Was fressen Buntspechte?

Der Buntspecht ist ein auffälliger Vogel. Man kann ihn häufig im Garten und im Wald sehen und sein Klopfen hören. Mit dem Klopfen sucht der Vogel unter anderem nach Nahrung: Was fressen Buntspechte eigentlich?

Der Buntspecht ist ein auffälliger Vogel. Man kann ihn häufig im Garten und im Wald sehen und sein Klopfen hören. Mit dem Klopfen sucht der Vogel unter anderem nach Nahrung: Was fressen Buntspechte eigentlich?

Was fressen Buntspechte

Warum klopfen Buntspechte?

Buntspechte klopfen bis zu 12.000 Mal am Tag an Baumstämme und Äste. Die Tiere schaffen 10-40 Schläge pro Sekunde. Das ist schon ganz schön laut, man kann es im Wald von weitem hören.

Das Klopfen der Buntspechte (Dendrocopos major) hat mehrere Gründe:

  • Der Specht sucht Nahrung: Insekten in der Baumrinde
  • Er baut eine Höhle als Nest
  • Er will sein Revier verteidigen
  • Der Buntspecht sucht Kontakt zum anderen Geschlecht

Tut das Klopfen dem Vogel eigentlich nicht weh?

Wenn wir Menschen ständig den Kopf schütteln würden, bekämen wir zumindest heftige Kopfschmerzen. Der Vogel hat da kein Problem, es ist gut ausgerüstet. Die Muskeln um den Kopf wirken wie Stoßdämpfer und sein Gehirn verfügt über eine besonders starke Knochenhülle. Zum einen besitzen Spechte nur sehr wenig Gehirnflüssigkeit, das bewirkt, dass das Gehirn wird während des Klopfens nicht stark geschüttelt.

Buntspecht Männchen

Aussehen des Buntspechts

Buntspechte fallen auch durch ihr Aussehen auf: Sie sind etwa so groß wie Amseln und haben einen dunklen, kräftigen Schnabel. Ihre Flügel sind schwarz-weiß, der Bauch ist weiß, der Rücken schwarz-weiß marmoriert, der hintere Bereich des Bauches unter dem Schwanz ist leuchtend rot gefärbt. Die Männchen haben außerdem einen roten Fleck im Nacken. Junge Buntspechte haben noch keinen roten Unterschwanz. Junge Männchen haben einen roten Scheitel, bei den Weibchen ist der Kopf weniger rot.

Der Buntspecht ist überall in Deutschland verbreitet. Laut NABU ist er nicht gefährdet. Meist lebt er im Wald, aber wenn es alte Bäume gibt, findet man das Tier auch in Gärten und sogar in der Großstadt. Am liebsten sind den Buntspechten alte Bäume mit viel Totholz. Hier finden sie genügend Nahrung. Hohle Bäume dienen als „Verstärker“ für ihr Klopfen. Der Buntspecht ist ein Standvogel, er bleibt auch im Winter hier.

Was fressen Buntspechte im Sommer?

Im Frühjahr und Sommer fressen Spechte am liebsten Insekten: Fliegen, Käferlarven, Spinnen und andere. Sie sammeln die Insekten mit ihrer klebrigen Zunge oder spießen sie auf mit ihrem spitzen Schnabel.

Der Buntspecht ist ein Nützling


Buntspechte sind sehr nützlich im Garten, das sie jede Menge Schädlinge vertilgen. Sie fressen Borkenkäfern und ihren Larven und auch andere Insekten in Baumstämmen. Auch die lästigen Wiesen-Ameisen werden von Buntspechten vertilgt. Während der Brutzeit füttert der Buntspecht Eichenwickler, Erdraupen und Drahtwürmer an seine Jungen.

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Der Buntspecht ist ein Nesträuber

Leider frisst der Buntspecht nicht nur schädliche Insekten. Gelegentlich – wenn zu wenig Insekten zu finden sind – plündert er auch die Nester anderer Vögel und frisst Eier und Küken. Dabei macht es sich auch an Nistkästen zu schaffen und hämmert mit seinem Schnabel die Einflugslöcher größer, damit er an seine Beute ran kommt.

Wenn Sie Ihre Nistkästen vor den Attacken der Buntspechte schützen wollen, können sie Metallplatten vor die Einfluglöcher montieren. Auch wirksam gegen Nesträuber ist ein Nistkasten mit Vorbau, der wird von den brütenden Vögeln angenommen. So ein Vorbau hilft auch gegen andere Nesträuber wie Marder und Eichhörnchen.

Was fressen Buntspechte im Winter?

Im Winter ist das Nahrungsangebot für heimische Wildvögel immer knapp. Zu der Zeit ist es schwer an Insekten unter der Baumrinde heranzukommen. Da stellt sich der Buntspecht um: Im Winter ernährt er sich meist von Samen, Zapfen, Früchten und Nüssen. Die sind allerdings nicht so leicht zu knacken.
Deshalb hat der intelligente Vogel eine „Buntspechtschmiede“ entwickelt. Er klemmt Nüsse, Samen oder Zapfen hinter die Rinde von Bäumen und klopft dann mit seinem Schnabel solange auf die Rinde, bis die Schalen kaputtgehen.

Wenn man rund um einen Baumstamm geknackte Haselnüsse oder zerfledderte Zapfen entdeckt, weiß man, hier war ein Specht am Werk. Das gleiche gilt für Sägespäne, hier hat wohl ein Specht eine Höhle als Nest gebaut. In manchen Winter liegen tausende Zapfen unter einer „Buntspechtschmiede“.

Buntspecht Jungvogel

Buntspechte am Futterhaus

Buntspechte sieht man häufig am Futterhaus. Sie nehmen auch Meisenknödel an. Am liebsten fressen Buntspechte weiches Futter mit Samen oder Nüssen.

Dieses Futter ist für Spechte geeignet:

  • Vogelfuttermischung
  • Fettfutter
  • Nüsse ohne Schalen
  • Meisenknödel
  • Früchte, Obst
  • Sämereien.

Nistkästen für Spechte

Buntspechte nisten am liebsten in morschen, alten Bäumen. Die oft hohlen Bäume sind für sie perfekte Brutstätten. In die Baumstämme hämmert und meißelt der Specht seine Bruthöhle.   Er beginnt viele Höhlen auszuarbeiten, bevor er eine vollendet. Meist nutzt er seine Höhle nur einmal, danach können Meisen oder Stare diesen Brutplatz nutzen.

Eigentlich zimmern Spechte ihre Brutplätze lieber selbst. Da es aber immer weniger alte, hohle Bäume in den Gärten gibt – die werden heutzutage meist schnell gefällt, sind auch Spechte zunehmend auf Nistkästen angewiesen. Der Nistkasten für Spechte sollte rundum geschlossen sein, die Größe des Einfluglochs 6 cm betragen. Der Specht kann sich aber auch die Lochgröße selbst passend hämmern.
Gelegentlich werden Nistkästen anderer Vögel von den Spechten auch einfach als Schlafplatz benutzt.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen

Nistkästen im Garten bringen viele interessante Einblicke in das Leben der Vögel: wie die Tiere auf Partnersuche gehen, wie sie ihre Kinderstube kuschelig einrichten, wie die Vögel Brutzeit abläuft, wie der Nachwuchs die Welt entdeckt…

Nistkästen im Garten bringen viele interessante Einblicke in das Leben der Vögel: wie die Tiere auf Partnersuche gehen, wie sie ihre Kinderstube kuschelig einrichten, wie die Vögel Brutzeit abläuft, wie der Nachwuchs die Welt entdeckt…

Vögel Brutzeit

Die Brutzeit der Stare

Hier im Garten stehen 2 Staren Nistkästen. Da gibt es in diesem Frühjahr einiges zu sehen. Die meisten heimischen Gartenvögel brüten zwischen März und Juli. Stare brüten ab Anfang Anfang April – normalerweise, wenn das Wetter mitspielt. Wann genau die Brutzeit beginnt, ist auch regional unterschiedlich und hängt vom Wetter ab. Wenn es, wie auf dem Foto zu sehen, Anfang April noch mal schneit, verzögert sich das Brüten.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen 12

Nicht nur dass die Küken frieren, es sind auch zu wenig Insekten unterwegs, um den Nachwuchs zu füttern. Viele Vögel füttern ihre Küken ausschließlich mit tierischer Nahrung.

Die Stare brüten auch nicht alle gleichzeitig. Das kann man hier im Garten bei den beiden Nistkästen gut beobachten. Rechts hat ein Staren Paar schon Anfang April angefangen zu brüten.

Der Star auf der Balz

Links ist der Starenkasten schon von einem Männchen bezogen, aber noch ohne Weibchen. Stundenlang steht er auf den Dach des Starenkasten und tanzt und schlägt mit den Flügeln. Er will wohl die Damenwelt beeindrucken – leider ohne Erfolg. Keine Vogeldame lässt sich blicken – wochenlang. Der arme Kerl kann einem schon leid tun. Vielleicht hätte er mal eine Dating-App probieren sollen.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen 13

Im rechten Starenkasten brütet die Stare die Eier, das dauert 12 bis 13 Tage. Die Vögel Brutzeit in so einem engen Kasten kann auch ganz schön langweilig sein – immer mal wieder guckt einer aus dem Kasten raus. Zum Glück wechseln sich die Partner beim Brüten ab, zumindest tagsüber.

Dann schlüpfen die Jungen. 3 Wochen lang werden die Küken von den Vogeleltern im Nest gefüttert. Die Eltern bringen ständig frische Regenwürmer und andere Insekten.

Die Jungvögel warten immer auf ihre Eltern, dabei guckt oft ein Jungvogel aus dem Kasten raus und beobachtet die Welt. Anfangs sind die Jungen ruhig. Wenn die Eltern zu lange wegbleiben, kann man deutlich das Rufen der Kleinen hören.

Vögel Brutzeit: Stare halten ihren Kasten sauber

Die Tiere halten ihr Nest sauber. Die Vogeleltern bringen nicht nur Futter für die Jungen, sie transportieren auch den Kot der Kleinen und anderen Müll ab, wie in dem kurzen Video zu sehen ist

Star bei der Balz

Im linken Starenkasten tut sich immer noch nichts. Der arme, einsame Star ist immer noch auf der Balz. Er steht auf dem Dach des Nistkasten, schlägt mit den Flügeln und tanzt.

Im rechten Starenkasten sind nach 3 Wochen die jungen Stare flügge, dann verlassen sie den Nistkasten. Jetzt werden sie noch 4 Tage lang außerhalb des Nestes von ihren Eltern gefüttert. Übrigens: Junge Stare lieben Rosinen.

Brutzeit Vögel

Und plötzlich tut sich im linken Starenkasten auch was: Endlich hat das Männchen ein Weibchen gefunden. Sie sind jetzt zu Zweit. Nun bringen sie gemeinsam alles heran, um den Starenkasten gemütlich zu machen: Moos und Gräser. Einer der Beiden hat wohl auch was bei der Altpapier-Sammlung gefunden.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen 14

Der rechte Nistkasten ist erst ein paar Tage leer, da interessiert sich schon wieder ein Vogelpaar für diesen Kasten. Die Beiden nehmen ihn genau unter die Lupe – innen und außen. Dann fliegen sie erst mal wieder weg. Vielleicht schauen sie sich noch andere Wohnungen an.

2 Nistkästen im Garten – jede Menge spannende Beobachtungen 15

Nistkästen für Stare

Stare sind Höhlenbrüter. Sie nisten bevorzugt in Baumhöhlen oder Mauerspalten. Im Garten nehmen sie gern Nistkästen an, im Gegensatz z.B. zu Amseln, die fast nie Nistkästen benutzen. Die Starenkästen befestigt man am Ende einer etwa 2 Meter langen Holzstange. Man kann sie aber auch an einer Wand oder an einem Baum in 2 bis 6 Metern Höhe aufhängen.

Das Einflugloch muss für Stare einen Durchmesser von 45 mm haben. Es sollte nach Osten oder Südosten gerichtet sein, damit kein Regen reinkommt. Der Kasten sollte 15 bis 20 cm breit und tief sein und etwa 30 cm hoch.

Nistkasten mit Kamera

Die Vögel Brutzeit am Nistkasten zu beobachten ist schon spannend, aber ich hätte zu gern auch gesehen, was drinnen im Nistkasten passiert ist. Und ich habe ganz spannende Momente verpasst, nämlich wie die Jungen den Nistkasten verlassen haben und ihre ersten Flugversuche unternommen haben. Damit mir das nicht nochmal passiert, hole ich mir einen Nistkasten mit Kamera.

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Amseln im Garten: Warum sie Geranien lieben

Bis vor einigen Jahrzehnten lebten Amseln nur im tiefen Wald. Heute trifft man die einst scheuen Waldbewohner überall in Gärten, in Parks, in der Stadt und auf dem Land. Manchmal findet man ein Amsel Nest sogar auf dem Balkon.

Amseln im Garten: Warum sie Geranien lieben 19

Bis vor einigen Jahrzehnten lebten Amseln nur im tiefen Wald. Heute trifft man die einst scheuen Waldbewohner überall in Gärten, in Parks, in der Stadt und auf dem Land. Manchmal findet man ein Amsel Nest sogar auf dem Balkon. Die Amsel (Turdus merula) – oder Schwarzdrossel genannt – hat sich in unseren Städten und Dörfern hat sich in der Gesellschaft der Menschen gut eingelebt und scheu sind die Singvögel heute auch nicht mehr.

Amsel Männchen
Amsel-Männchen


Letzten Sommer saß ein Amsel-Männchen fast jeden Tag stundenlang ganz ruhig bei mir auf dem Balkon. Er hatte keine Angst vor mir. Er hat mich immer genau beobachtet, ich konnte mich bis auf 1 Meter nähern. Als Amsel-Männchen konnte ich ihn erkennen, weil er ein ganz schwarzes Gefieder und einen orangen Schnabel hatte.

Später kam dann ein Amsel-Weibchen dazu. Dann war es mit der Ruhe vorbei. Sie (braunes Gefieder und brauner Schnabel) grub ständig alle Blumenkübel um. Mein schönen Pflücksalate waren alle kaputt. Daher war ich dann nicht so unglücklich, als die beiden gegen Ende des Sommer nicht mehr kamen.

Ob die Amsel in meinen Blumenkübeln nach Regenwürmern gesucht hat?


Was fressen Amseln?

In der Natur sind sie echte Allesfresser. Würmer, Schnecken, Insekten, Beeren und Früchte stehen auf ihrem Speiseplan.

Häufig sieht man Amseln auf dem Boden oder in der Wiese sitzen und in die Erde picken. Hier holen sie Regenwürmer aus dem Boden, eine ihrer Lieblingsspeisen. Wenn Sie kaputte Schneckenhäuser im Garten finden, geht das meist auch auf das Konto von Amseln. Die Singvögel haben dabei ein tolle Technik: sie stoßen die Schneckenhäuser so lange auf einen Stein, bis das Haus kaputt geht und sie die Schnecken herausziehen können.

Im Sommer machen sich die Amseln bei manchen Gartenbesitzern unbeliebt. Sie klauen nämlich so gern Erdbeeren und Kirschen. Wer die süßen Früchte nicht mit den Vögeln teilen will, muss schon Netze spannen, sonst wird ein großer Teil der Ernte von den Vögeln verspeist.

Amseln füttern

Amseln gehören zu den häufigsten Gästen an der Vogelfutterstelle. Hier fressen sie bevorzugt Haferflocken, Apfelstücke und Rosinen. Amsel fressen an liebsten aus großen Schalen oder vom Boden. Mit Futtersäulen oder Meisenknödeln macht man sie nicht glücklich, sie sind nämlich nicht sportlich genug, um an diesen hängenden Futterspendern herumzuturnen.

Die Balz


Mit einem Jahr werden Amseln geschlechtsreif. Das ist meist zu Beginn des Frühlings. Dann wählt sich das Männchen ein Weibchen aus und beginnt um das Weibchen zu werben, erst mal mit melodischem Gesang. Der Gesang der Amseln ist herzzerreißend schön.

Wenn das noch nicht reicht, versucht das Männchen die Auserwählte mit seinem Imponierschritt zu beeindrucken: Er plustert sich auf und schreitet hoch aufgerichtet auf und ab. Nebenher muss er sich noch damit beschäftigen, wie er mögliche Konkurrenten abhalten kann.

Amsel brütet im Nest

Amsel Nest: Wo bauen Amseln ihr Nest?

Nach der Paarung beginnt der Nestbau. Amseln sind wenig wählerisch, wo sie ihr Nest bauen. Sie geben sich auch oft nicht viel Mühe, ihr Nest zu verstecken, weshalb die Jungvögel leider oft Räubern wie Elstern zum Opfer fallen. Meist bauen die Amseln ihr Nest in dichten Sträuchern und Hecken in etwa 1,5 Metern Höhe. Deshalb dürfen auch viele Hecken zwischen 1. März und 30. September nicht geschnitten oder gerodet werden.

Oft bauen die Singvögel ihr Amsel Nest auch an ungewöhnlichen Orten wie unter Dachbalken, bewachsene Häuserfassaden, in Regenrinnen, in Holzstapeln oder alten Briefkästen.

Amsel Nest

Wo es keine Hecke verfügbar ist, tut es auch ein dicht bepflanzter Blumenkasten. Mitten zwischen Geranien ist auch eine prima Platz für ein Amsel Nest. Das Amsel Nest besteht aus kleinen Ästen, Halmen und Moos, die Nestmulde wird mit feuchter Erde geformt. Prima, wenn im Blumenkasten gleich frische Blumenerde für den Nestbau griffbereit ist.

Amseln sind sogenannte Freibrüter. Nistkästen mit einem Einflugloch sind nichts für sie, nur halboffene Nistkästen werden schon mal von ihnen akzeptiert.

Amseln Brutzeit

Die Brutzeit von Amseln erstreckt sich von Februar bis August. Eine Amsel-Dame brütet in der Zeit 2 bis 3 Mal, gelegentlich bis 5 Mal. Brüten ist bei Amseln Frauensache, nur das Weibchen brütet und verlässt in der Zeit das Nest nur mal ganz kurz um etwas zu fressen.

Lebenslange eheliche Treue ist den Amseln unbekannt, bei ihnen geht es eher locker zu. Die verschiedenen Bruten können von unterschiedlichen Partnern sein. So kann es passieren, dass eine Amsel-Dame direkt nach dem Schlüpfen der Küken sich schon wieder einem anderen Amsel-Herrn zuwendet, während der Vater die Kleinen alleine großzieht.

Das Amsel-Weibchen legt drei bis sechs Eier. Nach zwei Wochen schlüpfen die Küken. Nach weiteren 2 Wochen können die Jungen das Nest verlassen und unternehmen erste Flugversuche. Jetzt werden sie noch 3 Wochen lang gefüttert. Den Job übernimmt meist der Amsel-Vater. Danach sind die Jungvögel auf sich selbst gestellt. Wie Amseln ihre Jungen großziehen, kann man sehr schön in diesem Video sehen

Amsel Jungvogel

Amsel-Jungvögel erkennen


Die jungen Amseln sind ziemlich unscheinbar. Sie haben ein bräunliches Federkleid mit helleren Flecken an Rücken, Brust und Bauch. Ihr Schnabel ist gelblich orange mit dunklen Flecken.

Amsel Jungvögel

Wie alt werden Amseln?

Amseln werden ca. 25 cm groß und 100 g schwer. Sie können 5 Jahre alt werden. In Gefangenschaft sind einige Amseln sogar 20 Jahre alt geworden.

Die Feinde der Amseln

Die Nester der Amseln werden häufig von Elstern oder Eichhörnchen geplündert. Außerhalb der Brutzeit kommen Eichhörnchen und Amseln ganz gut miteinander klar, im Winter sieht man Amseln und Eichhörnchen sogar zusammen am Futterhaus.
Katzen, Marder und Füchse sind eine große Gefahr für Amseln. Ausgewachsene Amseln müssen vor allem Feinde aus der Luft fürchten: Habichte, Sperber und Falke. Amseln leben so gern in Gärten und Parks, weil sie dort relativ geschützt sind vor Greifvögeln.

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Von wegen Spatzenhirn: Der Haussperling

Der Haussperling – umgangssprachlich Spatz genannt – ist klüger als man denkt. Vor allem ist er ein geselliges und soziales Tier.

Der Haussperling – umgangssprachlich Spatz genannt – ist schlauer als man denkt. Vor allem ist er ein geselliges und soziales Tier. Spatzen gehören zu den häufigsten Singvögeln, aber sie werden immer seltener. Vor allem in den großen Städten geht ihr Bestand zurück.

Spatz

Spatzen sind sehr kleine Vögel und haben dementsprechend auch nur kleine Gehirne. Deshalb sind aber nicht dumm. Die Gehirne von Vögeln sind ganz anders aufgebaut als die der Säugetiere.
Auch mit vergleichsweise kleinen Gehirnen können Vögel erstaunliche Leistungen erbringen: Spatzen helfen sich gegenseitig beim Futter finden und warnen ihre Artgenossen, wenn Gefahr droht. Rabenvögel können sogar Werkzeuge basteln und manche Papageien können sprechen.

Von wegen Spatzenhirn: Der Haussperling 31

Ein Spatz kommt selten allein ist

Der Haussperling (Passer domesticus) ist ein sehr geselliges Tier. Spatzen leben immer in kleinen Gruppen zusammen und unternehmen alles gemeinsam. Sie singen gemeinsam, gehen zusammen auf Futtersuche und zum Baden. Sogar zum Schlafen sammelt sich die ganze Gruppe in einem Versteck.

Auch Brüten wollen Spatzen immer in Gemeinschaft. Notfalls übernehmen die anderen Vögel der Gruppe sogar die Fütterung von verlassenen Nestlingen. Feinde werden gemeinsam in die Flucht geschlagen. Wenn die Gruppe sich am Futterhäuschen tummelt, passt immer einer auf, ob sich kein Feind nähert. Die Paare verbringen meist ihr ganzes Leben miteinander.

Das Leben in der Gruppe hat für bietet ihnen Schutz, bei Gefahr können sie sich gegenseitig warnen.

Spatzen sind wirklich Allerweltsvögel, sie kommen fast überall auf der Erde vor, wo Menschen leben. Als sogenannte Kulturfolger haben sie sich perfekt an den Menschen angepasst. Man findet sie bevorzugt in Dörfern, am Stadtrand, in Gärten und Parks. Wenn es genug Nahrung und Nistplätze gibt, leben sie sogar in den Zentren der großen Städte. Die Vögel profitieren von den Menschen, deshalb sind sie auch wenig scheu.

Von wegen Spatzenhirn: Der Haussperling 32

Wo nisten Spatzen?

Spatzen sind bei der Wahl ihrer Nistplätze nicht wählerisch: Am liebsten nutzen sie Nischen und Höhlen von Gebäuden. Kletterpflanzen an Häuserfassaden sind auch beliebte Nistplätze. Es gab auch schon Brutplätze in Lüftungsschächten oder Ampeln. Manchmal ziehen Spatzen auch als Untermieter in ein Storchennest.

Eine der größten Gefahren für die Haussperlinge ist, dass sie nicht mehr genug Nistplätze finden. Moderne Gebäude haben glatte Fassaden und bieten keine Nischen und Höhlen mehr.

Nistmöglichkeiten schaffen

Man kann die Vögel unterstützen, indem man ihnen passende Nistkästen anbietet. Da Spatzen sehr gesellige Tiere sind und immer die enge Nachbarschaft zu Artgenossen lieben, muss man ihnen ein Mehrfamilienhaus oder ein Reihenhaus anbieten. Spezielle Nistkästen für Haussperlinge sind entweder so gebaut, das mehrere Familien darin nisten können oder man hängt mehrere Nistkästen nebeneinander. Spatzen sind Höhlenbrüter und bauen ihre Nester meist an Gebäuden. Dort sollte man auch ihre Nistkästen aufhängen, ein Nistkasten am Baum ist für sie uninteressant.

Brutzeit des Haussperlings

Ende April beginnen die Spatzen zu brüten. Die Brutzeit kann bis in den August hinein dauern. In dieser Zeit ziehen die Eltern 3 bis 4 Bruten auf. Pro Brut schlüpfen 4 bis 6 Küken. Nicht mal die Hälfte der Jungvögel überlebt das erste Jahr. Im Durchschnitt werden die Haussperlinge drei bis fünf Jahre alt.

Wo schlafen Spatzen?

Spatzen übernachten in Schwärmen. Sie versammeln sich abends und lassen sich gemeinsam auf Bäumen oder in Sträuchern nieder. In der kalten Jahreszeit haben Spatzen einen gemeinsamen Schlafplatz in dichten Hecken, im Efeu an Hauswänden oder in Höhlen unter Dachvorsprüngen.

Spatzen lieben Wasser


Spatzen baden leidenschaftlich gern. Man kann sie an Gartenteichen, Brunnen oder Vogeltränken stundenlang beim Planschen beobachten. Wer die niedlichen Vögel unterstützen möchte, sollte ihnen unbedingt in seinem Garten oder auf dem Balkon das ganze Jahr über Wasser anbieten. Ein Gartenteich oder Wasserspiel ist super, eine Vogeltränke reicht auch.

Wieso Dreckspatz?


Spatzen baden nicht nur im Wasser, sondern auch in Sand oder Staub. Daher der Name „Dreckspatz“. Die Spatzen tun das, um ihre Federn zu säubern und von Schädlingen frei zu halten. Wenn wir Spatzen im Garten oder auf dem Balkon etwas Gutes tun wollen, können wir eine große Schale mit Sand aufstellen.

Sowohl Vogeltränken als auch Sandstellen sollten frei stehen und genügend Abstand zum nächsten Gebüsch haben. Ansonsten sind die Vögel dort leichte Beute für Katzen und andere Feinde.

Von wegen Spatzenhirn: Der Haussperling 33

Was fressen Spatzen?

In freier Natur sind erwachsene Spatzen Vegetarier, sie ernähren sich von Samen und Körnern. Nur in der Brutzeit verfüttert der Spatz Insekten, Raupen und Larven an seine Jungen. In der Stadt haben sich die Spatzen angepasst, dort ernähren sie sich am liebsten von Essensresten und da kann auch Fleisch dabei sein. Oft kann man Spatzen im Außenbereich von Lokalen beobachten, wie sie unter den Tischen die Reste aufpicken.

Der Gesang der Spatzen

Der Spatz gehört zwar zu den Singvögeln, aber ein begnadeter Sänger ist er nicht. Das typische Tschilpen klingt aber ganz munter. Wenn der Spatz eine Bedrohung in der Luft sieht, warnt er seine Artgenossen mit einem lauten „drüüüüü“. Nähert sich ein Feind am Boden, schreit der Spatz „terrettett“ oder „kew kew“.

Spatz

Die Vernichtung von Spatzen in der Geschichte

Heute mögen die meisten Menschen Spatzen, das war aber nicht immer so. Früher wurden die Tiere gnadenlos bekämpft, weil sie schon mal auf den Feldern Körner geklaut haben. Im 17. Jahrhundert gab es in Preußen ein Dekret, das festlegte, wie viele Spatzen im Jahr zu töten waren. Auch in Bayern und Österreich gab es eine so genannte „Spatzensteuer“: Wer nicht genug Spatzen getötet hat, musste eine Geldstrafe zahlen.

In China hat man die Vernichtung der Spatzen auf die Spitze getrieben. Mao Zedong ordnete 1958 an, die Spatzen in China auszurotten. Er sah die kleinen Vögel als eine der „vier Plagen“ neben Stechmücken, Fliegen und Ratten an. Die Tiere, so verkündet er, seien Schädlinge, die dem Menschen Krankheiten bringen und Nahrung nehmen.

3 Tag lang gingen alle Chinesen auf Spatzenjagd, dann waren die Vögel tot. Die Folgen waren katastrophal. Normalerweise vertilgen ja Spatzen auch Heuschrecken. Nach dem die Vögel tot waren, konnten sich die Heuschrecken ungestört vermehren und ganze Ernten auffressen. Die Vernichtung der Spatzen und noch einige andere Fehlentscheidungen von Mao führten in China zu einer fürchterlichen Hungersnot, bei der bis zu 45 Millionen Menschen starben. Ausführliche Informationen dazu im „Spiegel“

Um das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen, musste China später Vögel aus aller Welt importieren. An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig Spatzen und auch andere Vögel sind.

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I

Meisen Brutzeit: Jetzt Meisen richtig helfen

Ausgerechnet zur Meisen Brutzeit am Ende des Winters hören viele Menschen auf, die Vögel zu füttern. Aber gerade, wenn die Tiere brüten, brauchen sie unsere Unterstützung. Dabei ist jedoch Einiges zu beachten.

Meisen Brutzeit: Jetzt Meisen richtig helfen 35

Kinder kriegen und großziehen – das kann ganz schön anstrengend sein. Ausgerechnet zur Meisen Brutzeit am Ende des Winters hören viele Menschen auf, die Vögel zu füttern. Aber gerade, wenn die Tiere brüten, brauchen sie unsere Unterstützung. Dabei ist jedoch Einiges zu beachten.

Meisen Brutzeit

„Du hast ’ne Meise“ ist eine alte Redensart, sie bedeutet soviel wie „Du bist nicht ganz bei Verstand“. Die Redensart geht auf einen alten und verbreiteten Volksglauben zurück, Menschen würden geistesgestört, weil Vögel in ihrem Kopf nisten.

Dabei ist es großartig, eine oder besser viele Meisen im Garten zu haben. Meisen sind nicht nur nett anzusehen, sondern auch sehr nützlich: Während der Brutzeit verfüttern sie Unmengen von Blattläusen und anderem lästigem Getier an ihre Jungen.

Im März beginnt für für die Meisen wie auch für viele andere heimische Gartenvögel die neue Brutsaison. In der Regel brüten Meisen ein bis zwei Mal. Nur wenn die Jungen vorzeitig sterben, brüten die Vögel noch ein drittes Mal. Im Juli ist die Meisen Brutzeit beendet. Meist benutzen die Vogeleltern immer das gleiche Nest. Wenn das Nest aber zerstört ist oder sich darin Parasiten eingenistet haben, wird das Nest gewechselt.

Gerade wenn im März die Meisen Brutzeit beginnt, ist in der Natur wenig Nahrung zu finden. Im Winter war es zwar kalt, aber die Vögel hatten nicht viel zu tun und konnten ihren Energiebedarf runter fahren.

Die Meisen Brutzeit hingegen bedeutet lange, harte Arbeitstage für die Vogeleltern, jetzt brauchen sie viel Energie. Die Vögel müssen früh aufstehen und laut singen, um ihr Revier gegen mögliche Konkurrenten zu verteidigen und um Weibchen anzulocken.

Meisen Nester


Dann muss das Nest gebaut werden. Blaumeisen und Kohlmeisen sind sogenannte Höhlenbrüter. In der Natur nisten sie in Baumhöhlen. In der Zivilisation finden die Vögel auch an Häusern prima Höhlen. Lücken in der Fassade, Mauerritzen und Jalousiekästen sind auch gute Niststätten.

Meisen Brutzeit: Jetzt Meisen richtig helfen 36

Meisen Brutzeit – viel Stress für die Vogeleltern

Ist ein passendes Nest gebaut, werden die Eier gelegt und ausgebrütet. 14 Tage lang brütet das Meisen Weibchen, in der Zeit wird sie vom Männchen mit Futter versorft.

Sind die Küken geschlüpft, wird es richtig stressig für die Vogeleltern. Die Kleinen sind zuerst blind und nackt, sie werden nur mit frischen proteinreichen Insekten gefüttert. Jetzt sind die Vogeleltern 18 Stunden am Tag unterwegs um Blattläuse, Raupen & Co zu sammeln. Bis zu 350 Mal am Tag fliegen sie das Nest an, um ihren Nachwuchs satt zu kriegen. Bis zu 10.000 Insekten müssen die Elternvögel heranbringen, damit die Jungvögel nicht hungern. Das ist so anstrengend, dass die Vogeleltern total abmagern und dünner sind als ihre Kinder.

In dieser Zeit heißen die jungen Vögel Nestlinge, die Nestlingszeit dauert 20 Tage. Nach der Nestlingszeit beginnt die sogenannte Ästlingszeit, jetzt unternehmen die Kleinen erste Flugversuche. Anfangs stehen nur Kurzflüge auf dem Programm, von Ast zu Ast. Manchmal landen die Jungvögel dann auch auf dem Boden. Jetzt werden die Kleinen dort, wo sie gelandet sind, von ihren Eltern weiter gefüttert, bis sich genug Kraft haben, erneut zu fliegen.

Meisen Brutzeit: Jetzt Meisen richtig helfen 37


Diese Zeit, wo die Kleinen noch nicht richtig fliegen können und noch von den Eltern versorgt werden, dauert zwei Wochen. Es ist die gefährlichste Zeit für die Jungvögel, da sie schutzlos Feinden ausgeliefert sind. Die Eltern sind zwar immer in der Nähe, können aber auch nicht jeden Feind vertreiben.
In der Ästlingszeit hocken die Jungvögel öfter mal am Boden. Trotzdem werden sie meistens noch von ihren Eltern betreut. Erst wenn die Eltern stundenlang nicht auftauchen, sollte man die Ästlinge aufnehmen und von einem Wildvogelexperten aufziehen lassen.
Wir können die Meisen in dieser Zeit unterstützen, wenn wir Feinde fernhalten. Katzen sollten in dieser Zeit besser im Haus bleiben, auch Hunde sollten nicht in den Garten.

Meisen füttern während der Brutzeit

Ob Vögel überhaupt gefüttert werden sollen oder nur im Winter oder das ganze Jahr über, ist umstritten. Führende Ornithologen setzen sich für die Ganz-Jahres-Fütterung ein, wie Professor Dr. Martin Kraft vom Marburger Institut für Ornithologie und Ökologie e.V. (MIO) und Prof. Dr. Peter Berthold, ehemaliger Direktor der Vogelwarte Radolfzell. 

Kein Winterfutter geben!

Der NABU plädiert für eine gezielte Unterstützung der Vögel auch während der Brutzeit.

Allerdings muss das Futter jetzt umgestellt werden. Wintervogelfutter darf jetzt nicht mehr gegeben werden. Eigentlich sollten die Jungvogel ja mit Insekten gefüttert werden. Bringen die Vogeleltern Wintervogelfutter ihren Jungen, kann das für den Nachwuchs sehr gefährlich werden. An großen Erdnuss-Bruchstücken oder ganzen Sonnenblumenkernen können die Küken ersticken.

Die Vogeleltern brauchen während der stressigen Brutzeit viel Energie. Daher sollten Sie jetzt kalorienreiches Futter wie Erdnussbutter oder energiereiche Samen anbieten.

Meisen füttern - Viel Spaß am Vogelhaus

Vogelfreundlicher Garten

Besser als füttern ist, den Meisen und anderen Vögel einen vogelfreundlichen Garten bieten. Mit zahlreichen verschiedenen Pflanzen – darunter ein hoher Anteil heimischer Arten – sowie einer abwechslungsreichen Struktur bieten Sie Meisen & Co. einen Lebensraum.
Wer in seinen Garten Vögel anlocken möchte, sollte eine Hecke mit heimischen Sträucher setzen. Solche Hecken sind für viele Tiere eine wichtige Nahrungsquelle, Unterschlupf und Platz für Nistplätze. Wildsträucher ernähren Insekten in allen Entwicklungsstadien. Im Herbst sorgen die bunten Beeren der heimischen Sträucher für einen reich gedeckten Tisch für Vögel, auch viele Säugetiere bedienen sich gern an den leckeren Früchten.

Was fressen Meisen gern?

Meisen füttern macht viel Spaß: Die kleinen Singvögel sehen nicht nur niedlich aus, auch ihre lebhafte, manchmal sogar freche Art ist wirklich amüsant. Außerdem sind Meisen im Garten äußert nützlich, denn sie vertilgen Unmengen von Blattläusen.

Meisen füttern im Winter

Meisen sind Allesfresser. Je nach Jahreszeit ernähren sie sich von Insekten oder Samen, Kernen, Nüssen und auch Früchten. Während andere Vögel wie Amseln und Rotkehlchen am liebsten vom Boden fressen, bevorzugen Meisen hängendes Futter. Daher stehen Meisenknödel bei ihnen so hoch im Kurs.

Was fressen Meisen im Sommer?

Im Sommer brüten die Meisen und ziehen ihre Jungen groß. Das braucht viel Energie. In der Zeit fressen Meisen bevorzugt tierische Kost wie Würmer und Insekten.

Futter während der Brutzeit

Ihren Nachwuchs füttern Meisen am liebsten mit frischen proteinreichen Insekten wie z.B. Blattläusen. Haben Sie schon mal beobachtet, wie Meisen eifrig auf Obstbäumen herumturnen? Die Vögel picken Blattläuse und andere Schädlinge von den Blattunterseiten und verfüttern diese dann an ihren Nachwuchs.

Für Gärtner ist das sehr nützlich, so werden Schädlinge ökologisch bekämpft. Daher hängt man Nistkästen gern an Obstbäumen auf.

Die Meisen füttern ihre Jungen von April bis Juli. In dieser Zeit sollte man ihnen kein Wintervogelfutter geben. An zu großen Sonnenblumenkernen oder Nüssen können die Jungtiere ersticken. Fettreiches Futter können sie nicht gut verdauen. Besser für sie sind jetzt Sämereien oder Insektenfutter.

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Meisen im Winter

Im Winter werden Meisen zu Vegetariern. Zu dieser Jahreszeit fressen sie gerne Sonnenblumenkerne, Hanf oder Mohn.
Blaumeisen und Kohlmeisen kommen oft zum Vogel-Futterhaus. Besonders gern mögen Sie Fettfutter, Sonnenblumen und gehackte Nüsse. Gern mögen es die niedlichen Singvögel, wenn das Futter hängt. Meisenknödel oder hängende Futtersäulen sind ideal für sie. Kohl- oder Blaumeisten fressen am liebsten  Meisenknödel, die an Ästen im Garten befestigt werden, da sie hier nur wenig Konkurrenz von anderen  Vögeln kriegen.  Wenn Sie Meisenknödel kaufen, achten sie darauf, das diese nicht in Plastik-Netzen sind. In den Maschen können sich die Vögel mit ihren Krallen verhaken und verletzen.

Wer Lust hat, kann auch Vogelfutter selber machen. Das kann man dann sehr dekorativ an den Baum hängen, z.B. in Tassen oder in halben Kokosnuss-Schalen.

Wenn Sie Meisen füttern, sollten sie billiges Vogelfutter besser meiden. Dieses Futter enthält oft viele Weizenkörner. Die mögen die Meisen und auch andere Vögel nicht wirklich und fressen sie nur wenn es gar nichts anderes mehr gibt. Billiges Vogelfutter führt zu viel Schmutz an ihrer Futterstelle. Kaufen Sie lieber hochwertiges Futter, das auch komplett gefressen wird.

Meisen füttern auf dem Balkon

Meisen füttern können Sie auch prima auf dem Balkon. Sie kommen auch in höhere Stockwerke geflogen, während sich z.B. Rotkehlchen oder Stare meist nicht allzu hoch wagen. Außer Tauben dürfen Sie alle Singvögel auf dem Balkon füttern. Das hat das Landgericht Berlin entschieden.

Was fressen Meisen gern? 49

Was dürfen Meisen nicht bekommen?

Auf keinen Fall sollte man Essensreste verfüttern, das kann zu Verdauungsproblemen führen. Auch Brot und salzige Nüsse sind tabu. Das Futter darf nicht zu hart sein, damit die Vögel es ohne Probleme schlucken können.

Füttern allein reicht nicht

Will man Meisen wirklich etwas Gutes tun sollte man seinen Garten vogelfreundlich gestalten. Auch auf dem Balkon kann man die niedlichen Tiere unterstützen, indem man z.B. Kräuter und andere tierfreundliche Pflanzen setzt. Auch Vogeltränken und Nistkästen brauchen die Vögel, um sich wohl zu fühlen.

Niedliche und nützliche Tiere im Garten

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Mein neuer Freund – ein Amsel Männchen

Seit einigen Monaten habe fast jeden Tag ein Amsel Männchen zu Gast auf meinem Balkon.
Er sitzt dann oft stundenlang auf meinem Tisch. Wenn ich mich nähere, beobachtet er mich ganz genau. Solange ich ruhig sehe, bleibt er da. Wenn ich ganz ruhig an der Balkontüre stehe, beobachtet er mich genau. So bald ich mich schnell bewege, fliegt er weg.

Amsel-Männchen
Das Amsel Männchen ist ganz schwarz mit orangenem Schnabel und gelben Augenringen

Amsel Männchen erkennen: Woher ich weiß, das der Vogel ein „Er“ ist?

Amsel Männchen und Weibchen kann man ganz leicht unterscheiden: Er ist schwarz gefiedert, mit orangenem Schnabel und interessanten gelben Augenringen. Sie ist bräunlich gefleckt mit blassem Schnabel.

Mein neuer Freund – ein Amsel Männchen 51
Das Amsel Weibchen ist bräunlich gefleckt mit blassem Schnabel

Amseln füttern

Meine Nachbarin füttert Vögel im Winter schon seit Jahren. Sie hängt Meisenknödel auf, das kam letzten Winter bei den Meisen auch sehr gut an. Ich dachten dann, ich könnte mit Vogelfutter aus dem Supermarkt auch einige Tiere auf meinen Balkon locken. Hat aber nicht geklappt. Gegen die leckeren Meisenknödel bin ich nicht angekommen.

Gegen Ende des Winters habe ich das billige Vogelfutter weggeworfen und besseres Futter hingestellt. Gesehen habe dann erst mal auch noch keinen Vogel auf meinem Balkon, aber nach einiger Zeit bemerkte ich, dass das Vogelfutter immer weniger wurde. Ich habe Futter nachgefüllt und das neue Futter verschwand wieder auf geheimnisvolle Weise.

Eines Tages habe ich ihn dann entdeckt: meinen neuen Freund – das Amsel Männchen. Die erst Zeit kam er immer allein und saß stundenlang auf dem Tisch. Ich habe ihm dann noch keine Apfelstücke hingestellt, die hat er mit Begeisterung gefressen.

Was fressen Amseln?

Die Nahrung der Amsel ist sehr vielfältig, je nach Jahreszeit und Wetter gibt es anderes Futter. Ganz oben auf dem Speiseplan stehen Regenwürmer. Amseln fressen zahlreiche Insekten, Würmer, Käfer, Schnecken, Schmetterlinge, Tausendfüßer und Ameisen. Bei Regen oder Kälte gibt es keine Insekten in der Luft, dann müssen die Amseln mehr pflanzliche Kost zu sich nehmen. Vom Spätherbst bis zum Frühling fressen die Vögel viele Beeren und Früchte: Äpfel, Birnen, Hagebutte, Heckenkirsche, Vogelbeere, Walnuss… Die Früchte von Efeu, Eibe, Traubenkirsche, Zwergmispel, Liguster, Maulbeere sind auch sehr beliebt.

Wenn Sie einen Obstbaum im Garten haben, lassen Sie doch etwas Fallobst liegen. Die Amseln werden es finden und dankbar verspeisen.

Nachdem ich das Futterangebot an meinen neuen Freund – das Amsel Männchen – mit frischen Obst aufgepeppt habe, kam dann auch das Amsel Weibchen mit. Das war erst mal nicht so lustig. Sie hat auf meinem Balkon alle Blütenkübel mit Kräutern zerwühlt.

Zum Glück ist sie nur einige Male hier gewesen. Jetzt kommt das Amsel Männchen wieder immer allein und sitzt stundenlang auf meinem Tisch. Zwischendurch pickt er etwas Vogelfutter. Dann fliegt er mal wieder für einige Zeit weg und spätestens am nächsten Tag sitzt er wieder auf meinem Tisch.

Wie ein Balkon zum Wohlfühl-Ort für Vögel werden kann, zeigt der NABU in einem Video

Vögel im Garten: Wie Sie mehr Vögel anlocken können

Wer mehr Vögel anlocken will, muss ihnen im Garten einen komfortablen Lebensraum bieten. Die Tiere brauchen Schlafplätze, Nistplätze, Nahrung und – ganz wichtig – Wasser. Eine Vogeltränke ist ein unverzichtbares Element in einem vogelfreundlichen Garten.

Vogelhaus aufstellen, Futter rein und dann kommen die Vögel von selber. Nein, ganz so einfach ist das nicht. Wer mehr Vögel anlocken will, muss ihnen im Garten einen komfortablen Lebensraum bieten. Die Tiere brauchen Schlafplätze, Nistplätze, Nahrung und – ganz wichtig – Wasser. Eine Vogeltränke ist ein unverzichtbares Element in einem vogelfreundlichen Garten.

Vögel im Garten: Wie Sie mehr Vögel anlocken können 60

Vögel sind willkommene Besucher im Garten. Nicht nur, weil Vogelgezwitscher die schönste Musik ist und es Spaß macht, die Tiere zu beobachten. Vögel im Garten machen sich auch nützlich: Während der Brutzeit fressen sie riesige Mengen an Schädlingen wie Blattläusen.

Amsel-Jungvögel
Junge Amseln am Vogelhaus

Vögel im Garten füttern


Natürlich locken Sie mit Futter Vögel in den Garten. Da die Vögel auch im Sommer in der freien Natur immer weniger Nahrung finden, empfehlen immer mehr Experten, die Tiere das ganze Jahr über zu füttern.

Vögel im Garten: Wie Sie mehr Vögel anlocken können 61

Vogeltränke


Viele Menschen füttern Vögel, aber vergessen dabei, dass die Tiere ja auch Durst haben. Ein idealer Trink- und Badeplatz für Vögel ist ein Gartenteich.  Wenn Sie keinen Teich haben, sollten Sie eine Vogeltränke aufstellen, wo die Tiere trinken und baden können. Das Wasser wird gerne angenommen, da in vielen Siedlungen die natürlichen Gewässer nahezu verschwunden sind. Gerade bei heißem und trockenem Wetter sind Vogeltränken wichtig, da auch die Tiere einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben und viele natürliche Wasserquellen wie Pfützen und Gräben ausgetrocknet sind. Auch der NABU empfiehlt immer wieder Vogeltränken aufzustellen.
Wichtig bei der Vogeltränke ist die Hygiene, sonst können sich die für die Vögel tödlichen Salmonellen oder Trichomonaden bilden. Regelmäßig sollte das Wasser gewechselt und die Tränke gereinigt werden. Wenn Sie Reinigungsmittel verwenden, so spülen Sie das Vogelbad anschließend mehrmals mit klarem Wasser aus.
Vögel benutzen eine Tränke jedoch nur, wenn sie sich dort sicher fühlen. Können sie den Ort nicht gut einsehen oder stehen Büsche in der Nähe, bleiben die Vögel aus. Wenn die Vögel ins Wasser hüpfen und fröhlich herumspritzen, passen sie nicht auf und werden so zu leichter Beute für Katzen oder Marder. Gut sind hängende Vogeltränken, wo Katzen nicht heran können.

Nistkasten
Nistkasten zur Brutzeit

Vögel anlocken: Nistplätze schaffen


Für Vögel wird es immer schwerer, geeignete Nistplätze zu finden.
Oft bieten die modernen Dächer keine Plätze mehr für den Nestbau und auch in den Städten sind dichte Hecken und hohe Bäume immer seltener.

Das Aufhängen von Nistkästen ist eine prima Möglichkeit, um den Garten für Meisen, Sperlinge und andere höhlenbrütende Vögel interessant zu machen.
Die Nistkästen sollten nicht zu sehr der Sonne ausgesetzt sein und die Einflugslöcher sollten nach Osten zeigen, damit kein Regen reinkommt. Damit die Vögel ungestört brüten können, müssen die Nistkästen so hängen, dass keine Katzen dran kommen. Hängen Sie die Nistkästen ruhig schon im Herbst auf, da Vögel schon im Winter nach geeigneten Nistplätzen Ausschau halten und in kalten Nächten auch schon darin übernachten.

Garten naturnah gestalten

„Vielfalt ist Trumpf“ ist das Motto für den vogelfreundlichen Garten. Mit zahlreichen verschiedenen Pflanzen – darunter ein hoher Anteil heimischer Arten – sowie einer abwechslungsreichen Struktur bieten Sie Vögeln einen Lebensraum und können den Wechsel der Jahreszeiten beobachten.

naturnaher Garten

Wer in seinen Garten Vögel anlocken und beobachten möchte, sollte eine Hecke mit heimischen Sträucher setzen. Solche Hecken sind für viele Tiere eine wichtige Nahrungsquelle. Dort finden Vögel Unterschlupf und Nistplätze. Wildsträucher ernähren Insekten in allen Entwicklungsstadien. Im Herbst sorgen die bunten Beeren der heimischen Sträucher für einen reich gedeckten Tisch für Vögel, auch viele Säugetiere bedienen sich gern an den leckeren Früchten. Wildrosen mit ihren Hagebutten sind bei Vögeln sehr beliebt.
Wer nicht so viel Platz hat, setzt eine geschnittene Liguster- oder Hainbuchenhecke, die durch einzelne Sträucher ergänzt wird, die mit ihren Blüten und Früchten Nahrung spenden.
Fassaden oder Mauern, die mit Efeu, Wildem Wein oder Knöterich bewachsen sind, bieten vor allem Amseln Rückzugsmöglichkeiten.

Ebenso genügend Nahrung in Form von Insekten, die Sie mit insektenfreundlichen Pflanzen anlocken können. Eine Wildblumenwiese ist ein Buffet für Vögel, hier finden sie Pflanzensamen und Insekten. Die Samen von heimischen Wildkräutern und -blumen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Wildvögel wie Grünling oder Goldammer. Beliebt bei Vögeln sind beispielsweise Johanniskraut, Nachtkerze oder Beifuß.  Nicht nur die Samen, auch die Insekten, die in Staudenbeeten leben, werden von den Vögeln verspeist. Hausrotschwanz, Star, Rotkehlchen sowie Blau- und Kohlmeise ernähren sich besonders während der Brutzeit von Raupen, Käfern und Spinnen.

Trockenmauern sehen toll aus und sind nicht nur für Insekten ein schöner Lebensraum. Sie werden auch von Rotkehlchen, Haus- und Gartenrotschwanz, Kleiber, Grauschnäpper und Zaunkönig als Nahrungsquelle und Unterschlupf genutzt.

Vögel lieben Unordnung

In Totholzhaufen lebt das „Ungeziefer“, das unsere Vögel zum Fressen gern haben. Stapeln Sie das Schnittgut von Bäumen und Sträuchern in einer abgeschiedenen Gartenecke auf. Rotkehlchen, Zaunkönige und Heckenbraunellen suchen in diesen Haufen nach Nahrung und nehmen sie auch als Brutplätze. Im Herbst sollte man die Stauden- und Blumenbeete nicht abräumen, sondern bis zum Ende des Winters stehen lassen. So können die Vögel den ganzen Winter über noch die Samenstände fressen.

Brutzeit der heimischen Vögel – gerade jetzt brauchen sie Unterstützung

Im Frühling ist die Brutzeit der heimischen Vögel. Für viele Vogeleltern eine stressige und anstrengende Zeit. Menschliche Eltern können das vielleicht manchmal nachvollziehen. Manche Vogeleltern, wie Blaumeisen, müssen ihre Jungen tagsüber alle 5 bis 10 Minuten füttern. Aber wir können die Vögel in dieser Zeit gut unterstützen.

Im Frühling ist die Brutzeit der heimischen Vögel. Für viele Vogeleltern eine stressige und anstrengende Zeit. Menschliche Eltern können das vielleicht manchmal nachvollziehen. Manche Vogeleltern, wie Blaumeisen, müssen ihre Jungen tagsüber alle 5 bis 10 Minuten füttern. Aber wir können die Vögel in dieser Zeit gut unterstützen.

Brutzeit der heimischen Vögel – gerade jetzt brauchen sie Unterstützung 69

Die Brutzeit der heimischen Vögel:

Brutzeit Amsel: Februar/März bis Juli
Brutzeit Bachstelze: April bis Juni/Juli
Brutzeit Blaumeise: April bis Juni
Brutzeit Buchfink: März bis Juni
Brutzeit Haussperling: März bis August
Brutzeit Kleiber: April bis Mai/Juni
Brutzeit Kohlmeise: März/April bis Juli
Brutzeit Rotkehlchen: April bis Juli
Brutzeit Tannenmeise: April – Juni
Brutzeit Buntspecht: April bis Juni
Brutzeit Zaunkönig: April bis Juli

Wie oft brüten Vögel im Jahr?

In manchen Jahren brüten die Vögel auch mehrmals. Beim Rotkehlchen z.B. beginnt oft das Weibchen eine zweite  Brutzeit, während das Männchen noch den Rotkehlchen-Nachwuchs der ersten  Brutzeit  versorgt.

Da Vögel gern in Hecken brüten, dürfen in dieser Zeit keine Hecken und Bäume geschnitten werden. Damit die Tiere während der Brutzeit nicht gestört werden, dürfen nur Formschnitte vorgenommen werden oder Bäume, die abzubrechen drohen, geschnitten oder gefällt werden.

Manche Vögel haben ungewöhnliche Ideen, wo sie ihre Nester bauen wollen: z.B. auf dem Vordach über dem Hauseingang oder in einer Nische am Balkon. Wenn Ihnen diese Brutplätze nicht gefallen, bieten Sie den Tieren Alternativen an, am besten in Form von Nistkästen. Der Nistkasten ist die perfekte Nisthilfe für heimische Vögel.

Wie füttern Vögel ihre Jungen?


Die Küken der Gartenvögel werden von ihren Eltern meist mit Insekten gefüttert. Wer möchte, dass Vögel in seinem Garten brüten, muss dafür sorgen, dass genügend Insekten im Garten zu finden sind. Insekten-freundliche Pflanzen sind wichtig. Totholz- und Laubhaufen, unordentliche Ecken im Garten sind tolle Plätze, wo die Vögel Regenwürmer und andere Delikatessen finden.

Wichtig ist während der Brutzeit der heimischen Vögel, das auch die Elternvögel genug zu fressen bekommen, damit mit ihre Körpertemperatur konstant bleibt und damit auch die Eier gleichmäßig warm bleiben. Wenn die Küken geschlüpft, gilt es die Eltern besonders zu unterstützen: Fettfutter und/ oder Sämereien für die Eltern und Insekten, die sie an ihre Jungen verfüttern können. Genauso wenig darf eine Wasserstelle im Garten fehlen.

Brutzeit der heimischen Vögel
Nistkasten

Schutz der Vögel

Für Vögel und viele andere Tiere sind Wildsträucher wichtige Lebensräume. Im schützenden Dickicht von Sträuchern wie Holunder, Weißdorn oder Pfaffenhütchen nisten gerne viele Vögel wie Heckenbraunelle und Nachtigall. Wildsträucher ernähren Insekten in allen Entwicklungsstadien, die dann den Vögeln Nahrung bieten. Auch Rosen mit ihren Dornen bieten idealen Schutz für Vögel vor Fressfeinden.In Mauern, die mit Efeu begrünt sind, nisten gern Amseln.

Jede Störung am Nest oder in der Nähe der Jungtiere stresst die Vögel. Halten Sie daher von den Brutplätzen fern warten bis die Kleinen das Nest verlassen haben! Beobachten aus Distanz, eventuell mit einem Fernglas, ist aber sehr spannend sein. Nistkästen kann man prima mit WLAN Überwachungskameras beobachten und sich die Bilder auf dem Handy anschauen.

Wenn Sie Vögeln in Ihren Garten rund ums Jahr einen Lebensraum bieten wollen, empfiehlt sich die Ganzjahresfütterung. Und während der Brutzeit sollten die Futterstellen mit speziellem energiereichem Futter gefüllt sein. Mehr Informationen dazu finden Sie beim NABU.

Wie Sie jetzt Vögel unterstützen können: Nistkästen aufhängen

Spätestens bis Anfang März sollten Sie neue Nistkästen aufhängen, damit sich die Vögel noch an ihr neues Heim gewöhnen können. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Vogelarten ihre Quartier-Suche abgeschlossen und die Familienplanung in Angriff genommen.

Spätestens bis Anfang März sollten Sie neue Nistkästen aufhängen, damit sich die Vögel noch an ihr neues Heim gewöhnen können. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Vogelarten ihre Quartier-Suche abgeschlossen und die Familienplanung in Angriff genommen.

Wie Sie jetzt Vögel unterstützen können: Nistkästen aufhängen 72

Umfangreiche Hecken und dichtes Gebüsch findet man in modernen Gärten nur selten. Alte tote Bäume sind auch rar. Moderne Häuser sind so gut verputzt, das sich auch dort keine Vogelnester anbringen lassen. Da ist für es für viele Vögel nicht einfach, einen Platz zum Brüten zu finden.

Rotkehlchen
Nistkästen aufhängen

Optimal für Vögel ist ein naturnaher Garten mit Wildsträucher-Hecken, einzelnen großen, immergrünen Gehölzen, hohlen Bäumen und Kletterpflanzen an Mauern. Dort finden Vögel tolle Nistplätze und genügend Nahrung. Doch auch wenn Sie Vögeln nicht so gute Bedingungen bieten können, haben Sie die Möglichkeit sie zu unterstützen: Hängen Sie Nistkästen auf. Das geht sogar auf dem Balkon.

Nistkästen richtig anbringen

Bringen Sie Nistkästen in einer Höhe von 1,5 bis fünf Metern an. Das Einflugloch sollte nicht zur Wetterseite gerichtet sein, damit kein Regen eindringt. Auch sollten Nistkästen nicht zur sehr der prallen Sonne ausgesetzt sein. Ideal ist eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten an einem halbschattigen Platz.

Welches Nistkasten-Modell?

Die Vogelexperten des NABU unterscheiden verschiedene Nistkasten-Modelle. Zu einen den geschlossene Nistkasten, der je nach Vogelart unterschiedlich große Löcher hat. Diese Nistkästen bringt man in einer Höhe von 1,5-3,5 Metern an für für Meisen, Spatzen und Stare. 4-10 Meter hoch sollte man die Kästen hängen für Waldkauz, Steinkauz und Dohle.

Die Größe des Einflugslochs entscheidet darüber, welche Vogelart darin nistet. Für alle Meisen-Arten gilt ein Durchmesser von 2,6 – 2,8 cm. Kohlmeise und Kleiber benötigen 3,2 cm. Für den Star und ähnlich große Vögel müssen es schon 4 cm sein.

Zaunkönige, Rotschwänzchen und Rotkehlchen bevorzugen halboffene Nistkästen, die sie an ihre natürlichen Brutstätten wie Nischen oder Felsspalten erinnern. Diese Nisthilfen bezeichnet man als Halbhöhlen-Nistkasten, sie sollten in 2 bis 4 Metern Höhe aufgehängt werden.

Das Design der Kästen interessiert die Vögel wenig, wohl aber die Baustoffe. Wichtig sind naturbelassene Materialien ohne Chemie. Holz, Holzbeton oder Terrakotta eignen sich gut. Nisthilfen aus Kunststoff hingegen haben den Nachteil, dass sie nicht atmungsaktiv sind.

Der richtige Abstand für Nistkästen

Wer einen großen Garten hat, kann auch mehrere Nistkästen aufhängen. Dabei ist zu bedenken, dass auch Vögel gern einen gewissen Abstand zum Nachbarn haben. Hängt man mehrere Nistkästen für die gleiche Vogelart auf, sollten zwischen den Kästen 10 Meter Abstand sein. Verschiedene Vogelarten betrachten sich gegenseitig nicht als Konkurrenten. Deshalb kann man Nistkästen für verschiedene Vogelarten auch schon im Abstand von 3 Metern aufhängen.

Nistkästen als Winterquartiere

Schön ist es, einen Nistkasten bereits im Herbst aufzuhängen. Dann können die Tiere ihn schon als Überwinterungsquartier nutzen. Nicht nur Vögel verbringen den Winter gern in Nistkästen, auch Eichhörnchen, Fledermäuse, Haselmäuse und Insekten fühlen sich darin wohl.

Alte Nistkästen sollten Sie im Februar abnehmen und gründlich reinigen, bevor Sie sie wieder aufhängen. Benutzen Sie keine Insektensprays und chemischen Reinigungsmittel.

Wie Sie jetzt Vögel unterstützen können: Nistkästen aufhängen 77

Futter nicht vergessen

Soll Ihr Nistkasten als Winterquartier dienen, ist es ebenfalls wichtig, für ein ausreichendes Futterangebot zu sorgen. Stellen Sie ein Futterhaus auch oder hängen Sie Meisenknödel auf. Auch zum Brüten lassen sich Vögel nur nieder, wenn sie ausreichend Futter und Wasser in der Umgebung finden. Schließlich sind Vögel auch außerhalb des Winters dankbar für Fütterung.

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