

Autor: Anja Wehle

Dipl.-Kff. - Journalistin und Bloggerin. Ich liebe alles, was wächst, grünt oder blüht. Noch mehr faszinieren mich die Tiere im Garten. In meinen mehr als zwei Jahrzehnten als Gartenjournalistin durfte ich die erstaunlichsten Gärten besuchen und Menschen treffen, die mit Hingabe und Kreativität wahre grüne Kunstwerke geschaffen haben. Meine Kamera ist stets an meiner Seite, um die Schönheit der Gärten und ihrer tierischen Bewohner einzufangen.

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