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Lustige Singvögel im Garten: Kleiber anlocken

Wie kann man Kleiber anlocken in seinen Garten ?

Kleiber anlocken

Der Kleiber ist längst nicht so bekannt wie Amseln, Meisen oder Rotkehlchen. Dabei ist dieser kleine Geselle mit seinem blau-grauen Rücken und dem rostfarbenen Bauch ein wahrer Hingucker und wird von vielen Vogelliebhabern geschätzt. Doch wie kann man Kleiber anlocken in seinen Garten ?

Lustige Singvögel im Garten: Kleiber anlocken 2

Wie sieht ein Kleiber aus?

Der Kleiber (Sitta europaea) ist ein kleiner Singvogel, der etwa 12 bis 14 Zentimeter lang ist. Er hat eine auffällige Färbung mit einem bläulich-grauen Rücken und einer orangefarbenen Brust. Sein Kopf ist grau mit einer schwarzen Augenmaske und einem weißen Streifen über den Augen. Die Flügel und der Schwanz sind dunkel und haben weiße Flecken.
Der Schnabel des Kleibers ist kräftig und kurz und ist ideal zum Aufbrechen von Nüssen und Samen. Seine Füße haben scharfe Krallen und sind besonders gut an das Klettern an Baumstämmen angepasst.
Männchen und Weibchen sehen ähnlich aus, aber das Männchen hat normalerweise einen breiteren orangefarbenen Bruststreifen als das Weibchen. Junge Kleiber ähneln den erwachsenen Vögeln, haben jedoch eine stumpfere Färbung und weniger auffällige Markierungen.
Insgesamt hat der Kleiber ein sehr charakteristisches Aussehen und Verhalten, das ihn zu einem beliebten Vogel bei Vogelbeobachtern und Naturfreunden macht. Er gehört ja zu den eher kleinen Vögel, tritt am Vogelhaus auch viel größeren Vögeln wie Amseln gegenüber sehr selbstbewusst auf.

Lustige Singvögel im Garten: Kleiber anlocken 3

Wo lebt der Kleiber?

Der Kleiber ist in weiten Teilen Europas heimisch und kommt auch in Teilen Asiens vor. In Europa ist der Kleiber in fast allen Ländern verbreitet, von Skandinavien bis ins Mittelmeer, von Großbritannien bis ins Baltikum.
Der Kleiber gilt als eine relativ häufige Vogelart und ist in vielen Wäldern und Parks zu finden. Die Bestände des Kleibers sind in den letzten Jahrzehnten stabil geblieben oder leicht angestiegen, obwohl lokale Bestände von Umweltveränderungen und Habitatverlust beeinflusst werden können. Er gilt als nicht gefährdete Art.
Der Kleiber bevorzugt Wälder und Parklandschaften mit altem Baumbestand und reichhaltigen Nahrungsquellen, wie z.B. Nadel- und Laubbäume mit reichlichem Vorkommen von Insekten, Samen und Nüssen.
Insgesamt ist der Kleiber eine verbreitete und recht häufige Vogelart in Europa, die oft in Gärten und Parks zu sehen ist und für viele Menschen ein vertrautes und beliebtes Tier ist.

Kleiber anlocken – was muss man ihnen bieten

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass der Kleiber gerne in naturnahen Gärten lebt. Wenn Sie Kleiber anlocken möchten, bieten Sie ihm also einen Garten mit vielen verschiedenen Sträuchern und Bäumen an, in denen er nach Futter suchen kann. Der Kleiber ernährt sich vor allem von Insekten und deren Larven, aber auch Nüsse, Samen und Beeren stehen auf seinem Speiseplan. Wichtig ist auch, dass der Garten genügend Nistmöglichkeiten bietet.

Wo baut der Kleiber sein Nest?

Kleiber bauen ihre Nester in Baumhöhlen. Sie bevorzugen dabei natürliche Baumhöhlen, die durch abgebrochene Äste, Risse in der Baumrinde oder andere Beschädigungen entstanden sind. Manchmal nutzen sie auch verlassene Spechthöhlen oder Nistkästen, die von Menschen aufgehängt wurden.
Der Bau des Nestes beginnt im Frühjahr, wenn das Paar mit dem Sammeln von Materialien beginnt. Dazu gehören Zweige, Gras, Blätter, Flechten und Moos. Die Kleiber kleben die Materialien mit Speichel zusammen und bauen so eine flache, runde Plattform. Im Inneren des Nestes wird das Nestmaterial mit feinem Material ausgekleidet, wie zum Beispiel Tierhaaren, Federn oder Wurzeln.
Kleiber sind sehr geschickt im Nestbau und können innerhalb weniger Tage ein komplettes Nest errichten. Die Nester werden oft mehrere Jahre hintereinander genutzt und können dadurch immer größer und stabiler werden.

Vorhandene Höhlen werden vom Kleiber nach seinen Bedürfnissen umgebaut. Ist die Höhlenöffnung zu groß, dann „kleben“ sie diese mit Lehm so weit zu, dass sie passend ist. Der „Kleber“ wird dabei so fest, dass Nesträuber und andere Vögel ihn meist nicht zerstören können.

Kleiber zwängt sich in einen Nistkasten

Der geeignete Nistkasten für Kleiber

Wenn Sie den Kleiber anlocken möchten, können Sie ihm auch Nistkästen zur Verfügung stellen. Ein Nistkasten für Kleiber sollte bestimmte Anforderungen erfüllen, um den Bedürfnissen dieser Vogelart gerecht zu werden:

 

Größe: Der Nistkasten sollte mindestens 30 cm hoch und 12 cm breit sein, um Platz für das Nest und die Jungen zu bieten.

Einflugloch: Das Einflugloch sollte einen Durchmesser von 32 mm haben, damit Kleiber hinein- und herausfliegen können, aber keine größeren Vögel eindringen können.

Auch Nistkästen werden vom Kleiber mit Lehm „umgebaut“, selbst dann, wenn es gar nicht nötig wäre. Wenn Sie den Kleiber anlocken möchten, können Sie ruhig einen Nistkasten mit einem größeren Loch nehmen. Der Vogel klebt sich das Loch schon nach seinen Vorstellungen zurecht.


Ausrichtung: Der Einflug des Nistkastens sollte nach Osten oder Südosten ausgerichtet sein, damit er von der Morgensonne erwärmt wird und kein Regen, der ja meist von Westen kommt, eindringen kann.

Innenraum: Der Nistkasten sollte eine glatte Innenfläche haben, damit die Kleiber das Nest leicht bauen können. Es ist auch hilfreich, eine kleine Stange oder Rille im Inneren des Kastens zu haben, um den Vögeln zu helfen, beim Ein- und Aussteigen Halt zu finden.

Platzierung: Der Nistkasten sollte in einer Höhe von mindestens 2-3 Metern aufgehängt werden, idealerweise an einem Baum oder Gebäude, in der Nähe von Nahrungsquellen und Wasserstellen. Es ist auch wichtig, den Nistkasten in einer ruhigen Gegend zu platzieren, um die Vögel nicht zu stören.

Es ist auch ratsam, den Nistkasten jedes Jahr nach der Brutzeit zu reinigen, um Krankheiten zu vermeiden und die Lebensdauer des Nistkastens zu verlängern.

Wenn Sie Kleiber anlocken möchten, können Sie dem Vogel neben Nistkästen auch Äste und Zweige anbieten, die er als Nistmaterial verwenden kann. Bieten Sie ihm auch gerne kleine Schälchen mit Wasser an, in denen er seinen Durst stillen kann.

Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie den Kleiber nicht zu sehr stören. Wenn Sie ihm beim Fressen oder Brüten zuschauen möchten, sollten Sie sich unauffällig verhalten und möglichst nicht zu nah herangehen.

Wann brütet der Kleiber?

Der Kleiber brütet in der Regel einmal im Jahr im Frühling, normalerweise zwischen April und Juli. Die Brutsaison kann sich jedoch je nach Region und Klima um einige Wochen verschieben.
Das Weibchen legt normalerweise 5-6 Eier. Die Brutzeit beträgt in der Regel etwa 14 bis 18 Tage. Während dieser Zeit brütet das Weibchen die Eier aus, während das Männchen ihr Futter bringt und sie vor Fressfeinden schützt. Nach dem Schlüpfen der Jungen dauert es etwa 18 bis 22 Tage, bis sie flügge werden und das Nest verlassen.

Kleiber am Vogelhaus

Was frisst der Kleiber?

Der Kleiber ist ein Vogel, der sich hauptsächlich von Insekten und Spinnen ernährt, die er an Baumstämmen und Ästen findet. Zu seinen bevorzugten Beutetieren gehören Käfer, Raupen, Schmetterlinge und Spinnen. Aber auch Samen und Nüsse stehen auf dem Speiseplan des Kleibers, insbesondere im Winter, wenn Insekten knapp sind.
Kleiber sind spezialisierte Vogelarten, die sich auf die Suche nach Nahrung an Baumstämmen und Ästen spezialisiert haben. Sie verwenden ihren kräftigen Schnabel, um die Rinde von Bäumen und Zweigen aufzuhacken und Insekten und Spinnen herauszuziehen. Kleiber können sogar kopfüber an Baumstämmen herunterlaufen, um an Nahrung zu gelangen.
Es ist auch bekannt, dass Kleiber Nahrungsvorräte anlegen. Sie können im Herbst und Winter Nüsse, Samen und andere Nahrungsquellen in Baumritzen und anderen Verstecken verstecken und diese im Winter abrufen, wenn die Nahrungsversorgung knapp ist.

Woher hat der Kleiber seinen Namen?

Der Kleiber war früher ein Handwerker, der Lehmwände gebaut hat, so wie der Vogel seine Nisthöhlen mit Lehm ausbaut. „Kleiben“ bedeutet im Mittelhochdeutschen „Kleben“.

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Gila Breitenbach
Gila Breitenbach

Passionierte Hobby-Gärtnerin. Ich liebe meinen Garten und besonders die tierischen Besucher darin - die vielen Vögel am meinem Futterhaus.

Autor: Gila Breitenbach

Passionierte Hobby-Gärtnerin. Ich liebe meinen Garten und besonders die tierischen Besucher darin - die vielen Vögel am meinem Futterhaus.

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