Neuer Schwung im Gartendesign

Ecken und Kanten sind out. So wie in der Inneneinrichtung jetzt runde Sofas, geschwungene Kücheninseln und gebogene Innenwände der Trend sind, zeigt modernes Gartendesign immer mehr runde und geschwungene Elemente, Formen nach dem Vorbild der Natur.

Ecken und Kanten sind out. So wie in der Inneneinrichtung jetzt runde Sofas, geschwungene Kücheninseln und gebogene Innenwände der Trend für 2022 sind, zeigt modernes Gartendesign immer mehr runde und geschwungene Elemente, Formen nach dem Vorbild der Natur.

Quadrat, Dreieck, Rechteck, Gerade, Kugel… – oft bestimmen streng geometrische Formen das Gartenbild. Das geht zurück auf den Wunsch, die Natur nach den Vorstellungen des Menschen zu formen. Diese Idee hat eine lange Tradition in der Gartengeschichte.

Modernes Gartendesign

Doch immer mehr Menschen möchten heute im Einklang mit der Natur leben, sie auch im eigenen Garten mit allen Sinnen erleben. Das Motto ‚Zurück zur Natur‘ beflügelte schon die Menschen im 17. Jahrhundert, zur Zeit der Aufklärung. Sie befreiten sich von staatlicher Bevormundung und auch von den strengen geometrischen Regeln der höfischen Gartengestaltung.

Man öffnet sich fremden Gartenstilen etwa den japanischen oder chinesischen, die schon immer ein Leben im Einklang mit der Natur anstrebten. Hier finden sich keinerlei geometrische Formen. Natürlich organische Gestaltung vermittelt dem Menschen das Gefühl dazu zu gehören. Auch mediterrane Gärten mit ihrer Lebensfreude finden immer mehr Bewunderer. Bei diesen Gärten ist nichts exakt und streng.

Neuer Schwung im Gartendesign 2

Organische Architektur

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand die „organischen Architektur“, eine vielgestaltige Architekturströmung, die sich an den Gesetzmäßigkeiten der lebendigen Natur orientiert. Bekannte Vertreter waren Frank Lloyd Wright, Gaudi, Steiner oder später Hundertwasser und Frank Gehry. Es ging ihnen dabei nicht um die Nachahmung der natürlichen Formen, sondern um eine Gestaltung, die dem Menschen als lebendiges, sich entwickelndes Wesen gerecht werden kann.

Bauwerke und Gärten sollten nicht nur Ausdruck von Gesellschaft und Kultur sein, sondern auch Einfluss auf das körperliche, psychische und geistige Wesen des Menschen nehmen. Vielfalt stand nun anstelle von Monotonie, das Organische mit seinen Unregelmäßigkeiten, seiner Spontanvegetation, für ein Leben in Harmonie mit der Natur und für alles Schöne. Hundertwasser war fest davon überzeugt, dass Schönheit ein Allheilmittel sei.
Das neue Empfinden und Denken bringt eine veränderte organische Formensprache hervor. Man empfindet in allen Gestaltungen die organisch gewachsenen Formen der Natur nach. Kraftvolle Wölbungen und dynamische Rundungen, elastisch freie Konstruktionen sind klassische Kennzeichen organischer Gestaltungen. Runde, geschwungene Formen erinnern uns an Natürlichkeit in ihrer ursprünglichen Form und erwecken ein Gefühl von Harmonie.  Sie wirken zugleich beruhigend und verspielt.

Modernes Gartendesign: Die Pflanzen

Pflanzen bestimmen durch ihre Gestalt, Farbigkeit, ihr Wachsen, die Transparenz oder Dichte nachhaltig das organische Gartenbild. Gewächse mit prachtvollen Kugelköpfen wie Ahorn, Robinie oder Hochstammrosen, mit kugeligen Blüten wie Rosen, Hortensien, Pfingstrosen, Mohn… mit runden Blättern wie Seerosen, Tafelblatt, Bergenie und Judasbaum beherrschen diese Gärten.

Neuer Schwung im Gartendesign 3

Auf hohen Stielen schweben die Kugelblüten des Zierlauchs über dem Staudenbeet und verleihen ihm Struktur. Buchsbaum- und Eibenkugeln verbinden sich zu organischen Landschaften mit sanften Rundungen. In der Kreis- und Kugelform findet daher die organische Gartengestaltung wohl am ehesten einen Bezug zum geometrisch strukturierten Garten. Man kennt Kreis und Kugel hier nicht nur in ihrer mathematischen, unveränderlichen Form, sondern auch als ein biologisches offenes System, das Energie aus seiner Umgebung aufnimmt.

Neuer Schwung im Gartendesign 4

Modernes Gartendesign mit der organischer Gestaltung erzeugt ein lebendig natürliches Bild durch Bodenmodellierung mit Höhen und Tiefen. Unterschiedliche Wegbeläge wie Kies, Mulch und Natursteinpflaster mit Sand- oder Rasenfugen fördern geradezu das sinnliche Erleben des Gartens.

Beete und Wege werden locker durch Blühpflanzen und Kräuter oder durch mächtige, stark strukturierte Natursteine eingefasst. Trittsteine, die über eine Wiese oder über Wasser führen, bringen uns die Umgebung fühlbar nah. Unregelmäßige, prachtvoll gemaserte Findlinge fungieren als Sichtschutz und Raumteiler.

Modernes Gartendesign lässt aus urigen Naturstein Wasserfällen das Wasser herab in unregelmäßig geschwungene Teiche rauschen. Kiesel oder mächtige Felsbrocken liegen wie zufällig in den Becken, dazwischen einzelne Pflanzen. Wasser sprudelt aus grob behauenen Naturstein Brunnen. Steintische zeigen abgebrochene Kanten, die ihr Inneres offenbaren.

Dabei beweisen die organischen Anlagen eine ungeahnte Experimentierfreude. Natursteine in allen Farben, Formen, Größen und Bearbeitungen fordern geradezu zum Spielen und Mischen heraus. Aber auch Stein und Holz, Stein und Metall, Klinker und Glas, Kies, Glas, Holz und Stein….. werden zu phantastischen Bildern zusammengesetzt.

Modernes Gartendesign zeigt unübersehbar eine Vorliebe für Holz, dem natürlichsten, lebendigen Baustoff im Garten. Die Ausstrahlung von echtem Holz ist einmalig und mit nichts zu vergleichen. Es besitzt von Stamm zu Stamm verschiedene Strukturen, Merkmale wie grobe oder feine Maserungen, Farbschattierungen und Verwachsungen. Als natürlich-organisches Material unterstützt Holz den wohnlichen Charakter von Terrassen, Sonnendecks und Wegen.

Neuer Schwung im Gartendesign 5

Eigenwillige Gartenmöbel sind entstanden. Manche Bänke wirken wie urtümliche Höhlen. Geschwungene Liegen werden aus einem Stück Holz geschnitzt oder in Blattform aus Bändern geflochten. Knorrige Bänke stehen an urigen Tischen. Sie sehen aus, als seien sie aus Urzeiten übrig geblieben. Bei manchen scheint ein Stück des Sitzes abgebrochen zu sein, die Maserung tritt hervor. Hier wird der Betrachter eins mit der Natur.

Neuer Schwung im Gartendesign 6

Verwitterte Stämme und Totholz werden als Skulpturen eingesetzt, liegen als Blickfang wie zufällig im Garten. Im Trend sind Zäune aus Holz, besonders solche, die nach echter Handarbeit aussehen. Die schönste Kombination ist Holz und Wasser. Hölzerne Stege und Brücken, die über Bäche und Teiche führen, vermitteln ein wunderbares Gefühl der Naturnähe.

Garten-Ideen

Wellnessgarten

Der Wellnessgarten

Der eigene Garten – seit jeher Sinnbild für natürliche Gesundheit und Vitalität – hat das Zeug zum Wellnessgarten – und das ganz privat und individuell.

Sicherheit imGarten

Sicherheit im Garten

Sicherheit im Garten ist eine relativ wenig beachtete Dimension in der Gartengestaltung. Allerdings findet sie bei dem allgemeinen Schutzbedürfnis immer mehr Interesse bei den Gartenbesitzern.

Garten pflastern Ideen

Garten pflastern -10 Ideen

Die Wirkung eines Gartens, sein Charakteristik wird maßgeblich durch die Bodenbeläge beeinflusst. Daher sollte man sich intensiv damit befassen, die richtigen Garten pflastern Ideen zu finden.

 

zur Startseite

 

 

Treppen gestalten im Garten

Treppen gestalten im Garten kann man ganz unterschiedlich – entweder so, dass sie gar nicht auffallen. Oder die Treppen können zu interessanten Blickfängen werden.

Treppen gibt es in fast jedem Garten. Treppen gestalten im Garten kann man ganz unterschiedlich – entweder so, dass sie gar nicht auffallen. Oder die Treppen können zu interessanten Blickfängen werden.

Manchmal sind es nur wenige Stufen z.B. rauf zur höher gelegenen Terrasse oder runter in den Senkgarten. Bei einem Hanggarten sind mehr Treppen nötig, um Geländeteile zu verbinden und den Garten zu erschließen. Erst durch Treppen wird ein am Hang liegender Garten begehbar, erlebbar und bewohnbar.

Man kann Treppen harmonisch in den Garten einbinden, so dass sie nicht besonders auffallen. Zum harmonischen Bestandteil eines Hangs werden Treppen, wenn man auf eine bauliche Einfassung verzichtet und die Stufen seitlich ins Gelände einbindet – beispielsweise, indem man sie zu beiden Seiten in ein Staudenbeet einfügt.

Beleuchtete Gartentreppe
moderne Gartentreppe mit indirekter Beleuchtung

Treppen können aber auch zu einem Blickfang im Garten werden. Soll die Treppe ins Auge fallen, dann wird sie mit flankierenden Mauern, einem auffälligem Geländer oder einer Einfassung zum Beispiel aus Sträuchern oder Stauden gestaltet.

Treppen können in ihrer Gestaltung auch zu einem ganz eigenem Ausdruck finden und so zum begehbaren Kunstwerk werden. Stufen und Aufgänge ziehen im Garten die Blicke magisch an. Sie lassen sich wie kaum ein anderes Gartenelement als etwas Besonderes inszenieren, das niemand so schnell vergisst.

Treppen gestalten im Garten 8
Imposante Treppe der Villa Carlotta am Comer See

Jede Epoche hat eigene Lösungen gefunden. Die Gartentreppen in der Renaissance und im Barock waren besonders spektakulär. Man denke nur an die beeindruckenden Gartenterrassen der Villa Carlotta am Comer See. Die terrassierte Barockanlage der Isola Bella im Lago Maggiore erinnert an die sagenhaften Hängenden Gärten Babylons. Sie steigt wie eine mächtige Treppe aus dem See empor. Auch der üppige Weinberg Friedrichs des Großen am Schloss Sanssouci bei Potsdam ist mit einer prächtigen Freitreppe geschmückt. All diese Gärten sind vor allem durch ihre Treppen unvergesslich.

Treppen gestalten im Garten sollte man so, dass die sich harmonisch in die Gesamtkonzeption des Gartens einfügen. Sie müssen in Form, Material und Stil auf das Gelände und die vorhandenen Baulichkeiten wie Haus, Terrasse, Mauern… abgestimmt sein. Im Garten einer alten Villa wird die Treppe anders aussehen als bei einem mediterranen Ferienhaus oder bei einem minimalistischen Neubau. Die prachtvollen Eingangsbereiche mancher Häuser sieht man vor sich mit ihren weiten geschwungenen Treppen. Sie wirken repräsentativ wie die Ränge eines Theaters. Dort werden heute zum Treppenbau auch avantgardistische Materialien verwendet, etwa Beton mit strukturierten Oberflächen oder Cortenstahl.

Gartentreppe im Senkgarten

Treppen gestalten in modernen Gärten


In modernen Gärten, vor allem wenn sie klein und urban inspiriert sind, wird sorgfältig geplant und konsequent gestaltet. Bodenmodellierungen mit Senkgarten, Terrassen auf verschiedenen Höhen, aber auch Balkons und Dachgärten lassen eine zauberhafte Gartenlandschaft auf mehreren Ebenen entstehen. Das lebendige Auf und Ab der Stufen und Aufgänge zieht magisch die Blicke an und macht den Garten interessanter und geräumiger.

Wenn Sie die Höhenunterschiede in Ihrem Garten überwinden wollen, müssen Sie ab einem Gefälle von etwa 7% Treppen einplanen. Man sollte die Gartentreppen auf keinen Fall zu steil anlegen. Treppen gestalten muss man so, dass sie sich stets bequem begehen lassen, die Stufen möglichst nicht höher als 12 bis 15 cm sein. Lange, flache Stufen führen sanft zum Ziel. Auch sollten niemals unterschiedlich hohe oder nur einzelne Stufen verlegt werden, sie werden leicht zu Stolperfallen.

Treppen gestalten im Garten

Müssen größere Höhenunterschiede im Gelände überwunden werden, ist das für den Treppenbau eine besondere Herausforderung. Man wird auch Podeste einzuschieben, die zum Verweilen und Schauen einladen. Hier kann man ausruhen und hat immer wieder einen neuen Blick auf den Garten. Lässt das Gelände nur den Bau einer steileren Treppe zu, sichert man sie auf jeden Fall mit einem Handlauf ab.

moderne Gartentreppe

Treppen gestalten im Garten: Für Sicherheit sorgen


Sicherheit ist übrigens beim Treppenbau ein wichtiges Thema. Beleuchten Sie die Stufen im Dunklen. Anfang und Ende der Treppe sollten gut sichtbar sein. Immer brauchen die Stufen auch einen stabilen Unterbau, damit sie sich nicht absenken. Sie sollten auch mit gleicher Tritthöhe angelegt und leicht abschüssig sein. Die Oberfläche der Stufen muss möglichst rau bleiben, um die Rutschgefahr zu minimieren.

Vor allem die dunkle Jahreszeit bringt es ans Licht, ob die für Treppen ausgesuchten Materialien wirklich ganz Jahres tauglich sind. Manch ein Belag, der im Sommer mühelos zu begehen ist, macht uns im Winter zu schaffen. Geschliffene Platten aus Beton können bereits bei Regen spiegelglatt werden, polierte Marmortreppen verwandeln sich dann zu Eisbahnen.

Treppen können breit und großzügig angelegt, eng und gewunden oder flach mit langen Trittflächen nach oben führen. Die Breite einer Treppe hängt jeweils von ihrer Bedeutung im Garten ab. Beim Hauseingang, wo sich mehrere Menschen auf der Treppe begegnen können, sollte die Treppe mindestens 1,30 Meter breit sein. Bei untergeordneten Treppen im Garten genügen manchmal schon 50 bis 60cm. Eine Treppe zu beschreiten kann ein wahrer Genuss sein. Je nachdem ob sie steil oder flach, gerade oder geschwungen ist, all´dass beeinflusst, wie schnell man durch den Garten geht.

Das Erscheinungsbild der Treppe wird vor allem durch ihr Material und durch die Ausführung der Stufen bestimmt. Als Material kommen Naturstein, Holz, Klinker, heute auch Beton und Stahl in Frage. Naturstein ist relativ teuer, dafür aber von bleibendem Wert. Von kleinteiligem Mosaikpflaster bis zu Platten etwa aus Granit, Porphyr und Basalt steht eine große Auswahl zur Verfügung.

Betonsteine und -platten sind preiswerter. Mittlerweile ist Beton immer edler geworden. Ein großes Angebot an Farben und Oberflächen bietet sich an. Beton hat die Treppengestaltung revolutioniert. Großzügige Betonstufen sind sehr repräsentativ.

Treppen gestalten im Garten

Geschwungene, selbst frei schwebende Treppenanlagen aus Beton überwinden auch große Höhenunterschiede und passen hervorragend in moderne Gartenwelten. Die überstehenden Platten schaffen ein interessantes Licht- und Schattenspiel, das der Gestaltung trotz der massiven Bauweise eine optische Leichtigkeit gibt. Viel Fantasie und Kühnheit ist für diese Architektur erforderlich.

Holz fügt sich als Baumaterial gut in naturnahe, aber auch in architektonische Gärten ein. Es sollten Kesseldruck imprägnierte Weichhölzer oder hochwertige Harthölzer sein. Sonst verwittert das Material zu schnell. Vorsicht auch bei schattigen Bereichen! Dort bilden sich auf dem Holz glitschige Beläge, die regelmäßig entfernt werden müssen.
Klinkerpflaster ist mit seinen warmen Farben ein klassischer Gartenbelag. Es ist trittfest, rutschsicher und passt ebenso zu modernen wie zu traditionellen, ländlichen Gestaltungen.

Geschätzt werden Treppen aus massiven Blockstufen oder mit Platten belegte Stufen. In naturnahen Gärten werden Wege und Treppen oft mit Platten in individuellen Formaten belegt. Stellstufen mit einbetonierten Kantensteinen geben den Treppen Halt.

Treppen gestalten im Garten 9
Treppe im naturnahen Garten

Treppen, die nicht ständig begangen werden, kann man gestalten mit Stufen aus Naturstein mit bruchrauen Vorderhaupt oder Holzstufen mit lockerer Führung. Auf solche Treppen stellt sich der Besucher intuitiv ein und geht vorsichtiger.

Garten-Ideen

Wellnessgarten

Der Wellnessgarten

Der eigene Garten – seit jeher Sinnbild für natürliche Gesundheit und Vitalität – hat das Zeug zum Wellnessgarten – und das ganz privat und individuell.

Sicherheit imGarten

Sicherheit im Garten

Sicherheit im Garten ist eine relativ wenig beachtete Dimension in der Gartengestaltung. Allerdings findet sie bei dem allgemeinen Schutzbedürfnis immer mehr Interesse bei den Gartenbesitzern.

Garten pflastern Ideen

Garten pflastern -10 Ideen

Die Wirkung eines Gartens, sein Charakteristik wird maßgeblich durch die Bodenbeläge beeinflusst. Daher sollte man sich intensiv damit befassen, die richtigen Garten pflastern Ideen zu finden.

 

zur Startseite

 

 

Japanische Gärten

Japanische Gärten finden weltweit viel Bewunderung: Keine Gartenkultur ist inniger mit der Natur verbunden als die japanische. Der Mensch fühlt sich hier nicht als Krönung der Schöpfung sondern als Teil der Natur, eingebunden in den Kosmos, jedem Wesen gleich nah.

Wäre Gartenkunst eine olympische Disziplin, würde das Gastgeberland Japan in diesem Jahr sicherlich zahlreiche Medaillen gewinnen. Das Land ist Ostasien hat eine herausragende Gartenkultur, japanische Gärten faszinieren viele Menschen weltweit schon seit Langem.

Japanische Gärten 10
japanischer Garten Augsburg

Keine Gartenkultur ist inniger mit der Natur verbunden als die japanische. Der Mensch fühlt sich hier nicht als Krönung der Schöpfung sondern als Teil der Natur, eingebunden in den Kosmos, jedem Wesen gleich nah. Die japanische Gartenkunst ist vom Verständnis des Zen-Buddhismus kaum abzutrennen. Begriffe wie Einfachheit, Abstraktion, Symbolik und Tradition treten in den Vordergrund.

Japanische Gärten 11

Die fernöstliche Gartenkunst  bildet mit Kiesflächen, Steinen und Formgehölzen Landschaften im Kleinformat nach. Die Gartengestalter Japans spielen als Künstler mit den verschiedenen Elementen: Steinen, Gewässern, Moosen und immergrünen Pflanzen, Symbole der Unvergänglichkeit der Natur. Das Spektrum reicht vom einfachen Sandgarten mit wenigen Hügeln bis zur üppigen Anlage, die bewusst die Landschaft in ihrer Essenz darstellt. Der Garten, selbst die Handlungen im Garten wie das Rechen des Kieses, das Beschneiden der Büsche und Bäume werden Teil des religiösen Kultus.

japanischer Garten Leverkusen

Was macht einen japanischen Garten aus?

Ein japanischer Garten strahlt geheimnisvolle Ruhe und zugleich Schönheit aus, ist in seiner Komposition und Raumgliederung wie ein Gemälde gestaltet. Er spielt in Grüntönen, ist ein Ort der Formen und Schatten und trägt zur inneren Entspannung des Besuchers bei.

Japanische Gärten 12

Vor allem mit kugelig geschnittenen Bäumen und Sträuchern und nur gezielt eingesetzten blühenden Pflanzen entsteht ein Landschaftsbild, das sich wie ein dreidimensionales Gemälde nicht mehr verändern soll. Nur im Frühling bei der Blüte der Azaleen, Magnolien und Zierkirschen, später bei der Hortensien-, Edelpäonien- und Chrysanthemenblüte, im Herbst bei der Laubfärbung der Ahornbäume dominieren leuchtende Farben.

In ihren Ausmaßen haben sich die japanischen Gärten im Laufe der Zeit stark verändert. Im 7. Jahrhundert waren sie als großflächige Lustgärten konzipiert und konnten von ihren adligen Besitzern im Boot durchfahren werden. Im 14. und 15. Jahrhundert entwickelte sich dann der platzsparende minimalistische Stil. Das für Japaner so bedeutsame Wasser- als Meer, Fluss, Teich oder Wasserfall konnte hier mit weißem Sand oder Kies dargestellt werden. Wichtig auch der zentrale kosmische Berg und die Vision eines Paradieses mit einer Insel der Seligen.

japanisches Bambusrohr und Pagode

Kraniche, die Symbole der Unsterblichkeit schmücken viele Gärten ebenso steinerne Lampen oder Pagoden und ein steinernes Trinkbecken für die Vögel. Vogelgezwitscher sollte zu hören sein und der Wind, der durch die Bambuswindspiele bläst, das zarte Plätschern des Shishiodoshis, eines Bambusrohrs, das sich mit Wasser füllt und mit leisem Echo auf einen Stein tropfend entleert.

Japanische Gärten findet man nicht nur in Japan, sondern weltweit, viele auch in Europa. Man findet sie in Botanischen Gärten, Schlossgärten, Parks… Hier eine Aufstellung japanischer Gärten in Deutschland. Auch zahlreiche Privatgärten sind im japanischen Stil gestaltet. Dabei geht uns heute daher weniger um die Realisierung eines traditionellen japanischen Gartens, als um die Verwirklichung eines Traums, der Gestaltung einer grünen, dem lauten und hektischen Alltag entrückten Insel im Gleichklang mit der Natur.

Japanische Gärten 13

Die ausgewogene Komposition und die sinnreiche Nutzung relativ kleiner Flächen wird heute in Europa an diesen Gärten bewundert. Selbst auf Terrassen, dem Balkon kann man sich so einen immerschönen Garten anlegen. Das Interesse an asiatischen Gartenformen wächst auch mit der Entwicklung der modernen Architektur, die einen starken Wert auf eine Synthese von Haus und Garten legt.

Japanische Gärten 14

Japanischer Garten Gestaltungsideen

Mit der asiatischen Gartenkultur verbinden wir ganz bestimmte Vorstellungen. Wir denken an die Kunst des Steinsetzens und die Anlage von Kiesbeeten. Wege aus Trittsteinplatten sind charakteristisch für japanische Gärten. Steinerne Kraniche, Pagoden, Buddhafiguren, natürlich die vielen Pflanzen aus Fernost wie Chrysanthemen, Bambus, Zierkirschen… haben längst Einzug in unsere Gärten gehalten.

Japanische Gärten 15

Wasser als Symbol der Ruhe und Bewegung ist als Spiegel des Himmels unverzichtbar. Beeindruckend sind Teiche mit niedrigen Brücken und Trittsteinen, herrliche Wasserfälle, die über mächtige Steine herabstürzen oder Wasserlandschaften mit Teichen, in denen sich Kois tummeln. Wer nur wenig Raum zur Verfügung hat, kann auch mit einem Schöpfgefäß die Symbolkraft des Wassers einsetzen.

Lediglich die Demutshaltung gegenüber der Natur, aus der die Asiaten Kraft schöpfen, ist uns Europäern normalerweise fremd. Je mehr Natur jedoch in der heutigen Zeit zerstört wird, umso mehr müssen wir versuchen, den Geist einzufangen, der von den asiatischen Gärten ausgeht: die Harmonie, die Besinnlichkeit, die Einfachheit – oder auch die Stimmung von Freude und Glück. Wir müssen lernen – und sei es auf nur wenigen Quadratmetern – eine Ruhe-Oase zu gewinnen, um dort im Gleichklang mit der Natur Stress abzubauen, die Hektik des Alltags auszuklammern und zu vergessen.

Moderne Gartenteiche

Moderne Gartenteiche: naturnahe Teiche, Schwimmteiche und Pools, formale Gartenteiche

Naturnahe Teiche

Mit wahrer Besessenheit soll der französische Maler Claude Monet seine Bilder von Teichen gemalt haben. Seine traumhaften Seerosengemälde, seine japanische Brücke sind weltberühmt, gehören zu den eindrucksvollsten Kunstwerken unserer Zeit. Die Farben der Wasserpflanzen, das Spiel des Lichts mit den Reflexen auf der Wasseroberfläche inspirierten Monet. Naturnahe Teichanlagen waren ideal für seine Kunst, den Impressionismus. Als dieser durch den Realismus abgelöst wurde und die architektonische Gartengestaltung dominierte, gerieten die naturnahen Teiche ins Abseits. Zu Unrecht.

Doch unsere Sehnsucht nach Wasser im Garten und die damit verbundene Nähe zur Natur blieb ungebrochen. Selbstverständlich geht es auch heute bei der Anlage eines Gewässers im Garten um seine Lage, Größe und Form, vor allem aber um die Wünsche seines Besitzers. Viele Menschen möchten im Einklang mit der Natur leben, sie im eigenen Garten mit allen Sinnen erfahren.

Naturteich

Im Rahmen der modernen Naturgärten erlebt der naturnahe Teich mit seiner üppigen und abwechslungsreichen Vegetation eine ungeahnte Renaissance. Naturteiche mit ihren Wasser-, Sumpf- und Uferzonen entwickeln sich über Jahre weiter, vermitteln faszinierende Einblicke in das Naturgeschehen. Größere Teiche in parkähnlichen Grundstücken beeindrucken mit blühenden Schwimmpflanzen wie Seerosen, Laichkraut und Froschbiss, dazu mit einer breiten, oft flachen Uferzone. Sie imponieren vor allem durch ihre weite Wasserfläche.

Wer weniger Platz hat und trotzdem das Naturerlebnis sucht, wählt eine kleinere Wasserfläche und eine üppige Randbepflanzung. Eine Senke an der tiefsten Stelle des Geländes bietet sich dafür an, möglichst ein wenig abseits vom geselligen Geschehen. Günstig sind fünf Stunden Sonnenlicht am Tag und ein leichter Schatten zur Mittagszeit, der durch ein hohes Gehölz oder ein Gebäude geschaffen wird.

Dort finden bald die schönsten Tiere und Pflanzen ihre Heimat. Blutweiderich und Iris blühen. Sanft wiegt sich das Schilf im Wind. Libellen suchen im Teich nach Beute, mancher Lurch, manche Kröte taucht auf, von deren Existenz man keine Ahnung hatte. Wasserläufer huschen mit ihren langen Beinen über die Wasseroberfläche. Vögel nutzen die flache Uferzone für ein Bad oder als Trinkquelle.

Fische im Naturteich

Sie müssen hier nur von vornherein entscheiden, ob Sie ein Wasserbecken für Fische oder einen Teich für Pflanzen und Amphibien haben wollen. Beides miteinander zu kombinieren, geht zumindest bei kleinen Teichen oft schief. Viele Fische gründeln, trüben damit das Wasser und fressen die Pflanzen an. Sie brauchen auch einen größeren Freiraum, einen Teich von mindestens 10 qm, um nach dem harten Gesetz des Wassers – fressen oder gefressen werden – überleben zu können.

In einem belebten, etwas größeren Teich sind Mücken kein Problem. Auch Frösche melden sich nur selten zu Wort. Die Lebensgemeinschaft hält selbst Ordnung, wenn alles im Einklang steht. Eine anfängliche Wassertrübung ist normal. Bei richtiger Bauweise und fachkundiger Auswahl der Pflanzen passend zum Nährstoffgehalt, zur Wasserhärte und -bewegung stellt sich bald das biologische Gleichgewicht ein. Das Wasser wird klar. Die biologische Balance bei Teichen erst einmal herzustellen, ist allerdings eine Wissenschaft für sich, die Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordert.

Schwimmteiche und Pools

Wenn Sie nicht nur die Natur beobachten wollen, sondern auch Körperertüchtigung und Sportbegeisterung bei Ihnen im Vordergrund stehen, dann entscheiden Sie sich für einen naturnahen Bade – und Schwimmteiche oder für einen Bio- Pool. Die vermitteln den Eindruck, als ob wir ständig in Urlaub wären.

Schwimmteich

Auf kunstvolle Weise verbinden Schwimmteiche Badevergnügen und Naturerfahrung. Sie sind eine Kombination eines üppig grünenden und blühenden Feuchtbiotops und eines Pools. Schwimmen im kristallklaren Wasser und sich gleichzeitig an der Schönheit der vielfältigen Pflanzenwelt erfreuen – dieser Traum wird für Natur- und Fitnessliebhaber im eigenen Schwimmteich wahr.

Das Schwierigste bei diesen Anlagen ist die Reinhaltung des Wassers, die durch verrottende Pflanzen, Algenwachstum… immer wieder gefährdet wird. Vielfältige technische Fortschritte, ein enormer Wissenszuwachs im Bereich der Prozesssteuerung in künstlichen Gewässern und die Nutzung der Kräfte der Natur erleichtern jedoch die Unterhaltung der Anlagen.

Beim Schwimmteich entziehen die Pflanzen in dem abgegrenzten Sumpfgebiet, das als Regenerationszone dient, dem Wasser Sink – und Schwebeteilchen und reichern es mit Sauerstoff an. Durch die Selbstreinigungskräfte der Natur kann man hier auf den Einsatz von chemischen Hilfsmitteln verzichten. Wenn der Schwimmteich ganz ohne technische Hilfsmittel funktionieren soll, braucht er rund 120 Quadratmeter Platz. Je mehr Technik eingesetzt wird, desto kleiner kann die Reinigungszone ausfallen. Man kann Schwimmteiche dann sogar auf 40 Quadratmetern verwirklichen.

Die formalen Bio-Pools kommen ganz ohne Regenerationszonen aus. Hier klären nicht Pflanzen sondern Filter das Wasser. Sie entziehen dem Wasser vor allem Phosphat, die Lebensgrundlage aller Algen.

Formale Becken

Ein Naturteich mit seinen breiten dekorativen Ufern, ein Schwimmteich mit der Regenerationfläche brauchen einigen Platz im Garten. Je weniger Raum Ihnen zur Verfügung steht, desto formaler sollten die Teiche sein, oft mit herrlichen Einfassungen aus Stein oder Metall, mit einer Fontäne oder einem Wasserspeier. So sind auch viele Gartenteiche, die direkt an der Terrasse liegen, formal gestaltet. Man möchte das ganze Jahr über mit dem Blick aufs Wasser wohnen, fast wie auf einer Insel.

Formaler Teich

Die Terrasse ragt dann in den Teich hinein. Hölzerne Brücken und Sonnendecks führen in den Garten, verlocken zum Träumen und Faulenzen. Die Wasserfläche darf nur von wenigen Pflanzen unterbrochen werden, eventuell können farbige Fische – etwa Goldfische oder Kois – die Fläche beleben. Wichtig nur, dass die Wasseroberfläche frei bleibt, die Sonnenstrahlen auf dem Wasser glitzern und der Himmel sich spiegelt. Abends wird mit Unterwasserscheinwerfern und schwimmenden Lampen ein feenhaftes Bild inszeniert.

Pool

Begehrt sind auch flache Teiche mit freier Oberfläche. Sie potenzieren durch Reflexionen die Lichtmenge, schaffen ein Gefühl von Helligkeit und Weite, eine neue Dimension in der Wahrnehmung: Wie in einem Spiegel verliert sich der Blick im unendlichen Blau des Himmels. Die Gedanken beginnen zu schweifen, der Alltag fällt von uns ab. An heißen Sommertagen, wenn die Luft über den flachen Pools zu flirren beginnt, fühlt man sich wie im sonnigen Süden.

Moderne Gartenteiche 16

Sitzplätze direkt am Wasser sind daher ein Muss.Die erfrischende Nähe des Wassers wollen wir hautnah spüren. Wir erleben sie auch ganz bewusst, wenn wir auf großen Trittsteinen, Stegen oder niedrigen Brücken Teiche und Bäche überqueren. Aus Sicherheitsgründen sollte man allerdings auch an eine Beleuchtung des Ufers denken, damit nachts niemand ein unfreiwilliges Bad im Gartenteich nimmt. Sind Kinder im Haus, muss man unbedingt ein Sicherheitsnetz über der Wasserfläche anbringen.

Auch der Standort, den Sie für die Wasserfläche bieten können, entscheidet über deren Gestaltungsweise. Schwimmteiche und und formale Teiche sollten grundsätzlich in einer offenen, zumindest zum Teil in der Sonne liegenden Fläche liegen. Baumkronen direkt über dem Gewässer sind nachteilig, da sie zu viel Schatten spenden und das herabfallende Laub die Wasserqualität beeinträchtigt.

Mediterrane Gärten

Mediterrane Gärten – unser Traum vom Süden. Mit einem Urlaub am Mittelmeer wird es in diesem Jahr wahrscheinlich leider nichts. Reisen dürfen wir in Zeiten der Corona-Pandemie leider nicht, aber wir dürfen träumen.

Mediterrane Gärten – unser Traum vom Süden.

MEDITERRAN – Allein schon das Wort weckt Sommergefühle. Es bedeutet leuchtende Farben und betörender Duft, gleißende Mittagssonne und kühlender Schatten, üppige Fauna in klassisch strenge Formen gefasst. Das Mediterrane ist es, worum wir nördlichen Europäer unsere Nachbarn im Süden beneiden, dazu das leichte Essen, die süffigen Weine, Siesta, Dolcefarniente, Laisser-faire – davon träumen wir.

Und ein Stück dieser Lebensart holen wir uns nach Haus. Mit südlichen Kübelpflanzen, winterfesten Palmen und Olivenbäumen, schönen Blumenkübeln und Amphoren bringen wir Urlaubs-Feeling in unseren Garten.

Dabei ist der mediterrane Stil keinesfalls einheitlich. Er beginnt mit den griechischen weiß gekalkten Mauern, den großen Terrassen, blau gestrichenen Möbeln und Pergolen. Die klar gegliederten, geometrischen Gartenanlagen in Italien bestechen durch opulente Brunnen, Figuren, Rosen, Kübelpflanzen und reich verzierte Terrakottakübel. Bei der Provence sind der Lavendel als Beeteinfassung und Wegbegleiter, die üppigen Beete mit Kräutern und Blütenstauden, die offenen schmiedeeisernen Pavillons und die verspielten Gartenmöbel aus Metall unvergesslich.

Rothschild Villa
Villa Ephrussi an der Cote d´Azur

Überall im Mittelmeerraum findet man schlichte Obstgärten mit Orangen- und Zitronenbäumen, der praktische Nutzen ist neben den Zierwert sehr wichtig. Andere Anlagen entfalten sich trotz Wasserknappheit mit verschwenderischerer Pracht. Üppige Zierpflanzen, Formgehölze, sprudelnde Wasserspiele stehen hier im Vordergrund. Manche beherbergen exotische Kakteen und pulsierend- bunte Bougainvillea oder verwöhnen als typische Küchengärten mit Thymian, Basilikum, Koriander, Rosmarin, feinsten Gemüsen und den mediterranen Leckereien wie Feigen, Khaki und Granatäpfeln.

Mediterrane Kübel

So facettenreich die mediterranen Gartenstile auch sind, eins ist ihnen gemeinsam: die Liebe zum Alten, Traditionellen und eine gewisse liebenswerte Lässigkeit. In den Fugen der Pflastersteine breiten sich Polsterpflanzen aus, die Töpfe sind mit Patina überzogen. Bei der Pflanzenauswahl gilt: Was gefällt, ist auch erlaubt. Alle Farben des Regenbogens sind vertreten und verbinden sich zu fröhlichen Arrangements voller Ungezwungenheit und Lebensfreude.

Klassische Südländer wie Oleander, Datura und Bougainvillea mischen sich zwischen Sommerblumen wie Petunien, Verbenen, Geranien und Strohblumen. Am besten verbreiten die Blüher ihr südländisches Flair in Wandgefäßen und Terrakottatöpfen.

Mediterrane Gärten 17

Zwischen den bunten Blüten darf sich auch die Farbe Grau hervortun; denn unter den Mediterranen finden sich viele graulaubige Pflanzen- eine Anpassung an Hitze und Trockenheit. Sukkulenten wie Agaven und Echeverien, ebenso Oliven, Eukalyptus zählen zu den genügsamen mediterranen Stars.

Auch viele Kräuter und andere Gewächse mit herb-aromatischem Blattduft wie Lorbeer, Lavendel, Myrte und Mittelmeer-Zypresse gehören dazu. Die südländischen Kräuter mit ihrem Duft, ihren geschmacksverfeinernden Aromen haben es den Menschen hierzulande besonders angetan. Es entstehen ganze Kräutergärten mit mediterranem Flair.

Bougainvillea

Der Mittelmeerraum war immer der Schmelztiegel vieler Völker und Kulturen. Es ist also ganz natürlich, dass der mediterrane Gartenstil, der unsere Regionen erobert, sich wandelt und manche mitteleuropäischen Züge annimmt. Das fängt schon damit an, dass einige der zentralen mediterranen Pflanzen bei uns nur bedingt gedeihen. Dazu gehören Zypressen, Dattelpalmen, Orangen- und Feigenbäume, Agaven und Palmfarn. Allerdings scheinen sich jetzt im Zuge der Klimaerwärmung hier einige Änderungen anzubahnen.

Immer mehr Palmen, Oliven auch Feigen finden sich in unseren Gärten. Die übrigen grünen Strukturgehölze werden vielfach durch Raketen- Wacholder, Eiben, Schwarzkiefern, in Form geschnittene Buchsbäume ersetzt.

Die bewunderten südländischen Schönheiten wie Oleander, Engelstrompete, Agapanthus, Lantanen, Bleiwurz, Myrten, Bougainvillea, Passionsblume, die mediterranen Kräuter können bei uns nur in Kübeln meist auf der Terrasse gedeihen und müssen den Winter im Haus verbringen. Sie werden bei der übrigen Gartengestaltung durch eher frostfeste Gewächse wie Hibiskus, Malven, Blauregen, Tamarisken und Lilien ersetzt.

Mediterrane Gärten

Eine mit Kletterpflanzen wie Wein, Blauregen, Clematis oder Trompetenblume berankte Pergola, eine mit Wein bewachsene Hauswand vermitteln auch bei uns mediterranes Flair. Blickpunkte im Beet sind die winterharten Halbsträucher Heiligenkraut (Santolina), Blauraute (Perovskia) und natürlich Lavendel. Ihr südländisches Flair entfalten sie vor allem in Kiesbeeten, auf Mauerkronen, vor sonnigen Terrassen, als Einfassungspflanzen oder in Tonkübeln.

Amphore

Eine wichtige Rolle bei der mediterranen Gestaltung spielen Natursteine und Kies, da der Mittelmeerraum oft von felsiger Landschaft geprägt ist. Einfassungs-, Stütz- und Hausmauern, weitläufige Terrassen präsentieren sich als kunstvolle Vorbilder für unsere Gärten. Sitzplätze und Wege werden mit Natursteinen belegt, mit Kiesflächen eingerahmt oder unterbrochen.

Auffällig und nachahmenswert ist die innige Verbindung von Pflanze und Stein, etwa wenn Kletterpflanzen Hauswände und Mauern beranken , aus Trockenmauern überall buntes Leben dringt. Modern und mediterran muten heute Sitzplätze an mit farbig gestrichenen Wänden. Die erdigen Terrakottatöne greifen die Farbe von Amphoren und Pflanzkübeln auf. Auch Wasser in Form von dekorativen Wandbrunnen belebt die Wände.

Mediterraner Teich

Wasser ist ein kostbares Gut im Süden. Mediterrane Gärten feiern es als Lebensquell in kunstvollsten Fassungen. Zudem spendet vor allem bewegtes Nass Kühlung, feuchtet die Luft an und verwöhnt mit seinem Klang. Ob Sie Wasser strahlartig aufsteigend oder fallend inszenieren, es aus Brunnen sprudeln lassen oder in schmalen Rinnen und Wassertreppen durch den Garten führen, bleibt Ihnen überlassen. Dieser stark formale Zug der mediterranen Architektur harmoniert vollkommen mit der modernen architektonischen Gartengestaltung und wurde von ihr beeindruckend weiterentwickelt.

Neben der Lebenslust sind es die Vielschichtigkeit , die von inniger Naturverbundenheit bis zu einem formalen geometrischen Gestaltungswillen reicht und die Anpassungskraft an veränderte Zeitstrukturen das Geheimnis für die unveränderliche Beliebtheit des mediterranen Stils.

Zierlauch – der Star in imposanten Frühlingsbeeten

Nicht nur bei Gartendesignern ist der Zierlauch sehr angesagt, weil man mit ihm so imposante Beete gestalten kann. Auch Bienen und Schmetterlinge lieben diese Pflanze.

Mit den auffälligen meist lila Blütenkugeln ist der Zierlauch eine der Trend-Pflanzen der letzten Jahre. Der Zierlauch betritt die Gartenbühne, wenn die Blütenpracht von Tulpen und Narzissen vorbei ist.

Zierlauch
Zierlauch - der Star in imposanten Frühlingsbeeten 18

Nicht nur bei Gartendesignern ist der Zierlauch sehr angesagt, weil man mit ihm so imposante Beete gestalten kann. Auch Bienen und Schmetterlinge lieben diese Pflanze.

Bärlauch
Bärlauch

Der Zierlauch gehört zur Unterfamilie der Lauchgewächse, einer sehr abwechslungsreichen Zwiebelblumen-Gattung. Zu den Lauchgewächsen gehören auch einige Nutzpflanzen, wie die Zwiebel, Lauch oder Porree, der Schnittlauch und der Knoblauch. Bärlauch ist eine wichtige Pflanze im Kräutergarten. Die Blätter des frischen Bärlauchs sind in der Küche sehr beliebt, daraus kann man z.B. ein herrliches Pesto bereiten. Wenn die Pflanze dann beginnt zu blühen, schmecken die Blätter nicht mehr. Dafür ist die Blüte durchaus dekorativ.

Zierlauch
Wunderschön: Zierlauch und Pfingstrosen

Schöne Zierlauch-Sorten

Zu den etwa 900 Arten des Zierlauchs gehören kleine Sorten, die nur 15 cm hoch werden.

Der Riesen-Lauch (Allium giganteum) hingegen kann eine stattliche Höhe von bis zu 180 cm erreichen. Ein gigantischer Anblick, wenn wunderschönen Blütenstände in luftiger Höhe schweben.

Mit seiner schönen Optik wird der Purpur-Zierlauch (Allium aflatunense) – besonders die Sorte ´Purple Sensation´- immer zum Blickfang. Er wird etwa 80 cm hoch und blüht von Mai bis Juni.

Der Zier-Lauch ‚Globemaster‘ beeindruckt mit bis zu 20 großen lila Blüten von Juni bis Juli. Er wird etwa 90 cm hoch.

Bekannt sind vor allem die Zierlauch mit Blüten in verschiedenen Lila- und Purpurtönen. Es gibt aber auch andere Blütenfarben.

Toll ist die weiße Sorte ´Mount Everest´. Nicht ganz hoch wie der Berg, aber immerhin stolze 120 cm Höhe erreichen die Pflanzen mit den reinweißen Blütenbällen. Die Blüten haben einen Durchmesser von 10 bis 15 cm.

Der Blauzungen-Lauch (Allium karataviense) gehört zu den kleinen Lauch-Arten. Er wird nur 15 -25 cm hoch. Seine weiß-rosa Blüten ziehen Bienen und Schmetterlinge magisch an.

Präriegarten
Zierlauch im Präriegarten

Zierlauch passt sehr gut in Präriegärten. Die natürlichen Lebensräume von Zierlauch sind häufig Steppen und steinige Berghänge. Die Ansprüche an den Boden passen daher gut zu den Stauden und Gräser der Prärie. Die meisten Pflanzen der Präriegärten entfalten ihre Pracht erst im Spätsommer. So ist es ideal, dass den Zierlauch schon viel früher im Jahr diese Pflanzungen belebt.

Sternkugel-Lauch
Tolle Kombination: Sternkugel-Lauch mit Lavendel und Katzenminze

Standort

Die Zwiebeln des Zierlauchs werden von September bis November gesetzt, wenn der Boden frostfrei ist, auch bis in den Dezember hinein. Die Erde sollte durchlässig sein, der Standort überwiegend sonnig.

Zierlauch

Pflege des Zierlauchs

Zierlauch braucht nur wenig Pflege. Während des Austriebs im Frühjahr düngt man ihn reichlich, am besten mit organischem Volldünger.

Zierlauch - der Star in imposanten Frühlingsbeeten 25
Auch verblüht noch ein interessanter Anblick

Bei vielen Zierlauch-Arten vergilben die Blätter recht früh, manchmal schon während die Pflanze noch blüht. Wenn Sie wollen, können Sie dann Blätter und Blüte abschneiden. Man kann die Blüte aber auch stehen lassen, dann bildet sich ein schöner Fruchtstand, der noch lange erhalten bleibt.

Terrassen zum Wohlfühlen

Wie Sie eine Terrasse gestalten, auf der Sie sich wirklich wohlfühlen

Die Terrasse als Raum zu bezeichnen, kann beinah wörtlich genommen werden, bildet sie doch den gestalterischen Übergang von drinnen nach draußen, ist mit dem Wohnbereich und gleichzeitig mit dem Garten sehr eng verbunden. Ihr Standort ergibt sich in erster Linie aus der Lage des Hauses, die im Idealfall auch den Wünschen der Nutzer entspricht:

Terrasse
Terrasse mit Wasserspiel

Der Freisitz nach Südwesten ausgerichtet lässt sich bis Sonnenuntergang nutzen, die Vormittagssonne scheint in Ost- Südostlage auf den Frühstückstisch. Südlagen sind im Hochsommer nur unter einem Schattenspender zu ertragen. Wenn die Terrasse notgedrungen im Norden liegt, ist dieser Platz ideal für einen angebauten Wintergarten.

Terrasse

Direkt am Haus erscheint die Terrasse meist recht geräumig, wohl durchdacht und zudem mit Möbeln ausgestattet, auf denen man bequem einen langen Sommerabend verplaudern kann. Wohlfühlen wird hier groß geschrieben. Pflanzliche Dekorationen und schöne Accessoires, aber auch Fußböden aus Natursteinen oder edlem Holz tragen dazu bei. Die Mauern des Hauses, im Idealfall eine zumindest teilweise Überdachung schützen uns an einer oder mehreren Seiten vor Wind und Wetter und vermitteln ein Gefühl der Geborgenheit.

Wohnraum und Terrasse gehören zusammen

Es hat sich zwar eingebürgert, dass Wohnraum und Terrasse zusammengehören. Oft sind sie in ihrer eleganten Möblierung, dem Design des Bodenbelags aufeinander abgestimmt. Zumindest als ‚Zweitterrasse‘, als Essplatz ist der Standort vor der Küche interessant. Kurze Wege zum Herd, zum Kräutergarten, eventuell zur Spielecke der Kinder sind hier von Vorteil.

Terrasse

Wenn abends die letzten Sonnenstrahlen verschwinden und langsam Kälte und Dunkelheit die Oberhand gewinnen, werden Sie froh sein, Ihren Sitzplatz und seine Umgebung stimmungsvoll beleuchten zu können. Eine Outdoor- Küche, in der man gemeinsam bruzzeln kann, einen Außenkamin, eine Gas- oder Elektroheizung sind dann ebenfalls hochwillkommen.

Gartenmöbel

Schöne Gartenmöbel prägen den Stil der Terrasse

Gartenmöbel erscheinen heute vielfach so elegant, dass sie auch in Wohnräumen stehen könnten. Beliebt sind momentan Möbel aus Holz, Freischwinger aus Aluminium mit geflochtenen textilen Bezügen, ebenso geflochtene Möbel aus Rattan-, Loom- oder Hularofasern. Mit dekorativen Kissen, mit Kerzen, Fackeln, Windlichtern, farbigen Tischdecken und buntem Geschirr kommt Urlaubsstimmung auf.

Jeder Terrasse muss dabei einen eigenen, unverwechselbaren Stil haben. Schöne Accessoires wie ein Brunnen, ein Sprudelstein, eine Amphore, Steinfiguren vermitteln besonderes Flair. Das Rauschen des Wassers am Brunnen, das Rascheln des Windes in den Zweigen des umgebenden Bambus, der betörende Duft von Lavendel, Maiglöckchen, Nachtkerzen…. verzaubern den Ort.

Terrasse

Um ihre Einzigartigkeit zu wahren, sollten Sitzplätze immer abgeschirmt sein. Das müssen nicht hohe Wände sein. Hecken, halbhohe Staudenbeete, blühende Kletterpflanzen, Gartenschirme, Sonnensegel sind hier die schützenden, stimmungsvollen Begleiter. Wichtig ist, dass die Pflanzen lange Zeit schön bleiben, sowohl was ihre Blätter als auch was die Blüten angeht.

Terrasse

Terrassen sind heute so sehr der Inbegriff des Wohlfühlens im Garten, dass kleine Gärten – von wenigen Beeten und Wasserstellen abgesehen – fast ausschließlich aus ihnen bestehen. Eine abwechslungsreiche Bepflanzung mit dekorativen Kübeln ermöglicht es dann, den Stil der Sitzplätze immer wieder zu verwandeln: so verkörpern südländische Pflanzen in Terrakottatöpfen mediterranes Ambiente, klassische Buchsbaum-Arrangements formale Gärten und verspielte Blumen romantischen Country-Look.

Gestalten mit Stauden

Stauden können Ihren Garten jahrelang verzaubern, ohne viel Arbeit zu machen. Sie werden mit den Jahren sogar üppiger und schöner, vorausgesetzt die Pflanzen fühlen sich an ihrem Standort wohl.

Stauden können Ihren Garten jahrelang verzaubern, ohne viel Arbeit zu machen. Sie werden mit den Jahren sogar üppiger und schöner, vorausgesetzt die Pflanzen fühlen sich an ihrem Standort wohl. Die Palette der Stauden ist sehr groß: sie blühen zu allen Jahreszeiten, können flächendeckende Polster bilden oder als hohe Prachtstauden, auch als Schnittblumen gefallen. Einige zieren schon während des Wachstums durch ihr Laub, durch die sich bildenden Blütenstände. Andere betören mit Düften und Farben. Ganz leicht finden Sie die richtige Zusammenstellung für Ihr Staudenbeet bei den schönen Kollektionen von Baldur-Garten.

Staudenbeet
Pflegeleichte Bodendecker

Stauden sind krautige, langlebige Gewächse, deren Triebe im Winter zurückfrieren. Sie haben fleischige Wurzelstöcke, aus denen sie in jedem Frühjahr neu treiben. In der Natur kommen sie an verschiedenen Standorten vor, zum Beispiel auf dunklen, feuchten Waldstücken, an halbschattigen Gehölzrändern, auf trockenen, sonnigen Steppen oder Geröll und am Teichrand.

Bevor Sie also ein Staudenbeet anlegen, sollten Sie herausfinden, was Sie den Pflanzen zu bieten haben: viel Schatten und feuchte Erde oder volle Sonne mit sandigem, nährstoffarmen, trockenen Boden, benachbarte Gehölze mit starken Wurzeln…?

Stauden

Sie müssen sich auch intensiv mit den Ansprüchen der Stauden an Boden, Licht und Wasser vertraut machen. Trockenheitsverträgliche Sonnenkinder und durstige Schattenbewohner können nicht auf dem selben Beet existieren. Außerdem lohnt es sich vorher herauszufinden, wann die verblühten Stauden sich zurückbilden, welche besonders früh einziehen und dann möglicherweise häßliche Lücken hinterlassen.

Ungekrönte Könige in der Gestaltung mit Stauden sind die englischen Gartendesigner. Das englische Rabattengesetz schreibt vor, dass Staudenbeete – egal wie lang sie sind – mindestens zwei Meter tief sein müssen. Nur dann ist Platz genug, um die Stauden in Höhenabstufungen zu pflanzen. Gerade diese Höhenstaffelungen sind es, die den englischen Beeten ihr fantastisches Aussehen geben.

Stauden

Natürlich kommen die höchsten Blumen nach hinten, also Eisenhut, Silberkerze, Federmohn, Ligularia, Lupine und hohe Gräser. Die halbhohen Stauden für die Mitte sind Schleierkraut, Bergaster, Astilben, Gartenchrysanthemen, Phlox, Mädchenauge, Tränendes Herz u.a. Wichtig für die niedrigen Stauden an der Vorderfront: ihre Blätter müssen bis zum Boden reichen, damit sie möglichst die Stiele abdecken. Besonders geeignet sind alle Polsterstauden, auch Alchemilla, Storchschnabel- Sorten, Ziest und Santolina.

Leichte Wellenbewegung, mal etwas höhere, mal etwas niedrigere Bereiche, bringen Schwung ins Staudenbeet. Die Stauden sehen am besten in Gruppen aus. Verblüht bei einer länglich gepflanzten Gruppe eine Reihe, wird die Lücke von den vorderen oder hinteren Nachbarn geschlossen. Vor Stauden, von denen man weiß, daß sie sich recht unansehnlich zurückbilden -wie dem Tränenden Herz- werden von vornherein später blühende Pflanzen gesetzt, die sie dann verdecken.

Gestalten mit Stauden 29

Die Staudengruppen sollten sich auch in den Beeten wiederholen, das schafft ein harmonisches Bild. Wie groß eine Gruppe sein soll, hängt von der Pflanzenhöhe ab. Bei den großen Prachtstauden wie Rittersporn reichen drei bis vier Stauden pro Gruppe. Je kleiner die Pflanzen sind, desto mehr bilden eine Gruppe. Bei Bodendeckern können es durchaus zwanzig Pflanzen sein.

Achten Sie auch darauf, dass es vom zeitigen Frühjahr bis zum späten Herbst immer irgendwo auf Ihrem Beet blüht. Schließlich ist auch der schöne Rahmen, der Hintergrund wichtig. Die beste Fernwirkung entfalten Stauden vor Bäumen, Sträuchern, Hecken und Mauern.

Um den Stauden ihr zukünftiges Beet zu bereiten, wird der Boden mindestens spatentief gelockert. Alle etwaigen Unkräuter, besonders die Wurzelunkräuter wie Giersch müssen sorgfältig entfernt werden. Unkraut behindert die Entwicklung der Staudenpflanzung und läßt sich später nur schlecht beseitigen.

Stauden

Wenn das Beet in der prallen Sonne liegt, der Boden sandig, nährstoffarm ist und eventuell noch etwas Bauschutt enthält, sind die Stauden der Steppe am rechten Platz: Hornkraut, Königskerze, Lichtnelke, Bartiris, Perlkörbchen, Schafgarbe, Zierdost… erweisen sich als wahre Hungerkünstler. Ein wenig Kompost und organischen Dünger als Starthilfe, gelegentlich bei großer Trockenheit etwas Wasser, mehr brauchen diese Pflanzen nicht.

Ebenso bescheiden sind die Steingartenstauden. In ihrer ursprünglichen Heimat, alpinen Gebirgsgegenden werden sie nicht von der Natur verwöhnt. Im Steingartenbeet, in Trockenmauern bilden Blaukissen, Adonisröschen, Steinkraut, Teppichphlox vor allem im Frühling prachtvolle Polster. Sie zwängen ihre Wurzeln in die schmalsten Ritzen und überdauern auch Trockenheit.

Den Übergang zwischen den Gehölzen und dem angrenzenden Rasen verwandeln die Stauden für den Gehölzrand in einen farbenreichen Blütensaum. Königsfarn, Funkien, Waldmeister, Geranium ‚Spessart‘, Gemswurz , Alchemilla, Primeln… wachsen in einem feuchten, humosen Boden und sind gut an die wechselhaften Verhältnisse am Gehölzrand angepasst.

Gestalten mit Stauden 30

So wandern die Steinsame (Lithospermum purpureo-caeruleum) und verschiedene Storchschnabelarten mit ihren Ausläufern dem Licht zu, wenn der Schatten der wachsenden Gehölze größer wird. Diese Pflanzen können auch den Wurzeldruck der benachbarten Gehölze aushalten, an dem empfindliche Stauden wie Pfingstrosen stets zugrunde gehen.

Wenn der Garten älter wird, wachsen die Schattenbereiche unter Bäumen und Sträuchern. Das sind die Plätze für die Waldstauden, die es gewohnt sind, mit wenig Licht zu leben. Buschwindröschen, Eisenhut, Elfenblume, Farne, Funkien, Immergrün, Salomonsiegel, Schaumblüte, Waldgeißbart, Waldglockenblumen… lieben einen humosen Boden und hohe Luftfeuchtigkeit. Um Nährstoffe und Wasser konkurrieren sie stets mit den Büschen und Bäumen. Sie sind daher für Extragaben an Wasser, Kompost und organischem Dünger dankbar.

Anders als die zuvor genannten Pflanzen haben die großblütigen, farbintensiven Prachtstauden einige Pflege nötig. Feinstrahlastern, Gartenchrysanthemen, Lupinen, Indianernessel, Pfingstrosen, Rittersporn, Sonnenauge, Sonnenhut, Phlox, Taglilien, Türkischer Mohn usw. können sich nicht ohne Hilfe im dichten Nebeneinander der Pflanzengemeinschaft behaupten und müssen als Individuen gehegt und gehätschelt werden.

Prachtstauden

Die Prachtstauden bevorzugen einen Platz möglichst in voller Sonne, einen offenen, unkrautfreien Boden, der regelmäßig gedüngt wird. Sie sollten nicht zu eng stehen. Verblühte Blüten müssen entfernt werden.

Sehen die Staudenrabatten nach englischer Art schon an sich schon prachtvoll aus, so haben die Gärtner von der grünen Insel noch eine Steigerung entwickelt: die sogenannten „mixed borders“. Das sind Rabatten mit Stauden, Zwiebel- und Knollengewächsen, Sommerblumen, Rosen, Gräsern und Sträuchern. Sie werden so kombiniert, dass ihre Farben und Formen perfekt zusammenpassen.

Mixed-border

Die Kunst besteht darin, ganzjährig interessante Strukturen oder traumhafte Farben zu zeigen, die Übergänge ohne Lücke fließend zu gestalten und die Farben harmonisch
aufeinander abzustimmen. Für einen „mixed border“ benötigen Sie einen genauen Plan, der Farben, Blühzeiten und Höhen der Pflanzen enthält. Beste Zeit, ein solches Beet anzulegen, ist der Herbst, da Sie dann auch die Blumenzwiebeln setzen können.

10 Ideen für Frühlingsbeete

In Frühlingsbeeten setzen Zwiebelblumen farbige Akzente unter Bäumen, in der Wiese, im Steingarten, in Pflanzschalen, Töpfen, Kübeln und Balkonkästen.

Der Frühling ist die Zeit des Aufbruchs und des Neubeginns. Aber auch als Zeit der Ernte; denn vieles, was jetzt blüht, wurde bereits im Herbst gepflanzt. Allen voran die Zwiebelblumen in den Frühlingsbeeten. Sie setzen nun farbige Akzente unter Bäumen, in der Wiese, im Steingarten, in Pflanzschalen, Töpfen, Kübeln und Balkonkästen. Zwiebelblumen werden auch begeistert begrüßt auf Stauden- oder Rosenbeeten, bei denen die übrige Blüte erst spät beginnt.

Frühlingsbeet

Für ein kombiniertes Zwiebelpflanzen- Sommerblumen und Staudenbeet wählen Sie am besten einen sonnigen, windstillen Platz mit lockerer, durchlässiger Erde, die reich an Nährstoffen ist. Die im Herbst oder auch im Frühling gesetzten Zweijahresblumen wie Stiefmütterchen, Silberling und Goldlack erwachen nach und nach aus dem Winterschlaf und wachsen mit zunehmender Wärme und Sonnenscheindauer zügig heran. Bald drängen auch die Narzissen, Hyazinthen, Kaiserkronen und vor allem die spektakulären Tulpen aus der Erde.

Tulpen

Als Garten- und Balkonblume zeigt die Tulpe unendlich viele Varianten, von den einfachen oder gefüllten frühen Tulpen bis zu den Greigii-, Fosteriana-, Kaufmanniana-, Cottage-, Papageien-, Triumpf-,Lilienblütigen-, Darwin-, den Viridiflora- Tulpen, um nur einige Sorten zu nennen. Von ihrer ursprünglichen Turbanform hat sich die Tulpe weiterentwickelt zu Becher-, Schüssel -, Stern- oder Pokalformen, auch zu komplizierten Erscheinungen mit gedrehten, rundlichen oder gefransten Blütenblättern.

Frühlingsbeet

Ob nach einem bestimmten Farbmotto oder kunterbunt gemischt – die ungeahnte Vielfalt der Zwiebelblumen lässt keinen Wunsch offen und inspiriert zu wagemutigen Kombinationen. Auch mit den einfarbigen Beeten lassen sich enorme Farbwirkungen erzielen. So bringt ein zart gelbes Beet das Gefühl von Leichtigkeit in den Garten. Rote Beete setzen ungezügelt, aufregend und voller Lebenslust kräftige Akzente. Ein weißes Beet hellt den Garten auf. Es kommt in der Abenddämmerung besonders schön zur Geltung.

Frühlingsbeet

Bei allen Beetgestaltungen ist der Standort des Betrachters besonders wichtig . Auf Sitzplätzen und Terrassen ruhen wir uns aus, begegnen den Pflanzen auf Augenhöhe. Wir haben dort auch viel mehr Zeit, eine einzelne Pflanze zu betrachten, ihren Duft zu riechen oder die Vielfalt einer Komposition wahrzunehmen. Die Pflanzenkonzepte können daher bei einem Beet nahe der Terrasse viel differenzierter und artenreicher sein.

10 Ideen für Frühlingsbeete 31

An Eingängen, Wegen oder Zufahrten haben Pflanzflächen einen repräsentativen Charakter. Da diese Beete meist im Vorübergehen erlebt werden, sollte die Bepflanzung großzügig sein.

Klare Farben und Strukturen, eine beschränkte Arten- und Sortenauswahl mit größeren Stückzahlen erfüllen dieses Kriterium. An markanten Punkten wie Wegkreuzungen kann man auffällige Akzente setzen.

10 Ideen für Frühlingsbeete 32

Entscheidend ist auch, wie sich die Beete in den Garten einfügen, wie sie aus allen Blickwinkeln erlebbar sind. In einem naturnahen oder romantischen Garten folgen die Rabatten den locker geschwungenen Pfaden, verführen uns innezuhalten und ihre Schönheit zu betrachten. Sie können mal in Bändern, die wie Pinselstriche wirken, oder in dicken Tuffs aus dem Grün herausragen. Mitunter drehen sie sich in Spiralen auf der Wiese. In architektonischen oder auch kleinen Gärten sind die Beete streng formal gestaltet. Niedrige Buchsbaumeinfassungen helfen, die Fülle der Blüten zu bändigen.

10 Ideen für Frühlingsbeete 33

Wenn die Zwiebelblumen verblühen und und sich zurückbilden, entstehen Lücken in den Beeten und die Pflanzen zeigen unansehnliche vergilbte Blätter. Die dürfen auf keinen Fallabgeschnitten werden. Am besten man versteckt sie, indem man andere Gewächse davor setzt. Dafür bieten sich die nun heranwachsenden Stauden wie Bergenien, Pfingstrosen, Wolfsmilch oder Gräser an.

10 Ideen für Frühlingsbeete 34

Aber auch die Einjährigen, wie Vergissmeinnicht, Spinnenblume, Jungfer-im-Grünen, die attraktive Cardy mit ihren graziösen lila Distelblüten, das luftig – leicht wachsende Hohe Eisenkraut füllen nun die Beete auf und führen sie in den Sommer über.

Bloggerei.de