Spitzmäuse im Garten: Prima, die Tiere helfen Ihnen bei der Gartenarbeit

Spitzmäuse im Garten sind äußerst nützliche Tiere, sie fressen jede Menge Schnecken und andere Pflanzenschädlinge.

Die meisten Menschen finden Mäuse eher unsympathisch oder gar eklig. Für Spitzmäuse sollte das aber nicht gelten. Spitzmäuse im Garten sind äußerst nützliche Tiere, sie fressen jede Menge Schnecken und andere Pflanzenschädlinge.

Spitzmäuse im Garten: Prima, die Tiere helfen Ihnen bei der Gartenarbeit 3
Spitzmäuse im Garten: Prima, die Tiere helfen Ihnen bei der Gartenarbeit 4

Die Maus, die keine Maus ist

Der Name Spitzmaus ist irreführend. Spitzmäuse sind nämlich gar keine Mäuse, sondern Verwandte des Igels. Sie sehen Mäusen zwar ähnlich, aber man kann sie durch die lang gezogene Kopfform, die rüsselartige Nase und die kleinen Augen unterscheiden. Es gibt zahlreiche Arten von Spitzmäusen, die Namen zeigen schon, wo diese Tiere bevorzugt leben: Garten-, Feld-, Haus-, Wasser-, Sumpf- und Waldspitzmaus. Die Zwergspitzmaus lebt dort, wo auch die Waldspitzmaus zu Hause ist.

Was fressen Spitzmäuse?

Im Gegensatz zu Mäusen sind Spitzmäuse Insektenfresser. Mäuse fressen ja gern Pflanzen, Samen, Wurzeln und Blumenzwiebeln, Spitzmäuse tun das nicht. Sie vertilgen hingegen Unmengen an Raupen, Schnecken, Maulwurfsgrillen, Spinnen und Asseln. Das macht sie zu nützlichen Helfern bei der Gartenarbeit.

Die Lieblingsspeise der Spitzmäuse sind Engerlinge, die Larven verschiedener Käfer. Diese Larven fressen gern die zarten Triebe und Wurzeln vieler Pflanzen und schädigen besonders Jungpflanzen. Prima, wenn die Spitzmäuse diese unangenehmen Engerlinge beseitigen.

Im Winter ist es für Spitzmäuse im Garten deutlich schwerer, Futter zu finden. Ein paar Insekten und Spinnentiere finden sie noch, aber viele Spitzmäuse überstehen den Winter nicht. Spitzmäuse werden nur etwa 2 Jahre alt.

Spitzmäuse im Garten loswerden – bloß nicht!

Wie gesagt, Spitzmäuse sind ausgesprochen nützliche Gartenhelfer, sie beseitigen jeden Menge Schädlinge. Auch lassen sich die scheuen Tiere kaum sehen. Eigentlich sollte jeder Gartenbesitzer froh sein, wenn die nütlichen Tiere in seinem Garten leben. Es gibt höchstens ein Argument, warum man vielleicht Spitzmäuse im Garten loswerden möchte: das sind ihre zahlreichen Hinterlassenschaften.

Spitzmäuse im Garten: Prima, die Tiere helfen Ihnen bei der Gartenarbeit 5

Spitzmäuse stehen ständig unter Strom. Sie sind immer in Bewegung. Zu jeder Tageszeit und zu jeder Jahreszeit sind sie auf Futtersuche. Winterschlaf oder Winterruhe kennen sie nicht. Wenn sie 3 Stunden lang kein Futter finden, verhungern sie. Ihr Herz schlägt etwa 10 mal schneller als das des Menschen. Kein Wunder, dass bei so einem Energiebedarf auch zahlreiche Ausscheidungen folgen.

Wie gefährlich sind Spitzmäuse?

Wasserspitzmäuse sind die einzigen Säugetiere in Europa, die über Giftdrüsen verfügen. Mit ihrem Gift können sie Insekten oder kleinere Tiere lähmen. Für Menschen oder Haustiere wie Hunde und Katzen ist dieses Gift ungefährlich. Katzen töten zwar Spitzmäuse, aber sie fressen sie nicht, weil sie deren Geruch nicht mögen.

Trotzdem ist ein Biss oder ein Kratzer von einer Spitzmaus nicht ganz ungefährlich, da die Tiere Krankheiten übertragen können. In selten Fällen kann durch Spitzmäuse das Borna Disease Virus 1 auf den Menschen übergehen.

Spitzmäuse aus dem Haus vertreiben


In Garten sind Spitzmäuse nützlich, im Haus haben sie natürlich nichts zu suchen. Nur selten verirren sich die scheuen Tiere ins Haus, aber wenn, dann ist das sehr unangenehm, da Spitzmäuse wegen ihres schnellen Stoffwechsels große Mengen an Kot und Urin absondern.
Spitzmäuse sind streng geschützt, da sie Nützlinge sind. Nach dem Tierschutzgesetz ist das Töten von Wirbeltieren in Deutschland verboten, wenn es sich dabei nicht um Schädlinge handelt.
Daher dürfen Spitzmäuse nur mit Lebendfallen gefangen werden. Mausefallen, die die Tiere töten würden, sind verboten. Als Köder eignen sich Hackfleisch oder Wurst.

Wenn sie die Spitzmäuse im Garten weiter zur Schädlingsbekämpfung haben wollen, lassen sie sie dort frei und versperren ihr alle Wege zurück ins Haus. Ansonsten setzen Sie das Tier etwa 1000 Meter entfernt wieder aus, damit es nicht zurückfindet.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken

Ein Garten, der nur aus Rasen und Thuja-Hecken besteht, lockt keinen Schmetterling an. Doch es gibt Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken können.

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 9

Sommer, Blumen, Schmetterlinge im Garten – dieses Bild gehört meist der Vergangenheit an. Die meisten Gärten bieten zu wenig für die anmutigen Tiere. Ein Garten, der nur aus Rasen und Thuja-Hecken besteht, lockt keinen Schmetterling an. Doch es gibt Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken können.

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 10

Zwischen Pflanzen und Schmetterlingen gibt es ein wunderbares Zusammenspiel: Die Pflanzen geben den Schmetterlingen Nahrung, im Gegenzug transportieren die Tiere die Pollen der Pflanzen und bestäuben sie.

Bunt und vielfältig muss ein schmetterlingsfreundlicher Garten oder Balkon sein. Blühende Stauden- und Kräuterbeete, Wildsträucher-Hecken, Wildblumenwiesen – das sind attraktive Lebensräume für Schmetterlinge und andere Insekten.

Das sind die Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken:

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 11

Schmetterlingsstrauch (Buddleya davidii)


Der Schmetterlingsstrauch, auch Sommerflieder genannt, zieht Schmetterlinge magisch an. Er blüht den ganzen Sommer bis zum Oktober über in bis zu 50 cm langen Rispen. Schmetterlingssträucher gibt es in verschiedenen Farben: von dunkelviolett über purpur, rosa bis weiß. Sie können einzeln gepflanzt werden, machen sich auch gut in gemischten Blütenhecken. Auffällig ist ihr schneller Wuchs.

Der Schmetterlingsstrauch ist sehr anspruchslos, er gedeiht auf fast jedem Gartenboden, der nicht zu nährstoffreich ist. Er sollte vollsonnig und geschützt stehen. Hitze und Trockenheit verträgt der Schmetterlingsstrauch gut. In kalten Wintern friert er zurück, diese Schäden sollte man im Februar/März durch Rückschnitt beseitigen. Außerdem braucht er im Frühjahr Volldünger.

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 12

Blaue Berg-Flockenblume (Centaurea montana)


Die Berg-Flockenblume ist eine der beliebtesten Halbschattenstauden. Sie passt gut in Natur- und Bauerngärten. Die Staude ist ideal, wenn man Schmetterlinge in den Garten locken möchte. Von Mai bis August blüht sie intensiv blau. Besonders lang hält die Blüte an, wenn man Verblühtes rasch entfernt. Die lanzettförmigen Blätter der Berg-Flockenblume sind wollig behaart. Die in Zentraleuropa beheimatete Staude ist dauerhaft, anspruchslos und frosthart. Sie wird 20 bis 40 cm hoch.

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 13

Schmetterlinge in den Garten locken: Aster


Im spätsommerlichen und herbstlichen Garten sind Astern unverzichtbar. Nur wenige andere Pflanzen können so ein Feuerwerk der Farbe entfalten wie diese Großstauden. Sie blühen von September bis Oktober je nach Sorte in Farben von Violettblau bis Purpurrot und Weiß. Glattblattastern werden etwa 140 cm hoch. Sie brauchen einen nährstoffreichen Boden in voller Sonne. Aufgrund ihrer Höhe pflanzt man die Glattblattastern am besten in den mittleren oder hinteren Teil des Staudenbeetes. Sie passen gut zu Ziersalbei, Katzenminze und zu Gräsern. Herbstastern sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen. Mit ihnen kann man auch Schmetterlinge in den Garten locken.

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 14


Edeldistel


Normalerweise sind Gartenfreunde von Disteln in ihrem Garten nicht begeistert – bei diesen Disteln ist das ganz anders. Extravagant wirken die blauen Blütenstände, die von scharf dornigen Hüllblättern umgeben sind. Die Edeldisteln blühen zwischen Juli und September. Sie werden etwa 80 cm hoch und bevorzugen einen Standort in voller Sonne. Die Erde braucht nicht nährstoffreich zu sein. Deshalb setzt man sie gern in sandig-steinigen Boden an Böschungen oder in Kiesbeete.

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 15


Bartblume (Caryopteris clandonensis)


Die Bartblume ist ein besonders schöner blauer Spätsommerblüher. Sie blüht mit violettblauen, duftenden Blüten vom Sommer bis in den Herbst, sie paßt gut in Stein- und Heidegärten und kann auch als Kübelpflanze gehalten werden. Die Bartblume wird nur etwa 1 Meter hoch. Die Blätter sind sommergrün, auf der Oberseite grün, unten gräulich und duften aromatisch. Die Bartblume bevorzugt einen sonnigen, geschützten Platz und nicht zu armen, kalkhaltigen Boden. In kalten Wintern friert sie zurück, was aber nicht schlimm ist, da sie sowieso nach jedem Winter zurückgeschnitten werden sollte.

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 16


Prachtscharte (Liatris spicata)


Die Prachtscharte erfreut sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt wegen ihrer langen Blütezeit: von Juli bis Oktober. Ihre Blüten – je nach Sorte violett, rotviolett oder weiß – stehen in langen Ähren.
Die Prachtscharte ist recht anspruchslos. Sie läßt sich gut mit anderen sommerblühenden Stauden pflanzen z. B. Sommermargeriten, Sonnenhut oder Mädchenauge. Sie gedeiht am besten in feuchtem Boden, verträgt aber auch Trockenheit. Wichtig ist gute Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Die Prachtscharte wird je nach Sorte zwischen 40 und 100 cm hoch. Die aus Nordamerika stammende Staude sollte sonnig stehen, sie ist frosthart und benötigt keinen Winterschutz.

8 Pflanzen, mit denen Sie Schmetterlinge in den Garten locken 17


Lavendel


Der Name Lavendel stammt von dem lateinischen Wort „lavare“, was „waschen“ bedeutet. Schon in der Antike wurde Lavendel als Badezusatz benutzt wegen seines erfrischenden Duftes und seiner heilenden Wirkung. Lavendel wurde als Heilmittel für die verschiedensten medizinischen Aufgaben eingesetzt: zur Beruhigung, zur Parasitenbekämpfung, zur Wiederbelebung bei Ohnmachtsanfällen, zur Wunddesinfektion und anderen. Auch in der französichen Küche hat Lavendel einen festen Platz als Bestandteil der „Herbes de Provence“ (Kräuter der Provence). Er findet Verwendung u.a. als Gewürz in Suppen, Eintöpfen und zu Salaten.
Lavendel stammt aus dem Mittelmeergebiet und wird je nach Sorte zwischen 25 und 60 cm hoch. Er wächst buschig, seine graugrünen, aromatisch duftenden Blätter sind immergrün. Es gibt Lavendel mit Blüten in verschiedenen Blauviolett-Tönen und in Weiß. Er blüht von Juli bis September. Lavendel braucht einen warmen, trockenen Standort auf mäßig nährstoffreichem Boden. Direkt nach der Blüte sollte er stark zurückgeschnitten werden.

Blutweiderich

Blutweiderich (Lythrum salicaria)


Der Blutweiderich ist eine auffällige Pflanze für die Ufer von Gartenteichen und in Wassergärten. Die heimische Pflanze, die neben Flüssen oder kleineren Wasserläufen, in Gebieten, die regelmäßig überschwemmt werden, am Ufer von Teichen oder Seen wächst, ist recht anspruchslos und gedeiht auf jedem Boden, solange er feucht ist. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Der Blutweiderich wird 100 bis 150 cm hoch. Von Juni an den ganzen Sommer über erscheinen die intensiv purpuroten bis lila Blüten. Nicht nur als Zierpflanze, auch als Heilpflanze in der Kräutermedizin hat der Blutweiderich Bedeutung. Er wirkt blutstillend, wird zur Behandlung von Wunden und Ausschlägen eingesetzt, auch bei Durchfall und Husten soll er helfen.

Schmetterling im Garten sind nicht nur hübsch anzusehen, die Tiere haben auch eine wichtige ökologische Bedeutung.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 

Welche Tiere fressen Erdnüsse?

Vögel lieben Erdnüsse. Auch andere Tiere im Garten sind ihnen begeistert. Hier berichten wir, welche Tiere fressen Erdnüsse.

Welche Tiere fressen Erdnüsse? 21

Erdnüsse gehören ja nicht gerade zu den heimischen Pflanzen, trotzdem finden sie viel Anklang bei unserer Tierwelt. Für Spatzen, Meisen, Grünfinken… sind die ölreichen Früchte eine wahre Delikatesse. Auch andere Tiere im Garten sind von Erdnüssen begeistert. Hier berichten wir, welche Tiere fressen Erdnüsse.

Welche Vögel fressen Erdnüsse?

Ob Erdnüsse wirklich Nüsse sind, ist umstritten. Meist werden sie botanisch zu den Hülsenfrüchten wie Bohnen und Erbsen gezählt. Rohe Erdnüsse schmecken auch ähnlich wie Bohnen.

Erdnüsse für Vögel


Viele Vögel lieben Erdnüsse. Für viele heimische Vogelarten sind Erdnüsse eine Lieblingsspeise, vor allem für die Körnerfresser wie Meisen, Kleiber, Gimpel und Finken. Vögel, die auch gern Erdnüsse fressen sind auch Kernbeißer, Gimpel/Dompfaff, Spatzen und Stare.

Allerdings darf man den Tieren nicht die gesalzenen Erdnüsse geben, die wir Menschen so gern essen.

Als Vogelfutter gibt es Erdnüsse in verschieden Formen:
Ganze Nüsse in der Schale
Geschälte Nüsse mit Haut
Blanchierte Nüsse ohne Schale und Haut
Erdnusshälften
Erdnussbruch
Erdnussbutter
Erdnussmus

Alles kommt bei den Vögeln gut an. Meisen und Kleiber nehmen am liebsten ganze oder halbe Nüsse. Weichfresser wie Rotkehlchen, Zaunkönige und Amseln fressen keine ganzen Erdnüsse, wohl aber Erdnussbruch.

Warum Erdnüsse füttern

Erdnüsse sind nicht nur für uns Menschen gesund, auch den Vögeln spenden sie jede Menge Energie. Sie enthalten ungesättigte Fettsäuren mit viel Omega-3 und Omega-6, viele Proteine und Vitamine, hauptsächlich Vitamin E und B-Vitamine. Auch lebenswichtige Mineralien und Spurenelemente wie Magnesium, Kalium und Kalzium finden sich in Erdnüssen.

Erdnüsse  können Sie das ganze Jahr über als  Vogelfutter  verwenden. Wichtig ist, dass die Erdnüsse weder ranzig noch schimmelig sind. Ranzige Nüsse können bei den Vögeln Probleme mit der Verdauung hervorrufen, verschimmelte Nüsse führen zu schweren Vergiftungen, an den die Tiere sogar sterben können.

Welche Tiere fressen Erdnüsse? 22

Fressen Vögel Nüsse?

Auch Walnüsse und Haselnüsse werden sehr gern von Vögeln gefressen. Diese Nüsse sind bei den meisten Vogelarten noch beliebter als Erdnüsse. Bevor ich ein Eichhörnchen-Futterhaus hatte, habe ich ganze Walnüsse auf dem Balkon ausgelegt – eigentlich für das Eichhörnchen, das mich öfter besucht. Tatsächlich hat sich die Nüsse immer der Eichelhäher geholt. Ein Eichelhäher kann Walnüsse knacken, Spechte, Krähen und Elstern schaffen das auch.

Manche Vögel sind so scharf auf die Wal- oder Haselnüsse, dass sie stundenlang die Schale bearbeiten, bis sie endlich an den leckeren Kern kommen. Wer auch den kleinen Singvögeln im Garten etwas Gutes tun will, sollte ihnen Walnussbruch anbieten.

Welche Tiere fressen Erdnüsse? 27

Eichhörnchen und Erdnüsse

Eichhörnchen fressen gerne Erdnüsse. Ob sie die auch fressen dürfen, ist umstritten. In vielen Eichhörnchen-Futtermischungen sind Erdnüsse enthalten. Manche Tierschützer weisen jedoch darauf hin, dass Erdnüsse nicht sehr gesund für die Tiere sind.

Laut Nabu sollte man Erdnüsse bei Eichhörnchen lediglich nicht als Alleinfutter geben.

Wirklich giftig für Eichhörnchen sind Mandeln. Diese enthalten Blausäure, die für die Tiere gefährlich ist.

Welche Tiere fressen Erdnüsse? 28

Fressen Igel Nüsse?

Auch Igel sind große Fans von Erdnüssen. Ebenso Walnüsse, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und ungeschwefelte Rosinen stehen bei Igeln hoch im Kurs. Wer Igel mit Erdnüssen oder anderen Nüssen füttert, muss darauf achten, das die Nüsse ungesalzen und klein gehackt sind. Ganze oder halbe Erdnüsse können sich im Gaumen des Igels verklemmen. Das Tier kann dadurch ersticken oder verhungern.

Welche Tiere fressen Erdnüsse? 29

Weitere Erdnuss-Fans: Welche Tiere fressen Erdnüsse

Elefanten können Erdnüssen nicht widerstehen – das ist bloß ein Mythos, den man in Comics findet. Tatsächlich sind Elefanten Allesfresser, sie fressen auch Erdnüsse, aber ihre Lieblingsspeise ist das nicht.
Manche Hunde und Katzen sind ganz verrückt nach Erdnüssen. Sie dürfen die Nüsse auch fressen, aber besser nicht in zu großen Mengen. Erdnüsse sind weder für Hunde noch für Katzen giftig, aber sie sind sehr fettreich und können in Einzelfällen zu Allergien führen.

Im Wildpark lieben die Schweine Erdnüsse — allerdings weder geröstet noch gesalzen, sondern am besten mit Schale.

Auch Mäuse, Ratten, Tauben, Krähen, Elstern mögen Erdnüsse. Wer Erdnüsse im Garten auslegt, kann sich auch manchen ungebetenen Gartenbesucher hereinholen.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 

Wo nisten Eichhörnchen?

Wo nisten Eichhörnchen? 33

Eichhörnchen haben nicht nur ein Nest, sie haben bis zu 8 Nester. Und jedes Eichhörnchen Nest – auch Kobel genannt – hat eine andere Funktion.

Wo nisten Eichhörnchen? 34

Klettern ist anstrengend. Manche Nester nutzt das Eichhörnchen, um sich tagsüber mal zwischendurch ausruhen zu können. Hier ziehen sie sich zurück bei Regen, Wind und Kälte. Diese Nester für die Siesta am Mittag nennt man Schattenkobel.

Daneben gibt es andere Nester als Schlafkobel. Hier rollt sich das Eichhörnchen nachts in seinen buschigen Schwanz ein. Auch im Winter verbringt es dort viel Zeit. Eichhörnchen halten zwar keine Winterschlaf, aber Winterruhe. Sie schlafen viel in ihrem warmen Kobel und sind nur wenige Stunden aktiv am Tag.

Eichhörnchen Nest ?

Nicht immer ist das, was man für ein Eichhörnchen Nest hält, auch wirklich eines. Auf dem Foto oben, das sah im ersten Augenblick wie ein Eichhörnchen Nest aus. Plötzlich hat sich das „Nest“ bewegt. Tatsächlich war es ein Eichhörnchen, das eingerollt im Baum geschlafen hat.

Die Nester sind aber nicht nur zum Ausruhen und Schlafen, sie bieten die Tieren auch Schutz vor ihren Feinden. Die Kobel werden alle hoch in den Bäumen gebaut, damit die Nager geschützt vor Katzen und Mardern sind. Sie befinden sich in mindestens 6 Metern Höhe, oft noch höher. Bei einem Angriff durch einen Greifvogel kann das Hörnchen schnell in seinen Kobel flüchten.

Junge Eichhörnchen sind noch nicht so geschickt im Bauen von Nestern. Daher werden ihnen kalte Winter oft zum Verhängnis.

Wo nisten Eichhörnchen? 35


Im Winter bauen die Eichhörnchen den Wurfkobel. Das ist die Kinderstube für den Nachwuchs. In der Regel leben Eichhörnchen außerhalb der Paarungszeit allein. Gelegentlich kommt es vor das mehrere Eichhörnchen gesellig leben, das ist aber die Ausnahme. Nur in der Paarungszeit teilen Männchen und Weibchen einen Kobel. Nach der Geburt versorgt die Eichhörnchen-Mutter noch für 3 Monate ihre Jungen, dann zieht sie in ein anderes Nest.

Wo bauen die Eichhörnchen ihr Nest

Eichhörnchen haben bis zu 8 Kobel gleichzeitig. Wenn ein Eichhörnchen irgendwo eine neue Nahrungsquelle entdeckt hat, baut es in der Nähe wieder ein Nest. Die Tiere brauchen auch so viele Wohnungen, damit sie jederzeit wechseln können, wenn ein Nest kaputt gegangen ist, von Parasiten verschmutzt ist oder von Feinden bedroht wird. Deshalb muss das Eichhörnchen immer neue Nester bauen.

In der Stadt finden die Eichhörnchen oft keine hohen Bäume für ihre Nester. Dann suchen sie sich andere Schlafplätze: auf Dachböden, auf Fensterbänken, in Löcher an Hauswänden oder auf dem Balkon.


Wie bauen die Eichhörnchen ihr Nest


Ihr Nest bauen die Eichhörnchen aus Zweigen, Reisig und Stücken von Rinde. Ausgepolstert werden die Nester mit Moos, Blättern und Vogelfedern.


Eichhörnchen, die in der Nähe der Menschen leben, haben entdeckt, dass Menschen viele schöne Dinge haben, mit denen man sein Nest bequem gestalten kann. Manchmal kommt es vor, dass die niedlichen Nagetiere Socken und andere Teile von der Wäscheleine klauen.

Eichhörnchen sucht Baumaterial für sein Nest

Auf dem Foto sieht man, wie sich ein Eichhörnchen für ein zerrissenes Seil interessiert. Was man damit wohl machen kann? Später hat es einige Teile des Seils abtransportiert.

Auch Felle sind sehr interessant für Eichhörnchen. Im Video sieht man, wie fasziniert ein Eichhörnchen von einem Lammfell ist. Aber so ein Fell ist leider zu groß und zu schwer für das Eichhörnchen.

Wie sieht ein Eichhörnchen Nest aus

Der Kobel eines Eichhörnchens ist kugelförmig und hat einen Durchmesser von ca. 30-50 cm. Er ist im Gegensatz zum Vogelnest auch oben geschlossen.

Ein Eichhörnchen Nest hat mindestens 2 Ausgänge, damit die Tiere bei Gefahr vor ihren Angreifern fliehen können.
Für den Bau eines Kobels braucht ein Eichhörnchen etwa 3-5 Tage.

Normalerweise leben Eichhörnchen im Wald. Sie haben Reviere, die mehrere Hektar groß sein können. Als Kulturfolger trifft man sie heute immer häufiger auch in der Stadt, in Gärten und Parks. Sie leben überall, wo sie genügend Nahrung finden. In Gärten kommen sie besonders gern, wenn sie dort Haselnusssträucher finden.

Wie Sie Eichhörnchen in den Garten locken können, erfahren Sie hier

Auch Vogelhäuschen haben große Anziehungskraft. Eichhörnchen fressen recht gern Vogelfutter. Besser für das Eichhörnchen ist es allerdings, wenn es ein eigenes Futterhaus mit eigenem Futter bekommt.

Interessantes über Tiere im Garten finden Sie auch auf unserem Pinboard

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 

Igel – Einer ihrer größten Feinde ist der Mähroboter

Igel – Einer ihrer größten Feinde ist der Mähroboter 47

Igel haben nur wenige natürliche Feinde. Einer der größten Igel Feinde ist inzwischen der Mähroboter. Zugegeben: Mähroboter sind wirklich praktisch. Endlich nicht mehr das lästige Rasenmähen. Nachts, wenn (fast) alle schlafen, ziehen die Mähroboter ihre Bahnen im Garten und halten mit ihren rotierenden Mähmessern das Gras immer schön kurz. Für viele Igel bringt diese moderne Mähtechnik allerdings einen qualvollen Tod.

Igel – Einer ihrer größten Feinde ist der Mähroboter 48

Igel können nicht schnell laufen, nicht auf Bäume klettern… Wenn dem Igel Gefahr droht, fliehen sie nicht sondern sie rollen sich zusammen. Sie verteidigen sich mit ihren Stacheln. Igel erkennt man sofort an ihren Stacheln. Kein anderes heimisches Tier hat solche Stacheln. Die Stacheln sind verhornte Haare. Sie dienen dem Igel zur Verteidigung. Kopf und Rücken sind mit Stacheln bedeckt, auf der Unterseite hat die Igel keine Stacheln. Jeder Stachel hat einen eigenen Muskel.

Igel – Einer ihrer größten Feinde ist der Mähroboter 53

Bei Gefahr richten sich die Stacheln auf. Der Igel rollt sich zu einer Kugel zusammen. So schützt das Tier alle empfindlichen Körperteile wie Augen und Bauch. Diese Taktik – bekannt als Einigeln – funktioniert prima zur Abwehr natürlicher Fressfeinde, bei Igel Feinden wie Mährobotern bringt sie nichts.

Mähroboter sind meist abends und nachts unterwegs – genau wie Igel. Sie erkennen die Tiere nicht als Hindernis und mähen einfach weiter, wenn sie auf einen Igel treffen. Mit den scharfen Klingen der Maschine werden Igel schwer verletzt oder verstümmelt.

Igel – Einer ihrer größten Feinde ist der Mähroboter 54

Natürliche Feinde des Igels

Igel haben nur wenige natürliche Feinde. Gesunde und ausgewachsene Tiere sind durch Fressfeinde wenig gefährdet. Natürliche Igel Feinde sind Greifvögel und große Eulenarten. Junge oder kranke Igel werden von Mardern, Füchsen und Iltissen erlegt. Der Dachs ist einer der gefährlichsten Igel Feinde, weil er seine Schwachstelle kennt: beim Einrollen bleibt eine kleine Lücke am Bauch.

Igel und Hunde und Katzen

Gelegentlich werden Igel von Katzen oder Hunden bedroht. In der Regel aber wissen Katzen und Hunde, dass sie sich bei Igeln nur eine blutige Nase holen.

Igel Feinde: Parasiten

Einige der größten Igel Feinde sind ganz klein. Igel leiden oft sehr unter Parasiten wie Zecken, Flöhen und Milben. Auch Bandwürmer und Rundwürmer machen ihm das Leben schwer. Da die Parasiten Krankheiten übertragen können, sollte man Igel nicht mit bloßen Händen anfassen.

Igel im Garten

Gerade Gartenbesitzer sollten gut auf Igel achten, denn diese Tiere sind im Garten äußerst nützlich. Sie nehmen uns viel Gartenarbeit ab: Sie fressen Engerlinge, Schnecken und andere bodennah lebende Schädlinge, gerne auch mal ein Mäusenest.

Igel leben gern in Gärten, doch sie sind dort einer Reihe von Gefahren ausgesetzt. Auch beim Mähen mit Motorsensen werden Igeln oft schwere Verletzungen zugefügt. Igel schlafen auch gern in Hecken und Sträuchern. Beim Zurückschneiden oder Entfernen von Sträuchern sollte man gut aufpassen, dass man keinen schlafenden Igel verletzt oder gar tötet. Schlafende Igel reagieren nicht bei Störungen, sie fliehen nicht, wenn man ihnen mit einer Sense oder Heckenschere zu nahe kommt.

Igel und Schneckenkorn

Es gibt Schneckenkorn mit verschiedenen Wirkstoffen. Schneckenkorn mit dem natürlichen Mineral Eisen-III-Phosphat ist umweltverträglich und stellt keine Gefahr dar für Igel und Haustiere.

Schneckenkorn mit anderen Wirkstoffen können für Igel gefährlich werden. Auch andere Gifte und Pflanzenschutzmittel bedrohen die Tiere.

Igel im Garten unterstützen

Sorgen Sie dafür, dass die Zäune nicht ganz dicht sind, damit die Igel auch in andere Gärten gehen können. Nur wenn ihr Revier groß genug ist, finden Igel genügend Nahrung.

Wenn bei Ihren Schuppen, Gerätehäusern und Garagen schon mal länger die Türen offen stehen, passen Sie auf, ob sich ein Igel darin versteckt, bevor Sie die Türe schließen. Das Tier würde sonst verhungern oder verdursten. Wenn Sie Ihren Komposthaufen umsetzen, achten Sie darauf, ob Igel darin wohnen.

Geben Sie den Tieren Unterschlupfmöglichkeiten: In Hecken, Gartenhäuschen, unter Büsche, Laubhaufen, Holzstapel oder Steinhaufen ziehen sich Igel gern zurück.

Igel sind nicht besonders sportlich. Sie fallen öfter man in Schächte oder Teiche und kommen nicht wieder raus. Daher sollten Sie immer alle Kellerschächte abdecken.

Igel trinken gern aus dem Gartenteich. Achten Sie darauf, dass es eine flache Stelle gibt, wo die Igel bequem zum Wasser gelangen können oder schaffen Sie eine Ausstiegshilfe z.B. mit einem Brett. Das gleiche gilt für Schwimmbecken.

Wie alt können Igel werden?

Igel können in Freiheit bis zu 7 Jahre alt werden. Die wenigsten Tiere schaffen das. Meist erreichen sie nur ein Alter von etwa 4 Jahren.

Pro Jahr sterben etwa eine halbe Million Igel im Straßenverkehr.

Die Bestände an Igeln gehen zurück, besonders junge Tiere finden oft nicht genug Nahrung. Immer mehr Tiere kommen verletzt oder abgemagert in die Auffangstationen.

Igel gehören laut Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Tieren. Man darf sie nicht fangen, verletzen oder töten und auch nur  wenn der Igel offensichtlich krank ist , mit nach Hause nehmen.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 

Was fressen Buntspechte?

Der Buntspecht ist ein auffälliger Vogel. Man kann ihn häufig im Garten und im Wald sehen und sein Klopfen hören. Mit dem Klopfen sucht der Vogel unter anderem nach Nahrung: Was fressen Buntspechte eigentlich?

Der Buntspecht ist ein auffälliger Vogel. Man kann ihn häufig im Garten und im Wald sehen und sein Klopfen hören. Mit dem Klopfen sucht der Vogel unter anderem nach Nahrung: Was fressen Buntspechte eigentlich?

Was fressen Buntspechte

Warum klopfen Buntspechte?

Buntspechte klopfen bis zu 12.000 Mal am Tag an Baumstämme und Äste. Die Tiere schaffen 10-40 Schläge pro Sekunde. Das ist schon ganz schön laut, man kann es im Wald von weitem hören.

Das Klopfen der Buntspechte (Dendrocopos major) hat mehrere Gründe:

  • Der Specht sucht Nahrung: Insekten in der Baumrinde
  • Er baut eine Höhle als Nest
  • Er will sein Revier verteidigen
  • Der Buntspecht sucht Kontakt zum anderen Geschlecht

Tut das Klopfen dem Vogel eigentlich nicht weh?

Wenn wir Menschen ständig den Kopf schütteln würden, bekämen wir zumindest heftige Kopfschmerzen. Der Vogel hat da kein Problem, es ist gut ausgerüstet. Die Muskeln um den Kopf wirken wie Stoßdämpfer und sein Gehirn verfügt über eine besonders starke Knochenhülle. Zum einen besitzen Spechte nur sehr wenig Gehirnflüssigkeit, das bewirkt, dass das Gehirn wird während des Klopfens nicht stark geschüttelt.

Buntspecht Männchen

Aussehen des Buntspechts

Buntspechte fallen auch durch ihr Aussehen auf: Sie sind etwa so groß wie Amseln und haben einen dunklen, kräftigen Schnabel. Ihre Flügel sind schwarz-weiß, der Bauch ist weiß, der Rücken schwarz-weiß marmoriert, der hintere Bereich des Bauches unter dem Schwanz ist leuchtend rot gefärbt. Die Männchen haben außerdem einen roten Fleck im Nacken. Junge Buntspechte haben noch keinen roten Unterschwanz. Junge Männchen haben einen roten Scheitel, bei den Weibchen ist der Kopf weniger rot.

Der Buntspecht ist überall in Deutschland verbreitet. Laut NABU ist er nicht gefährdet. Meist lebt er im Wald, aber wenn es alte Bäume gibt, findet man das Tier auch in Gärten und sogar in der Großstadt. Am liebsten sind den Buntspechten alte Bäume mit viel Totholz. Hier finden sie genügend Nahrung. Hohle Bäume dienen als „Verstärker“ für ihr Klopfen. Der Buntspecht ist ein Standvogel, er bleibt auch im Winter hier.

Was fressen Buntspechte im Sommer?

Im Frühjahr und Sommer fressen Spechte am liebsten Insekten: Fliegen, Käferlarven, Spinnen und andere. Sie sammeln die Insekten mit ihrer klebrigen Zunge oder spießen sie auf mit ihrem spitzen Schnabel.

Der Buntspecht ist ein Nützling


Buntspechte sind sehr nützlich im Garten, das sie jede Menge Schädlinge vertilgen. Sie fressen Borkenkäfern und ihren Larven und auch andere Insekten in Baumstämmen. Auch die lästigen Wiesen-Ameisen werden von Buntspechten vertilgt. Während der Brutzeit füttert der Buntspecht Eichenwickler, Erdraupen und Drahtwürmer an seine Jungen.

Was fressen Buntspechte? 64

Der Buntspecht ist ein Nesträuber

Leider frisst der Buntspecht nicht nur schädliche Insekten. Gelegentlich – wenn zu wenig Insekten zu finden sind – plündert er auch die Nester anderer Vögel und frisst Eier und Küken. Dabei macht es sich auch an Nistkästen zu schaffen und hämmert mit seinem Schnabel die Einflugslöcher größer, damit er an seine Beute ran kommt.

Wenn Sie Ihre Nistkästen vor den Attacken der Buntspechte schützen wollen, können sie Metallplatten vor die Einfluglöcher montieren. Auch wirksam gegen Nesträuber ist ein Nistkasten mit Vorbau, der wird von den brütenden Vögeln angenommen. So ein Vorbau hilft auch gegen andere Nesträuber wie Marder und Eichhörnchen.

Was fressen Buntspechte im Winter?

Im Winter ist das Nahrungsangebot für heimische Wildvögel immer knapp. Zu der Zeit ist es schwer an Insekten unter der Baumrinde heranzukommen. Da stellt sich der Buntspecht um: Im Winter ernährt er sich meist von Samen, Zapfen, Früchten und Nüssen. Die sind allerdings nicht so leicht zu knacken.
Deshalb hat der intelligente Vogel eine „Buntspechtschmiede“ entwickelt. Er klemmt Nüsse, Samen oder Zapfen hinter die Rinde von Bäumen und klopft dann mit seinem Schnabel solange auf die Rinde, bis die Schalen kaputtgehen.

Wenn man rund um einen Baumstamm geknackte Haselnüsse oder zerfledderte Zapfen entdeckt, weiß man, hier war ein Specht am Werk. Das gleiche gilt für Sägespäne, hier hat wohl ein Specht eine Höhle als Nest gebaut. In manchen Winter liegen tausende Zapfen unter einer „Buntspechtschmiede“.

Buntspecht Jungvogel

Buntspechte am Futterhaus

Buntspechte sieht man häufig am Futterhaus. Sie nehmen auch Meisenknödel an. Am liebsten fressen Buntspechte weiches Futter mit Samen oder Nüssen.

Dieses Futter ist für Spechte geeignet:

  • Vogelfuttermischung
  • Fettfutter
  • Nüsse ohne Schalen
  • Meisenknödel
  • Früchte, Obst
  • Sämereien.

Nistkästen für Spechte

Buntspechte nisten am liebsten in morschen, alten Bäumen. Die oft hohlen Bäume sind für sie perfekte Brutstätten. In die Baumstämme hämmert und meißelt der Specht seine Bruthöhle.   Er beginnt viele Höhlen auszuarbeiten, bevor er eine vollendet. Meist nutzt er seine Höhle nur einmal, danach können Meisen oder Stare diesen Brutplatz nutzen.

Eigentlich zimmern Spechte ihre Brutplätze lieber selbst. Da es aber immer weniger alte, hohle Bäume in den Gärten gibt – die werden heutzutage meist schnell gefällt, sind auch Spechte zunehmend auf Nistkästen angewiesen. Der Nistkasten für Spechte sollte rundum geschlossen sein, die Größe des Einfluglochs 6 cm betragen. Der Specht kann sich aber auch die Lochgröße selbst passend hämmern.
Gelegentlich werden Nistkästen anderer Vögel von den Spechten auch einfach als Schlafplatz benutzt.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen

Nistkästen im Garten bringen viele interessante Einblicke in das Leben der Vögel: wie die Tiere auf Partnersuche gehen, wie sie ihre Kinderstube kuschelig einrichten, wie die Vögel Brutzeit abläuft, wie der Nachwuchs die Welt entdeckt…

Nistkästen im Garten bringen viele interessante Einblicke in das Leben der Vögel: wie die Tiere auf Partnersuche gehen, wie sie ihre Kinderstube kuschelig einrichten, wie die Vögel Brutzeit abläuft, wie der Nachwuchs die Welt entdeckt…

Vögel Brutzeit

Die Brutzeit der Stare

Hier im Garten stehen 2 Staren Nistkästen. Da gibt es in diesem Frühjahr einiges zu sehen. Die meisten heimischen Gartenvögel brüten zwischen März und Juli. Stare brüten ab Anfang Anfang April – normalerweise, wenn das Wetter mitspielt. Wann genau die Brutzeit beginnt, ist auch regional unterschiedlich und hängt vom Wetter ab. Wenn es, wie auf dem Foto zu sehen, Anfang April noch mal schneit, verzögert sich das Brüten.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen 71

Nicht nur dass die Küken frieren, es sind auch zu wenig Insekten unterwegs, um den Nachwuchs zu füttern. Viele Vögel füttern ihre Küken ausschließlich mit tierischer Nahrung.

Die Stare brüten auch nicht alle gleichzeitig. Das kann man hier im Garten bei den beiden Nistkästen gut beobachten. Rechts hat ein Staren Paar schon Anfang April angefangen zu brüten.

Der Star auf der Balz

Links ist der Starenkasten schon von einem Männchen bezogen, aber noch ohne Weibchen. Stundenlang steht er auf den Dach des Starenkasten und tanzt und schlägt mit den Flügeln. Er will wohl die Damenwelt beeindrucken – leider ohne Erfolg. Keine Vogeldame lässt sich blicken – wochenlang. Der arme Kerl kann einem schon leid tun. Vielleicht hätte er mal eine Dating-App probieren sollen.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen 72

Im rechten Starenkasten brütet die Stare die Eier, das dauert 12 bis 13 Tage. Die Vögel Brutzeit in so einem engen Kasten kann auch ganz schön langweilig sein – immer mal wieder guckt einer aus dem Kasten raus. Zum Glück wechseln sich die Partner beim Brüten ab, zumindest tagsüber.

Dann schlüpfen die Jungen. 3 Wochen lang werden die Küken von den Vogeleltern im Nest gefüttert. Die Eltern bringen ständig frische Regenwürmer und andere Insekten.

Die Jungvögel warten immer auf ihre Eltern, dabei guckt oft ein Jungvogel aus dem Kasten raus und beobachtet die Welt. Anfangs sind die Jungen ruhig. Wenn die Eltern zu lange wegbleiben, kann man deutlich das Rufen der Kleinen hören.

Vögel Brutzeit: Stare halten ihren Kasten sauber

Die Tiere halten ihr Nest sauber. Die Vogeleltern bringen nicht nur Futter für die Jungen, sie transportieren auch den Kot der Kleinen und anderen Müll ab, wie in dem kurzen Video zu sehen ist

Star bei der Balz

Im linken Starenkasten tut sich immer noch nichts. Der arme, einsame Star ist immer noch auf der Balz. Er steht auf dem Dach des Nistkasten, schlägt mit den Flügeln und tanzt.

Im rechten Starenkasten sind nach 3 Wochen die jungen Stare flügge, dann verlassen sie den Nistkasten. Jetzt werden sie noch 4 Tage lang außerhalb des Nestes von ihren Eltern gefüttert. Übrigens: Junge Stare lieben Rosinen.

Brutzeit Vögel

Und plötzlich tut sich im linken Starenkasten auch was: Endlich hat das Männchen ein Weibchen gefunden. Sie sind jetzt zu Zweit. Nun bringen sie gemeinsam alles heran, um den Starenkasten gemütlich zu machen: Moos und Gräser. Einer der Beiden hat wohl auch was bei der Altpapier-Sammlung gefunden.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen 73

Der rechte Nistkasten ist erst ein paar Tage leer, da interessiert sich schon wieder ein Vogelpaar für diesen Kasten. Die Beiden nehmen ihn genau unter die Lupe – innen und außen. Dann fliegen sie erst mal wieder weg. Vielleicht schauen sie sich noch andere Wohnungen an.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen 74

Nistkästen für Stare

Stare sind Höhlenbrüter. Sie nisten bevorzugt in Baumhöhlen oder Mauerspalten. Im Garten nehmen sie gern Nistkästen an, im Gegensatz z.B. zu Amseln, die fast nie Nistkästen benutzen. Die Starenkästen befestigt man am Ende einer etwa 2 Meter langen Holzstange. Man kann sie aber auch an einer Wand oder an einem Baum in 2 bis 6 Metern Höhe aufhängen.

Das Einflugloch muss für Stare einen Durchmesser von 45 mm haben. Es sollte nach Osten oder Südosten gerichtet sein, damit kein Regen reinkommt. Der Kasten sollte 15 bis 20 cm breit und tief sein und etwa 30 cm hoch.

Nistkasten mit Kamera

Die Vögel Brutzeit am Nistkasten zu beobachten ist schon spannend, aber ich hätte zu gern auch gesehen, was drinnen im Nistkasten passiert ist. Und ich habe ganz spannende Momente verpasst, nämlich wie die Jungen den Nistkasten verlassen haben und ihre ersten Flugversuche unternommen haben. Damit mir das nicht nochmal passiert, hole ich mir einen Nistkasten mit Kamera.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 

Amseln im Garten: Warum sie Geranien lieben

Bis vor einigen Jahrzehnten lebten Amseln nur im tiefen Wald. Heute trifft man die einst scheuen Waldbewohner überall in Gärten, in Parks, in der Stadt und auf dem Land. Manchmal findet man ein Amsel Nest sogar auf dem Balkon.

Amseln im Garten: Warum sie Geranien lieben 78

Bis vor einigen Jahrzehnten lebten Amseln nur im tiefen Wald. Heute trifft man die einst scheuen Waldbewohner überall in Gärten, in Parks, in der Stadt und auf dem Land. Manchmal findet man ein Amsel Nest sogar auf dem Balkon. Die Amsel (Turdus merula) – oder Schwarzdrossel genannt – hat sich in unseren Städten und Dörfern hat sich in der Gesellschaft der Menschen gut eingelebt und scheu sind die Singvögel heute auch nicht mehr.

Amsel Männchen
Amsel-Männchen


Letzten Sommer saß ein Amsel-Männchen fast jeden Tag stundenlang ganz ruhig bei mir auf dem Balkon. Er hatte keine Angst vor mir. Er hat mich immer genau beobachtet, ich konnte mich bis auf 1 Meter nähern. Als Amsel-Männchen konnte ich ihn erkennen, weil er ein ganz schwarzes Gefieder und einen orangen Schnabel hatte.

Später kam dann ein Amsel-Weibchen dazu. Dann war es mit der Ruhe vorbei. Sie (braunes Gefieder und brauner Schnabel) grub ständig alle Blumenkübel um. Mein schönen Pflücksalate waren alle kaputt. Daher war ich dann nicht so unglücklich, als die beiden gegen Ende des Sommer nicht mehr kamen.

Ob die Amsel in meinen Blumenkübeln nach Regenwürmern gesucht hat?


Was fressen Amseln?

In der Natur sind sie echte Allesfresser. Würmer, Schnecken, Insekten, Beeren und Früchte stehen auf ihrem Speiseplan.

Häufig sieht man Amseln auf dem Boden oder in der Wiese sitzen und in die Erde picken. Hier holen sie Regenwürmer aus dem Boden, eine ihrer Lieblingsspeisen. Wenn Sie kaputte Schneckenhäuser im Garten finden, geht das meist auch auf das Konto von Amseln. Die Singvögel haben dabei ein tolle Technik: sie stoßen die Schneckenhäuser so lange auf einen Stein, bis das Haus kaputt geht und sie die Schnecken herausziehen können.

Im Sommer machen sich die Amseln bei manchen Gartenbesitzern unbeliebt. Sie klauen nämlich so gern Erdbeeren und Kirschen. Wer die süßen Früchte nicht mit den Vögeln teilen will, muss schon Netze spannen, sonst wird ein großer Teil der Ernte von den Vögeln verspeist.

Amseln füttern

Amseln gehören zu den häufigsten Gästen an der Vogelfutterstelle. Hier fressen sie bevorzugt Haferflocken, Apfelstücke und Rosinen. Amsel fressen an liebsten aus großen Schalen oder vom Boden. Mit Futtersäulen oder Meisenknödeln macht man sie nicht glücklich, sie sind nämlich nicht sportlich genug, um an diesen hängenden Futterspendern herumzuturnen.

Die Balz


Mit einem Jahr werden Amseln geschlechtsreif. Das ist meist zu Beginn des Frühlings. Dann wählt sich das Männchen ein Weibchen aus und beginnt um das Weibchen zu werben, erst mal mit melodischem Gesang. Der Gesang der Amseln ist herzzerreißend schön.

Wenn das noch nicht reicht, versucht das Männchen die Auserwählte mit seinem Imponierschritt zu beeindrucken: Er plustert sich auf und schreitet hoch aufgerichtet auf und ab. Nebenher muss er sich noch damit beschäftigen, wie er mögliche Konkurrenten abhalten kann.

Amsel brütet im Nest

Amsel Nest: Wo bauen Amseln ihr Nest?

Nach der Paarung beginnt der Nestbau. Amseln sind wenig wählerisch, wo sie ihr Nest bauen. Sie geben sich auch oft nicht viel Mühe, ihr Nest zu verstecken, weshalb die Jungvögel leider oft Räubern wie Elstern zum Opfer fallen. Meist bauen die Amseln ihr Nest in dichten Sträuchern und Hecken in etwa 1,5 Metern Höhe. Deshalb dürfen auch viele Hecken zwischen 1. März und 30. September nicht geschnitten oder gerodet werden.

Oft bauen die Singvögel ihr Amsel Nest auch an ungewöhnlichen Orten wie unter Dachbalken, bewachsene Häuserfassaden, in Regenrinnen, in Holzstapeln oder alten Briefkästen.

Amsel Nest

Wo es keine Hecke verfügbar ist, tut es auch ein dicht bepflanzter Blumenkasten. Mitten zwischen Geranien ist auch eine prima Platz für ein Amsel Nest. Das Amsel Nest besteht aus kleinen Ästen, Halmen und Moos, die Nestmulde wird mit feuchter Erde geformt. Prima, wenn im Blumenkasten gleich frische Blumenerde für den Nestbau griffbereit ist.

Amseln sind sogenannte Freibrüter. Nistkästen mit einem Einflugloch sind nichts für sie, nur halboffene Nistkästen werden schon mal von ihnen akzeptiert.

Amseln Brutzeit

Die Brutzeit von Amseln erstreckt sich von Februar bis August. Eine Amsel-Dame brütet in der Zeit 2 bis 3 Mal, gelegentlich bis 5 Mal. Brüten ist bei Amseln Frauensache, nur das Weibchen brütet und verlässt in der Zeit das Nest nur mal ganz kurz um etwas zu fressen.

Lebenslange eheliche Treue ist den Amseln unbekannt, bei ihnen geht es eher locker zu. Die verschiedenen Bruten können von unterschiedlichen Partnern sein. So kann es passieren, dass eine Amsel-Dame direkt nach dem Schlüpfen der Küken sich schon wieder einem anderen Amsel-Herrn zuwendet, während der Vater die Kleinen alleine großzieht.

Das Amsel-Weibchen legt drei bis sechs Eier. Nach zwei Wochen schlüpfen die Küken. Nach weiteren 2 Wochen können die Jungen das Nest verlassen und unternehmen erste Flugversuche. Jetzt werden sie noch 3 Wochen lang gefüttert. Den Job übernimmt meist der Amsel-Vater. Danach sind die Jungvögel auf sich selbst gestellt. Wie Amseln ihre Jungen großziehen, kann man sehr schön in diesem Video sehen

Amsel Jungvogel

Amsel-Jungvögel erkennen


Die jungen Amseln sind ziemlich unscheinbar. Sie haben ein bräunliches Federkleid mit helleren Flecken an Rücken, Brust und Bauch. Ihr Schnabel ist gelblich orange mit dunklen Flecken.

Amsel Jungvögel

Wie alt werden Amseln?

Amseln werden ca. 25 cm groß und 100 g schwer. Sie können 5 Jahre alt werden. In Gefangenschaft sind einige Amseln sogar 20 Jahre alt geworden.

Die Feinde der Amseln

Die Nester der Amseln werden häufig von Elstern oder Eichhörnchen geplündert. Außerhalb der Brutzeit kommen Eichhörnchen und Amseln ganz gut miteinander klar, im Winter sieht man Amseln und Eichhörnchen sogar zusammen am Futterhaus.
Katzen, Marder und Füchse sind eine große Gefahr für Amseln. Ausgewachsene Amseln müssen vor allem Feinde aus der Luft fürchten: Habichte, Sperber und Falke. Amseln leben so gern in Gärten und Parks, weil sie dort relativ geschützt sind vor Greifvögeln.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 

Von wegen Spatzenhirn: Der Haussperling

Der Haussperling – umgangssprachlich Spatz genannt – ist klüger als man denkt. Vor allem ist er ein geselliges und soziales Tier.

Der Haussperling – umgangssprachlich Spatz genannt – ist schlauer als man denkt. Vor allem ist er ein geselliges und soziales Tier. Spatzen gehören zu den häufigsten Singvögeln, aber sie werden immer seltener. Vor allem in den großen Städten geht ihr Bestand zurück.

Spatz

Spatzen sind sehr kleine Vögel und haben dementsprechend auch nur kleine Gehirne. Deshalb sind aber nicht dumm. Die Gehirne von Vögeln sind ganz anders aufgebaut als die der Säugetiere.
Auch mit vergleichsweise kleinen Gehirnen können Vögel erstaunliche Leistungen erbringen: Spatzen helfen sich gegenseitig beim Futter finden und warnen ihre Artgenossen, wenn Gefahr droht. Rabenvögel können sogar Werkzeuge basteln und manche Papageien können sprechen.

Von wegen Spatzenhirn: Der Haussperling 89

Ein Spatz kommt selten allein ist

Der Haussperling (Passer domesticus) ist ein sehr geselliges Tier. Spatzen leben immer in kleinen Gruppen zusammen und unternehmen alles gemeinsam. Sie singen gemeinsam, gehen zusammen auf Futtersuche und zum Baden. Sogar zum Schlafen sammelt sich die ganze Gruppe in einem Versteck.

Auch Brüten wollen Spatzen immer in Gemeinschaft. Notfalls übernehmen die anderen Vögel der Gruppe sogar die Fütterung von verlassenen Nestlingen. Feinde werden gemeinsam in die Flucht geschlagen. Wenn die Gruppe sich am Futterhäuschen tummelt, passt immer einer auf, ob sich kein Feind nähert. Die Paare verbringen meist ihr ganzes Leben miteinander.

Das Leben in der Gruppe hat für bietet ihnen Schutz, bei Gefahr können sie sich gegenseitig warnen.

Spatzen sind wirklich Allerweltsvögel, sie kommen fast überall auf der Erde vor, wo Menschen leben. Als sogenannte Kulturfolger haben sie sich perfekt an den Menschen angepasst. Man findet sie bevorzugt in Dörfern, am Stadtrand, in Gärten und Parks. Wenn es genug Nahrung und Nistplätze gibt, leben sie sogar in den Zentren der großen Städte. Die Vögel profitieren von den Menschen, deshalb sind sie auch wenig scheu.

Von wegen Spatzenhirn: Der Haussperling 90

Wo nisten Spatzen?

Spatzen sind bei der Wahl ihrer Nistplätze nicht wählerisch: Am liebsten nutzen sie Nischen und Höhlen von Gebäuden. Kletterpflanzen an Häuserfassaden sind auch beliebte Nistplätze. Es gab auch schon Brutplätze in Lüftungsschächten oder Ampeln. Manchmal ziehen Spatzen auch als Untermieter in ein Storchennest.

Eine der größten Gefahren für die Haussperlinge ist, dass sie nicht mehr genug Nistplätze finden. Moderne Gebäude haben glatte Fassaden und bieten keine Nischen und Höhlen mehr.

Nistmöglichkeiten schaffen

Man kann die Vögel unterstützen, indem man ihnen passende Nistkästen anbietet. Da Spatzen sehr gesellige Tiere sind und immer die enge Nachbarschaft zu Artgenossen lieben, muss man ihnen ein Mehrfamilienhaus oder ein Reihenhaus anbieten. Spezielle Nistkästen für Haussperlinge sind entweder so gebaut, das mehrere Familien darin nisten können oder man hängt mehrere Nistkästen nebeneinander. Spatzen sind Höhlenbrüter und bauen ihre Nester meist an Gebäuden. Dort sollte man auch ihre Nistkästen aufhängen, ein Nistkasten am Baum ist für sie uninteressant.

Brutzeit des Haussperlings

Ende April beginnen die Spatzen zu brüten. Die Brutzeit kann bis in den August hinein dauern. In dieser Zeit ziehen die Eltern 3 bis 4 Bruten auf. Pro Brut schlüpfen 4 bis 6 Küken. Nicht mal die Hälfte der Jungvögel überlebt das erste Jahr. Im Durchschnitt werden die Haussperlinge drei bis fünf Jahre alt.

Wo schlafen Spatzen?

Spatzen übernachten in Schwärmen. Sie versammeln sich abends und lassen sich gemeinsam auf Bäumen oder in Sträuchern nieder. In der kalten Jahreszeit haben Spatzen einen gemeinsamen Schlafplatz in dichten Hecken, im Efeu an Hauswänden oder in Höhlen unter Dachvorsprüngen.

Spatzen lieben Wasser


Spatzen baden leidenschaftlich gern. Man kann sie an Gartenteichen, Brunnen oder Vogeltränken stundenlang beim Planschen beobachten. Wer die niedlichen Vögel unterstützen möchte, sollte ihnen unbedingt in seinem Garten oder auf dem Balkon das ganze Jahr über Wasser anbieten. Ein Gartenteich oder Wasserspiel ist super, eine Vogeltränke reicht auch.

Wieso Dreckspatz?


Spatzen baden nicht nur im Wasser, sondern auch in Sand oder Staub. Daher der Name „Dreckspatz“. Die Spatzen tun das, um ihre Federn zu säubern und von Schädlingen frei zu halten. Wenn wir Spatzen im Garten oder auf dem Balkon etwas Gutes tun wollen, können wir eine große Schale mit Sand aufstellen.

Sowohl Vogeltränken als auch Sandstellen sollten frei stehen und genügend Abstand zum nächsten Gebüsch haben. Ansonsten sind die Vögel dort leichte Beute für Katzen und andere Feinde.

Von wegen Spatzenhirn: Der Haussperling 91

Was fressen Spatzen?

In freier Natur sind erwachsene Spatzen Vegetarier, sie ernähren sich von Samen und Körnern. Nur in der Brutzeit verfüttert der Spatz Insekten, Raupen und Larven an seine Jungen. In der Stadt haben sich die Spatzen angepasst, dort ernähren sie sich am liebsten von Essensresten und da kann auch Fleisch dabei sein. Oft kann man Spatzen im Außenbereich von Lokalen beobachten, wie sie unter den Tischen die Reste aufpicken.

Der Gesang der Spatzen

Der Spatz gehört zwar zu den Singvögeln, aber ein begnadeter Sänger ist er nicht. Das typische Tschilpen klingt aber ganz munter. Wenn der Spatz eine Bedrohung in der Luft sieht, warnt er seine Artgenossen mit einem lauten „drüüüüü“. Nähert sich ein Feind am Boden, schreit der Spatz „terrettett“ oder „kew kew“.

Spatz

Die Vernichtung von Spatzen in der Geschichte

Heute mögen die meisten Menschen Spatzen, das war aber nicht immer so. Früher wurden die Tiere gnadenlos bekämpft, weil sie schon mal auf den Feldern Körner geklaut haben. Im 17. Jahrhundert gab es in Preußen ein Dekret, das festlegte, wie viele Spatzen im Jahr zu töten waren. Auch in Bayern und Österreich gab es eine so genannte „Spatzensteuer“: Wer nicht genug Spatzen getötet hat, musste eine Geldstrafe zahlen.

In China hat man die Vernichtung der Spatzen auf die Spitze getrieben. Mao Zedong ordnete 1958 an, die Spatzen in China auszurotten. Er sah die kleinen Vögel als eine der „vier Plagen“ neben Stechmücken, Fliegen und Ratten an. Die Tiere, so verkündet er, seien Schädlinge, die dem Menschen Krankheiten bringen und Nahrung nehmen.

3 Tag lang gingen alle Chinesen auf Spatzenjagd, dann waren die Vögel tot. Die Folgen waren katastrophal. Normalerweise vertilgen ja Spatzen auch Heuschrecken. Nach dem die Vögel tot waren, konnten sich die Heuschrecken ungestört vermehren und ganze Ernten auffressen. Die Vernichtung der Spatzen und noch einige andere Fehlentscheidungen von Mao führten in China zu einer fürchterlichen Hungersnot, bei der bis zu 45 Millionen Menschen starben. Ausführliche Informationen dazu im „Spiegel“

Um das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen, musste China später Vögel aus aller Welt importieren. An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig Spatzen und auch andere Vögel sind.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 


I

Eichhörnchen füttern – ein riesiger Spaß

Liebe geht durch den Magen – das gilt auch bei Eichhörnchen. Wer die niedlichen Nager aus der Nähe beobachten möchte, sollte die Eichhörnchen füttern.

Eichhörnchen füttern - ein riesiger Spaß 96

Liebe geht durch den Magen – das gilt auch bei Eichhörnchen. Wer die niedlichen Nager aus der Nähe beobachten möchte, sollte die Eichhörnchen füttern. Die bevorzugte Eichhörnchen Nahrung sind Nüsse, aber es findet sich noch mehr auf ihrem Speisezettel.

Eichhörnchen füttern

Eichhörnchen Nahrung in der Natur


Im Wald können sich Eichhörnchen gut selbst ernähren, sie fressen dort Nüsse, Zapfen, Früchte wie Bucheckern, Beeren, Pilze, Rinde. Im Frühling knabbern sie gern Samen, Knospen und Triebe.

Im Frühling frisst das Eichhörnchen gern Samen

In der Stadt gehen die Bestände an Eichhörnchen zurück, auch weil die Tiere dort nicht mehr genug zu fressen finden. Hier kann Eichhörnchen füttern sinnvoll sein. Außerdem macht es jede Menge Spaß.

Eichhörnchen füttern - ein riesiger Spaß 97

Eichhörnchen-Nahrung: Womit kann man Eichhörnchen füttern?


Nüsse, Nüsse, Nüsse! Walnüsse und Haselnüsse stehen bei Eichhörnchen ganz hoch im Kurs. Wahre Delikatessen sind Maronen, Pinienkerne und Zirbelnüsse.
Auch Rosinen, Obst wie Apfelstücke und Weintrauben, getrocknete Äpfel, Karotten, reife Gurken, Mais und ungesüßten Zwieback nehmen die Tiere gern.
Die Nüsse in einem Futterhaus sollten ungeschält sein, aber im Frühling sollten auch ein paar geschälte Nüsse für die Jungtiere dabei sein.

Was dürfen Eichhörnchen nicht fressen?


Eichhörnchen füttern darf man nicht mit Erdnüssen, Mandeln, Brot, Milchprodukten oder exotischen Früchten gefüttert werden.

Eichhörnchen füttern - ein riesiger Spaß 102

Eichhörnchen füttern mit einem Futterhaus


Wenn Eichhörnchen in Ihrer Umgebung leben, ist es sinnvoll ein Futterhaus aufzustellen. Eichhörnchen bedienen sich auch mal gern am Vogelhaus, aber Vogelfutter ist nicht ganz das Richtige für die Nagetiere. Daher kommen sie nur gelegentlich zum Vogelhaus. Wer die Eichhörnchen regelmäßig sehen möchte, sollte ihnen schon die geliebten Nüsse anbieten.

Eichhörnchen füttern - ein riesiger Spaß 103
Eichhörnchen im Vogelhaus

Manche Eichhörnchen Fans legen die Nüsse einfach ins Vogelhaus oder leben sie an einem geschützten Ort auf dem Balkon aus. Bei mir hat das nicht funktioniert, die Nüsse wurden regelmäßig von Eichelhähern geklaut. Erst als ich mir ein Eichhörnchen Futterhaus besorgt habe, bekamen die Eichhörnchen ihre Nüsse.

Wichtig: Eichhörnchen brauchen immer etwas zu trinken


Klettern macht durstig, Eichhörnchen haben einen hohen Wasserbedarf. In heißen Sommern verdursten viele Hörnchen, besonders in der Stadt. Wenn Sie den Tieren keinen Gartenteich oder etwas ähnliches bieten können, sollten Sie unbedingt eine Vogeltränke oder eine Schale mit Wasser aufstellen. Dafür sind Ihnen nicht nur Eichhörnchen dankbar, sondern auch Vögel, Igel und Insekten…


Wo Eichhörnchen Futterhaus aufstellen?


Zum Eichhörnchen füttern sollten Futterhaus und Wasserschale immer in der Höhe angebracht werden. Futterstellen am Boden sind gefährlich, da die Hörnchen dort leichte Beute für Katzen und andere Räuber sind. Die Eichhörnchen müssen direkt vom Futterplatz aus auf einen Baum oder etwa an einer Regenrinne nach oben flüchten können.
Wenn viele Eichhörnchen zu Besuch kommen, sollte man mehrere Futterstellen einrichten. Eine Bekannte von mir hat ihren Balkon im vierten Stock in einem Haus am Waldrand. Da kommen etwa 30 Eichhörnchen regelmäßig zu Besuch. Sie hat inzwischen 4 Futterhäuser aufgestellt, damit sich die Tiere nicht immer um das Futter zanken.

Eichhörnchen füttern - ein riesiger Spaß 108
Das Eichhörnchen sitzt direkt vor meinen Füßen und knabbert die Nuss


Wie Eichhörnchen zutraulich werden


Mit etwas Glück und Geschick werden die Eichhörnchen, wenn sie regelmäßig Futter bekommen, richtig zutraulich. In der Facebookgruppe „Eichhörnchen: Fotogruppe“ findet man viele Beispiele, wo sich Eichhörnchen bei „ihren“ Menschen regelmäßig ihre Nüsse abholen. Besonders freche Hörnchen kommen sogar in die Wohnung und suchen nach den Nuss Vorräten.

Eichhörnchen füttern

Eichhörnchen im Wald füttern


In manchen Parks und Waldgebieten sind die Eichhörnchen so sehr an Menschen gewöhnt, dass sie sich gern füttern lassen. Einige fressen sogar aus der Hand. Bekannt sind der Eichhoernliweg in Arosa (Schweiz) und die Eichhörnchenwald in Fischen/Allgäu.

Hier leben zahlreiche Eichhörnchen, die recht zutraulich sind. In diesen Bergregionen findet man meist schwarze Eichhörnchen.

Wo nisten Eichhörnchen?

Eichhörnchen Nest

Eichhörnchen haben nicht nur ein Nest, sie haben bis zu 8 Nester. Und jedes Eichhörnchen Nest – auch Kobel genannt – hat eine andere Funktion. Klettern ist anstrengend. Manche Nester…

Eichhörnchen Babys – ihre ersten Schritte

Eichhörnchen Baby

Besonders niedlich sehen Eichhörnchen Babys erst mal nicht aus: sie sind nackt, taub und blind. Erst nach einigen Wochen werden sie zu den hübschen Pinselohren, die wir alle lieben.

Eichhörnchen anlocken und füttern kann man am besten, indem man sich irgendwo ruhig hinsetzt und einige Nüsse auslegt. Man muss etwas Geduld haben, die Hörnchen kommen nach einiger Zeit und holen sich die Leckerbissen ab. Auf keinen Fall sollte man den Tieren hinterherlaufen, dann verschwinden sie.

Gibt man den Eichhörnchen ungeschälte Nüsse, nehmen sie die ganze Nuss und verschwinden damit auf den nächsten Baum. Dann muss man eine ganze Weile warten, bis das Eichhörnchen wiederkommt oder eine anderes Tier auftaucht. Legt man geschälte Nüsse aus, werden die vor Ort verspeist. So kann man das niedliche Tier längere Zeit beobachten.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

zur Startseite

 

Bloggerei.de