Vorgarten gestalten

Vorgarten gestalten: natürlich und pflegeleicht

Mit dem Vorgarten geht es wie mit den meisten Dingen im Leben: der erste Eindruck entscheidet. Grüner Empfang, repräsentatives Gartenzimmer, Grenze zur äußeren Welt – schon diese Begriffe verraten, wie vielfältig unsere Vorstellungen vom Vorgarten sind. Einen Vorgarten gestalten ist gar nicht so einfach, denn an das kleine Fleckchen Erde vor dem Haus knüpfen sich viele Wünsche: Es soll einladend wirken, rund ums Jahr schön aussehen und dabei pflegeleicht sein.

Besonders der Punkt “Pflegeleicht“ ist vielen Hausbesitzern wichtig. So wurden in den letzten Jahrzehnten immer mehr Vorgärten aus Kies und Schotter angelegt – eine Entwicklung die Naturschützer mit Sorge betrachten. Schließlich wird dadurch Tieren und Pflanzen wertvoller Lebensraum genommen. In den sozialen Netzwerken werden unter „Gärten des Grauens“ Fotos der schlimmsten Kiesgärten gesammelt und verspottet. Mittlerweile hat sich auch die Politik dieser Vorgärten angenommen. In Baden-Württemberg sind die Kies- und Schottervorgärten jüngst verboten worden. Auch in vielen anderen Regionen sind Verbote bereits erlassen oder in Vorbereitung.

Vorgärten aus Kies und Schotter sind auch gar nicht so pflegeleicht wie sie vielleicht scheinen: Blätter fallen auf die steinernen Flächen und müssen abgesammelt werden, sonst siedeln sich Gräser und Pflanzen an. Ebenso bildet sich Moos auf den Steinen, wenn diese nicht regelmäßig gereinigt werden.

Vorgarten gestalten

Grüne, bepflanzte Vorgärten hingegen haben eine große Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt. Sie geben wilden Tieren Lebensräume, denn sie sind ökologische Trittsteine für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen von Trittstein zu Trittstein wandern.

Pflanzen in der Stadt sind auch wichtig, weil sie Feinstaub binden, die Luft reinigen und Sauerstoff produzieren. Zudem schlucken sie Schall und machen die Straßen leiser. Bepflanzte Vorgärten können bei Starkregen viel Wasser speicher und so die Kanalisation entlasten. In Hitzeperioden sorgen grüne Vorgärten für angenehme Abkühlung. Kies- und Steinflächen heizen sich dagegen stärker auf, speichern Wärme und strahlen sie wieder ab.

Vorgarten gestalten

Vorgärten lassen sich sehr schön pflegeleicht und natürlich gestalten. Bei der Auswahl der Pflanzen setzt man auf lange Blühzeiten und ausdrucksstarke Gewächse. Stauden wie Steppenkerzen und Fingerhut beeindrucken mit Blütenformen, Funkien punkten mit Blattschmuck und Gräser vermitteln Leichtigkeit. Im Frühling setzen leuchtende Tulpen oder Zierlauch-Kugeln gekonnt Akzente in den Beeten. Bodendecker und Stauden breiten sich aus und lassen Unkräutern keinen Platz. Besonders nützlich für die Tierwelt und gleichzeitig pflegeleicht sind Pflanzungen mit heimischen Stauden und Gehölzen.

Vorgarten gestalten

In den attraktiven Eingangsbereichen werden die Besucher freundlich willkommen geheißen. Quellsteine, Springbrunnen, Miniteiche, Sitzgruppen und eine gemütliche Hausbank finden sich hier. Jeder Quadratmeter wird erlebnisreich genutzt, man will keinen Raum verschenken. Attraktiv bepflanzte Kübel zu beiden Seiten der Haustür sind ein gelungener Blickfang.

Vorgarten gestalten

Farbenfrohe Blumenkübel und blühende Beete oder elegant geschnittene immergrüne Formgehölze begleiten den Weg zum Haus. Immergrüne, am besten klein bleibende und langsam wachsende Pflanzen, in letzter Zeit auch viele dekorative Gräser herrschen vor. Man möchte ganzjährig ein attraktives Bild erzielen. Je schmaler der Vorgarten ist, desto mehr wird die Hausfassade – vor allem mit dekorativen Kletterpflanzen bewachsen – in die Gestaltung miteinbezogen.

Hausbaum

Der Hausbaum, Schützer des Lebens und des Hauses, hat eine lange Tradition. Hohe Bäume findet man heute fast nur noch vor alten Bauernhäusern oder Villen. In den kleiner gewordenen Vorgärten stehen der Judasbaum, die Weidenblättrige Birne, die Zieräpfel, Kugelahorn, -robinie, -trompetenbaum, die Hängeformen von Eschen, Zierkirschen oder Blutbuchen. Sie alle werden nur 4 bis 6 Meter hoch und hüten die heutigen Häuser.

 

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